Eutra'ta (Gruftkönige) vs. Gashnag (Vampirfürsten)


Eutra'ta (Gruftkönige) vs. Gashnag (Vampirfürsten) [Angriff bei Dämmerung - Feld D6]


Die Hohepriesterin Eutra’ta stieß mit ihrer Djaf-Division in die westlichen Bereiche der Sümpfe des Vergessens, wissend, dass sie damit in den vermuteten Einfussbereich der dort ansässigen Vampire eindrang. Die vorausfliegenden kundtschaftenden Todesgeier berichteten ihr alsbald  von zunehmenden Bewegungen im Schatten der mannigfaltigen Vegetation im moorigen Randbereich der Sümpfe. Düstere Kreaturen rotteten sich im Zwielicht der nebligen Witterung, die die die Sümpfe das ganze Jahr über heimsucht, zusammen. Zischende Ghule und halb verweste Wölfe in der größe der Raubkatzen aus der Wüste Nehekharas konnten bereits frühzeitig von den Todesgeiern ausgemacht werden. Eutra’ta begann ihre Kohorten in und unter der Wasseroberfläche des Moores in Stellung zu bringen, so dass sie jeden Angriff von Seiten der die Sümpfe bevölkernden verderbten Kreaturen frühzeitig auskontern und zu ihren Gunsten wenden könnte.

Vampirfürst Gashnag, der Schwarze Prinz, bemerkte frühzeitig, dass die Legionen Zandris es gewagt hatten sich in die Sümpfe um Mourkain zu begeben. Dieses Eindringen und diese Anmassung durften nicht toleriert werden. Ein stark verformter Sumpf-Ghast, der mit seinem Klan die westlichen Sümpfe des Vergessens bevölkerte, berichtete ihm vom Einfall der disziplinierten Ränge der Legion Nehekharas in seinem Jagdrevier. Im telepathischen Kontakt mit einer der unzähligen Fledermäuse, die die hohen Sumpf-Mangroven bevölkerten, versuchte er den genauen Standort der feindlichen Streitmacht auszumachen, aber irgendwie schien diese wie vom Erdboden verschluckt zu sein… 

Gashnag, der Schwarze Prinz

Trotz Katapultschüssen und dem unablässigen Bogenfeuer der von Eutra’ta angeführten Einheit sowie den gepeinigten Seelen aus der Lade der verdammten Seelen, kamen die Ghule und Gruftschrecken angeführt von ihren Vampirmeistern unablässig näher. Die wenigen verursachten Verluste wurden stets durch die dunklen Beschwörungen des Schwarzen Prinzen wieder aufgefüllt. Als sich Eutra’tas Kohorte zur Dämmerung aus dem Sumpf erhoben hatte, waren die verderbten Ghule weit weniger ungeordnet als die Hohepriesterin es erwartet hatte. Gashnag, der Schwarze Prinz, hatte alleine durch seine eiserne Willenskraft die gesamte Ghulhorde fest im Griff.

Kaum waren die ersten der mit vielen Pfeilen gespickten Gruftschrecken in Reichweite, schossen die Streitwagen der Kupfernen Legion vorwärts, um sie unter ihren Rädern zu zermalmen. Der Aufprall selbst streckte eines der monströsen Kreaturen nieder und ein weiterer wurde von den Speeren der Wagenlenker durchbohrt und niedergerungen. Die verbliebenen beiden Kreaturen hoben einen der Streitwägen auseinander, als wäre es aus welkem Papyrus, bevor ein weiterer Gruftschrecken im Morast versank. Doch durch einen schnellen Gegenangriff der Ghule und ihres Strigoi-Anführers mit dem fledermausflügelartigen Banner, wurden die lahmgelegten Streitwägen schließlich in tausend Stücke zerlegt.

Auf der anderen Flanke griffen die Grabwächter angeführt von Prinz Apophas schließlich die sich nähernde Ghulhorde mit Gashnag an ihrer Spitze an und ignorierten hierbei die sich an ihrer Flanke nähernden Gruftschrecken. Der Schwarze Prinz schmetterte in die angreifenden Grabwächter wie ein Derwisch und zerlegte dabei fünf der elitären Krieger innerhalb weniger Sekunden. Diese Zurschaustellung reiner Zerstörungskraft endete jedoch jäh, als sich die Phalanx der Grabwächter schloss und Gashnag in seiner überheblichen Ignoranz die Verteidigung vernachlässigte und von unzähligen Hellebarden aufgespießt wurde. Für einen Moment hatte es den Eindruck, als könne ihn selbst das nicht stoppen, doch dann zerfiel er mit einem schrecklichen Kreischen zu Staub und Asche.

Die Ghulhorde erzitterte für einen Moment und einige der Zombies aus der Nachhut vielen leblos in den Sumpf, als sich die sie animierende Magie verflüchtigte. Der junge Strigoi-Vampir in der Ghulhorde vor Eutra’tas Kohorte konnte jedoch den Großteil der Armee unter seine Kontrolle zwingen.

Hohepriesterin Eutra'ta

Das Zwielicht der durch die Nebelbänke scheinende Sonne verstärkte sich zunehmend und Eutra’ta und der Priester des Ptra verließen die schützenden Reihen ihrer Kohorte, um dem Wirkungsbereich des Strigoi-Vampirs zu entgehen und um den Grabwächtern mit ihren Anrufungen gegen die sie umzingelnden Ghulhorden beizustehen. Der Priester des Ptra verging im hellen Licht des Ptra selbst, als er den mächtigsten seiner heiligen Segnungen auf die Grabwächter aussprach. Nicht einmal ein Staubkorn verblieb von ihm. Eutra’ta selbst erweckte verzweifelt gefallene Grabwächter mit ihren Anrufungen und verstärkte sie mit den Gebeten an Neru und Djaf, bis sie selbst von unzähligen Zombies umringt wurde. Unzählige vom Sumpfwasser aufgedunsene Hände zerrten an ihr und zogen sie schließlich gänzlich hinab in das tiefschwarze morastige Wasser zu ihren Füßen. Der Stab der Großhierophantin  wurde ihr aus den Händen entrissen und sie verlor jäh die Verbindung zu den göttlichen Energien, die die gesamte Kupferne Legion erfüllten und in der Welt der Sterblichen banden.

Die magischen Energien und die sie bindenen Seelen der Toten verflüchteten sich schlagartig aus den Truppen der Nehekharaner. Lediglich der Hüter der Lade der Verdammten Seelen sowie Prinz Apophas und seine Grabwächter konnten den Kampf effektiv fortführen, so dass letztere noch die letzten Gruftschrecken erschlagen könnten, bevor sie sich neu formierten und für den Rückzug bereit machten.

Der namenlose Strigioi-Vampir mit dem Fledermaus-Banner und seine Ghule verzogen sich ebenfalls wieder in den Schatten der Mangroven, als die ersten wenigen Sonnenstrahlen den sumpfigen Boden des Schlachtfeldes erreichten und keiner der Konfliktparteien die Schlacht für sich entscheiden konnte.

Weder König Amenemhetum noch Fürst Fariac werden über diesen Ausgang erfreut sein…




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