Posts mit dem Label 09) Nachgeheim werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 09) Nachgeheim werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Nachgeheim (Ende Monat 7)

In und um die Sümpfe des Vergessens tobten noch immer die Schlachten. Viele Fraktionen wollten sich mit dem Sieg der Ogerkönigreiche über die Ruinen von Mourkain im Spätsommer augenscheinlich nicht abfinden und zogen ihre Armeen in ihren unmittelbaren Wirkungsbereich. Womöglich war es aber auch Fozzriks Fliegender Festung geschuldet, die noch immer über die südlichen Düsterlande kreiste und von der immer mehr magische Relikte herabregneten, welche alle Fraktionen begehrten.

Anders als in den Vormonaten waren die Verluste unter den Armeen in diesem Monat horrend und in vielen Fällen nicht ersetzbar. Mehrere Streitmächte wurden nach ihren jeweiligen Niederlagen in der Schlacht gänzlich zerstreut oder aufgelöst.

Die Gruftkönige und ihre verbündeten Krieger des Chaos stießen von Norden her in die Randbereiche der Sümpfe des Vergessens und verwickelten die dortigen Vampirfürsten und Grünhäute inmitten Stürmen der Magie in schwere Kämpfe. Als die Krieger des Chaos die Vampirfürsten angriffen tauchte unvermittelt eine kombinierte Elfenstreitmacht des Ewigen Königs auf und beteiligte sich am von Magie und Monstern dominierten Schlachtgeschehen. Trotz des augenscheinlichen Treuebruchs durch die vormals alliierten Elfen, triumphierten die Krieger des Chaos unter dem Kommando des Meisterhexers des Chaos Arkain Baal schließlich über die Vampirfürsten und die Dunkelelfen und zerstreuten beide Armeen. Zwar gelang es ihnen im Anschluss nicht das unwirtliche Territorium gänzlich zu erobern und von all den Ghulstämmen der Sümpfe zu reinigen, doch schlugen sie vorerst ihr Lager auf. Gruftkönig Amenemhetum besiegte die Orks&Goblins in einer ebenfalls von Stürmen der Magie dominierten Schlacht, doch drängte er die unzähligen Grünhäute lediglich zurück aus dem Territorium, aus dem sie zuvor vorgedrungen waren. Dafür war der Geierfürst in der Lage, die vormals den Vampirfürsten zugehörige Region zu konsolidieren und seinem Reich hinzuzufügen, auch wenn fliehende Oger urplötzlich durch die Region tobten. Die Hohepriesterin des Todes Eutra’ta und ihre Armee bauten indes tief im eigenen Hinterland eine Mine, in der Hoffnung zukünftig an dringend benötigte Rohstoffe zu kommen…

Die Dunkelelfen mussten zum einen erneut einen ihrer Küstenabschnitte gegen das Imperium verteidigen und zum anderen führten sie einen waghalsigen Angriff gen südliche Düsterlande, um ebenfalls Relikte aus dem Umfeld von Fozzriks Fliegender Festung einzuheimsen. Die Hochelfen des Lehrmeisters von Hoeth Lasius wurden bei ihrem verzweifelten Verteidigungskampf gegen die Streitkräfte des Imperiums schließlich ins Meer getrieben und ihr Anführer erneut schwer verletzt, so dass den spärlichen Überresten der Armee nur die Flucht zu ihrer im Schwarzen Golf befindlichen Flotte blieb. Fürst Apikalis vom weißen Tal und seine Armee des Ewigen Königs wurden im Kampf gegen die Krieger des Chaos der Gruftkönige und die Vampirfürsten im Norden der Sümpfe des Vergessens geschlagen und auch seine mannigfaltig anmutende Armee zerstreute sich daraufhin vorerst. Lediglich Schreckensfürst Ardulaz Kemscha verblieb mit seiner Streitmacht treuer Dunkelelfen als letzte Armee seiner Fraktion und errichtete Minensiedlungen, in denen seine Sklaven von nun an schuften und ihr Dasein fristen konnten…

Das Imperium war die einzige Fraktion, die weiterhin deutlich einen Bogen um die Sümpfe des Vergessens machte. Mit dem Kommen der Regenzeit war die Region auch wieder sehr unwirtlich geworden und ihren dortigen Brückenkopf ließen sie beinahe gänzlich unbewacht. Von Norden stieß jedoch eine Legion des Chaos auf Geheiß der Vampirfürsten in ihre Lande und Meisterzauberer Melistius versuchte verzweifelt, diese abzufangen und abzuwehren. Dies war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, denn die Armee des Meisterzauberers wurde besiegt und gen Heimatland zurückgedrängt. Erzlektor Mikael Hassenstein und seine Streitmacht hatten mehr Schlachtenglück und konnten die Hochelfen weiter im Westen schließlich ins Meer treiben und vernichten sowie die Lande um den dortigen Magierturm endlich in Besitz nehmen. Zwergenfürst Logan Trotzberg ließ seine Baumeister indes an der Ostgrenze des vom Imperium beanspruchten Gebietes eine Burg mit Siedlung zu einer richtigen Stadt ausbauen. Wehrhafte Zwergenmauern sollten den möglichen Anstürmen von vorwitzigen Ogern und plündernden Legionen des Chaos in Zukunft standhalten können…

Die Ogerkönigreiche waren in diesem Monat erneut vergleichsweise passiv. Fleischermeister Pein Schwackeheter und seine Ogerhorde wurden von der Legion des Chaos, die auf Seiten der Orks&Goblins kämpfte, besiegt und Rache schwörend aus den Ruinen Mourkains vertrieben, obwohl sie es sich dort gerade ganz heimisch eingerichtet hatten. Der für ihre Sache kämpfende Slann-Magierpriester Lord Zetec besiegte mit seiner Armee Echsenmenschen am Südrand der Düsterlande dafür kurzerhand und ohne großes Federlesen eine Streitmacht der Vampirfürsten und zwang diese zurück in ihre Hauptstadt tief in den Sümpfen des Vergessens, bevor sie die Region gänzlich an sich rissen. Ogertyrann Gornod Eisfelsen verharrte währenddessen nebst eigener nomadischer Hauptstadt im Osten im eigenen Ursprungsland und ließ seine unzähligen Gnoblar-Helfer Minen erbauen, um sich an deren geförderten Reichtum zu laben…

Die Vampirfürsten hatten einen von Ambivalenz geprägten Monat hinter sich. Vampirfürst Frantisec Fariac entkam als einziger einer hart umkämpften Dreiparteienschlacht in ihren nördlichen Gefilden. Seine Armee wurde vernichtet, als sie von einem brüchigen Bündnis aus von den Gruftkönigen gesandten Kriegern des Chaos und Kampfverbänden der Elfen im Auftrag der Dunkelelfen attackiert wurden. Zwar konnten die siegreichen Krieger des Chaos die Region nicht konsolidieren, doch waren sie tief ins Heimatgebiet der Vampirfürsten vorgedrungen. Vampirfürst Vigo Fariac wurde von den Echsenmenschen im Dienste der Ogerkönigreiche weiter südlich ohne wirkliche Kampfhandlungen besiegt und zurückgedrängt, so dass Vigo als letzter Verteidiger des zusammenschrumpfenden Heimatlands der Vampirfürsten verblieb. Die verbündete Legion des Chaos des Kriegsherrn des Chaos Kharn schmetterte weit im Norden dafür den verzweifelten Versuch des Imperiums beiseite, sie durch Waffengewalt aufzuhalten…

Die Orks&Goblins griffen auf ganzer Breite gen südliche Route aus dem Osten her an. Ork-Waaaghboss Gahrr XXX heimste sich das nunmehr unverteidigte Territorium um die als Sturmring bekannte Region ein. Schwarzork-Waaaghboss Mormett-Hackpeltz führte erneut eine Armee an und brach erstmalig in die von den Vampirfürsten gehaltenen Regionen, doch wurde er dabei unerwartet von den Grufkönigen angegangen, die ihn bereits im Frühling ständig in die Quere gekommen waren. In einer gewaltigen Schlacht, in der seine Goblin-Schamanen ihn mal wieder zutiefst enttäuschten, wurde Mormett von den Gruftkönigen geschlagen und zurück gedrängt. Dämonenprinz Golgat der Exkrmentelle war da erfolgreicher. Er griff die sich festsetzenden Ogerkönigreiche um die Ruinen der verfallenen Menschenstadt Mourkain im Schatten von Fozzriks Fliegender Festung an und vertrieb diese nach einem schweren Kampf. Seine Legion des Chaos konnte sich jedoch in dem unwirtlichen Territorium vorerst nicht nachhaltig festsetzen…



Zetec (Ogerkönigreiche / Echsenmenschen) vs. Vigo (Vampirfürsten)


In den südwestlichen Ausläufern der Sümpfe des Vergessens trafen erneut die Echsenmenschen-Streitmacht des Slann-Magierpriesters Lord Zetec und die Vampirfürsten-Armee des Vampirfürsten Vigo Fariac aufeinander. Die Kontrahenten hatten sich über Tage belauert und keine Seite schien einen direkten Angriff zu wagen. Doch sowohl die kaltblütigen Echsenmenschen als auch die zeitlosen Untoten waren geduldige Wesen und für einen Außenstehenden hätte sich die tagelange Warterei wie eine Dauer von Monaten angefühlt. Schließlich hob der mimiklose Lord Zetec von seiner Sänfte aus, auf der er inmitten seiner Tempelwache seit über einer Woche bewegungslos verharrt hatte, ein würfelförmiges Objekt in die Höhe. Mit einer schwungvollen Geste und einem kehligen Geräusch warf der Slann-Magierpriester das Objekt zwischen die aufgereihten Armeen.
 
Slann-Magierpriester Lord Zetec


Vampirfürst Vigo Fariac wusste nur zu gut, was der Slann im Schilde führte, und er bereitete sich vor, diesen magischen Angriff zurückzuwerfen. Das augenscheinlich vollkommen ziellos geworfene Objekt begann grell zu leuchten und holperte über den unebenen Untergrund. Schließlich wurde die gesamte Umgebung und mit ihr die beiden Streitmächte in unsagbar helles Licht und reinste Magie gebadet. Die Echsenmenschen rührten sich keine Handbreit, doch blinzelten vor allem die kleineren Echsenmenschen mit deutlich höherer Frequenz als vorher. Vampirfürst Fariac stemmte seine ganze magische Macht dagegen und zumindest konnte er verhindern, dass seine gesamte Horde durch die unvorstellbar machtvolle Lichtmagie gebannt wurde. Dennoch gingen Skelete in Flammen auf, Zombies wurde das faulige Fleisch von den Knochen gerissen und Gruftghule flohen jaulend in die Mangrovenwälder. 

Vampirfürst Vigo Fariac
 
Schließlich verwandelte sich Vigo kreischend in einen Fledermausschwarm und folgte den zurückgedrängten Elementen seiner Armee in das Dickicht der Mangroven und überließ dem Slann-Magierpriester und seinen Echsenmenschen das Schlachtfeld…

Melistius (Imperium) vs. Kharn (Vampirfürsten / Legion des Chaos)


Meisterzauber Melistius vom Jadeorden war alles andere als begeistert, dass er mit der Armee unter seinem Kommando gegen die Legion des Chaos ausrücken musste, die von Norden her aus den Grenzgrafschaften in den Wirkungsbereich des Imperiums in den Düsterlanden eingedrungen war. Die verbündeten Zwerge des Fürsten Trotzberg waren zwar allzu bereit, diesem Gegner entgegenzutreten, doch waren sie schlicht zu weit entfernt und hätten die Wegstrecke nicht in diesem Monat zurücklegen können. Melistius wusste, dass die Anbeter des Chaos dem blutrünstigen Chaosgott Khorne huldigten und sich aus diabolischen Kriegern und Dämonen dieser düsteren Gottheit zusammensetzten. Zudem war sich der Meisterzauberer darüber im Klaren, dass diese eine ganz besondere Abneigung gegenüber Zauberern jedweder Art verspürten. Diese Abneigung ging weit über jene hinaus, die schon den gewöhnlichen Bürgern und vor allem den Hexenjägern des Imperiums innewohnt. Zauberer oder nicht war am Ende jedoch auch ohne Belang, dachte Melistius, denn die Anhänger des Khorne machten erfahrungsgemäß ohnehin jedem den Garaus, der ihnen vor die Klinge kam. So zog Melistius seine Truppen also geradewegs gen Norden und begegnete den Eindringlingen in einem schmalen Pass in den Varenka-Hügeln nördlich von Barak Varr...

Meisterzauberer Melistius


Kriegsherr des Chaos Kharn war rasend vor Wut. Viel zu lange hatte er sich auf seinem Weg gen Süden mit dem Abschlachten wehrloser Nomaden oder unorganisierter Grünhäute begnügen müssen. Es war Zeit, dass ihm endlich würdige Gegner vor die Klinge kämen, brüllte der Kriegsherr frei heraus. Der Vampirfürst hatte ihm in dieser Region endlose Schlachten versprochen und als Kharn schon begann, an dieser Aussage zu zweifeln, sah er in der Schlucht vor ihnen die Banner und Standarten einer Armee des Imperiums. Ein gutturaler Schrei der Begeisterung, der dumpf und metallen unter seinem fest verschweißten Vollhelm klang, brach aus ihm hervor. Verweichlichte Südländer aus Bretonnia und dem Imperium waren seine liebsten Gegner, wenn er einmal von den notorisch stoischen Zwergen absah. Kharn sammelte seine Schädelbrecher um sich und hielt seinen kapitalen Bluthund eng an seiner massiven Kette. An diesem Tag würde das Blut der Südländer in Strömen fließen, weihsagte der Kriegsherr des Chaos und gab seinen Kriegern und den Dämonen an ihrer Seite den Befehl zum unverzüglichen Frontalangriff durch die Schlucht...
 
Kriegsherr des Chaos Kharn


Der Passweg durch die Schlucht war geprägt von allerlei eingefallenen Hindernissen und Gebäuden, die einst von den halbnomadischen Menschen der Umgebung errichtet schienen. Spärliche Vegetation sowie ein halb offen liegendes Massengrab und ein vom magischen Wind des Feuers umspielter Hügel rundeten das ungewöhnliche Gelände ab. Die Ränder der Schlucht waren von hohen Klippen eingefasst, so das es zur Seite kein Entrinnen aus dem engen Hohlweg dieses Gebirsgpasses gab. Dort trafen die Armee des Imperiums und die Legion des Chaos aufeinander und nur eine Streitmacht konnte hier obsiegen und den Durchgang erzwingen beziehungsweise den Gegner am Durchgang hindern...

Melistius (Imperium) vs. Kharn (Vampirfürsten / Legion des Chaos) [Schlacht um den Pass - E1]



 
 
 


Meisterzauberer Melistius befand sich im Zentrum der ausgedehnten Schlachtreihe der Armee des Imperiums und schritt langsam humpelnd voran, während er klare und ruhige Befehle an seine Truppen gab. Einige Bogenschützen-Milizionäre begleiteten ihn dabei und umgaben ihn wie eine notdürftige Leibwache. Die furchlosen Fechtmeister Altdorfs, Schwertkämpfer aus dem Herzen des Imperiums, marschierten bis zum gesegneten Wall und begaben sich dort gemeinsam mit ihrer Abteiung Hellebardiere in eine Verteidigungsstellung. Die Demigreifen-Ritter der Altdorfer Greifengarde an der linken Flanke begaben sich mit einigen kraftvollen Sprüngen ihrer monströsen Reittiere auf den Hügel vor ihnen, während die Ordensritter des Schweren Kavallerieregiments Prinz Karl von Altdorf weiter im  Zentrum es ihnen ansatzweise gleichtaten und ebenfalls den Rand des Hügels emporritten...
 



Melistius beobachtete die brutalen Schlachtreihen des Gegners. Die brüllenden und fauchenden Anhänger der ruinösen Chaosgottheit Khorne. Sterbliche Diener ebenso wie andersweltliche Dämonen. Gestalten der Entropie und des Chaos, die in ihrem Wahn und ihrer grenzenlosen Aggression Tod und Verderben über die loyalen Männer des Imperiums bringen wollten. Dies konnte und wollte der mächtige Meisterzauberer aus der Jadeakademie von Altdorf nicht zulassen. Er gab sich dem Wind des Ghyran und der Macht der Natur hin. Er spürte das Aufkeimen der Energien des Ghyran durch seine nackten Füße und er begann, einen wandelnden Thron aus Kletterpflanzen und Farnen zu erschaffen, der seine Verbindung zur lebenden Welt erneuerte und verstärkte. Der unnatürlich groß gewachsene Blutpriester in den Reihen der sterblichen Infanterie des Feindes versuchte, die Lebensmagie mit seinem Gebrüll zu unterbinden, doch fehlte dem Demagogen dafür die nötige Macht. Hexenjäger Konrad von Untergard trug eine bescheidene Krone versteckt unter seinem breitkrempigen Hut. Er hatte sie in den Ruinen bei der Schlacht bei Morgheim in den Sümpfen des Vergessens gefunden. Merkwürdige Visionen suchten Konrad von Untergard seitdem heim, aber er hielt sie für kryptische Weisungen von Sigmar selbst, so dass er sie immer wieder aufsetzte. Der grimme Hexenjäger erkannte die eindeutigen Spuren der Korruption, die den bösartigen Priester des Feindes umgaben, und er sprach laute Anklagen und Beschuldigungen übelster Ketzerei gegen ihn aus. Kaum hatte er die Seele des Feindes in Worten der ewigen Verdammnis überantwortet, da schien es beinahe, dass der Blutpriester zu taumeln begann. Dieser brüllte schnell eine Art krudes Gebet und sammelte sich, doch Meisterzauberer Melistius war über dieses Schauspiel äußerst irritiert. Es schein beinahe so, als hätten die Anschuldigungen des Hexenjägers dem bösartigen Priester tatsächlich mental zugesetzt. Ganz so, als wäre er dem Angriff eines tödlichen Zaubers ausgesetzt gewesen...
 




Kriegsherr Kharn brüllte lauthals zum Angriff und stürzte voran. Begleitet wurde er von seinen blutdürstigen Schädelbrechern, jenen rücksichtslosen Kriegern, die Schlachten lieben und einzig dafür leben, in Khornes Namen Blut zu vergießen. Der Kriegsherr und seine mörderischen Ritter stoben bis zu einem Wall voran und es war nur aufgrund Kharns unbändigem Willen, dass er den Blutdurst der Schädelbrecher soweit im Zaum halten konnte, dass sie nicht direkt noch weiter auf den Feind hinzu wüteten. Links der Schädelbrecher weiter im Zentrum des Schlachtfeldes wetzten die muskelbepackten Blutplünderer der Vargs angeführt von ihrem Schlachtenpriester ebenfalls bis zu einem verfallenen Hindernis. An ihrer linken Seite rollte ein aus Eisen geschmiedeter Chaos-Streitwagen vorwärts und nahm langsam Fahrt auf. Die niederen Dämonen, wilde Zerfleischer des Khorne, wurden von den donnernden Gesängen des Schlachtenpriesters scheinbar angezogen und so marschierte ihr Regiment hinter den eigenen Reihen entlang gen linker Flanke und sang dabei grausame Lobpreisungen an Khorne...
 



Womöglich waren es diese kruden Gebete und Lobpreisungen, die dazu führten, dass unter wütendem Gebrüll, welches das Himmelszelt der nördlichen Düsterlande erschütterte, Messingschädel das Schlachtfeld bombardierten. Nur knapp entgingen die Staatstruppen des Imperiums einem dieser Messingschädel, welcher nahe ihrer Linien lauthals detonierte. Mit schreiender Verehrung des Blutgottes, die selbst über dem allgemeinen Lärm der Schlacht noch hörbar war, bannte der Schlachtenpriester den Unterstützungszauber des verhassten Anführers der Imperiums-Armee. Als sein donnernder Gesang dann noch kochendes Blut zu einem groteken Speer in seiner Pranke formte, stieß der irritierte Meisterzauberer des Feindes diesen Blutzauber keuchend auseinander...
 



Meisterzauberer Melistius atmete schwer. Die Macht des Feindes war groß und die Magie des obskuren Blutpriesters ungewöhnlich. Melistius befahl der gesamten Armee, die Stellung zu halten und nicht weiter auf den Feind vorzurücken. Lediglich die Abteilung Hellebardiere umrundete ihr Hauptregiment an der äußerst rechten Flanke und begab sich in eine Position, von der aus sie die Flanke des Regiments Schwertkämpfer vor einem Angriff deckte. Meisterzauber Melitius selbst gesellte sich zu den Schwertkämpfern. Kampfzauberer Casimir Schreiber vom Himmelsorden verließ indes die Reihen der Fechtmeister Altdorfs und bemannte den verfallenen Turm zu ihrer Rechten. Von dort aus, so hoffte der Astromant, hätte er einen besseren Ausblick über das Schlachtfeld und wäre zudem dem Himmel und dem dort tobenden Wind des Azyr näher...


Melistius bemühte erneut die naturgewaltigen Mächte des Ghyran und erschuf einen Rankenthron zu seinen Füßen. Das Gesicht des demagogischen Priesters der Legion des Chaos war zu einer permanenten Grimasse des Hasses verzogen und er war nicht in der Lage, die machtvolle Magie des mächtigen Druiden Melistius zu bannen. Erneut stieß auch Hexenjäger von Untergard seine Anschuldigungen aus und erneut manifestierte sich eine Form tödlicher Magie, die nur Melsitius und ansatzweise Himmelzauberer Schreiber wahrnahmen. Dieses Mal war der langgliedrige Priester des Feindes dagegen machtlos und Teile seiner verderbten Seele wurden buchstäblich entzogen. Normalen Sterblichen hätte dies wohl den Garaus gemacht, doch der von der Macht seiner Gottheit angeschwollene Chaospriester hielt sich geradeso am Leben...

Die Bogenschützen an Melistius Seite feuerten mit ihren treuen Bögen auf den mit grässlichen Trophäen behangenen Chaos-Streitwagen. Doch sämtliche Pfeile prallten an den eisernen Seitenwänden des Streitwagens oder den in gehärtete Stahlplatten gehüllten Chaosrossen ab...



Kriegsherr des Chaos Kharn konnte den unersättlichen Hunger und den Blutdurst der Schädelbrecher nicht länger im Zaum halten und es dürstete ihm selbst nach Blutvergießen und dem Getümmel der Schlacht. Die Schädelbrecher verließen die verteidigte Stellung und trampelten auf ihren dämonischen Molochen weiter gen Feind zu. Es wäre ohnehin töricht gewesen, das war selbst Kharn in seinem grenzenlosen Zorn klar, diese Maschinen des Todes und des Blutvergießens, diese hoch in der Gunst Khornes stehenden Ritter und ihre schweren dämonischen Reittiere nicht unmittelbar auf den Feind los zu lassen. Trotz ihrer wahnsinnigen Hingabe an den Blutgott, blieben die Blutplünderer und ihr angeschlagener Schlachtenpriester an Ort und Stelle und grölten laute Herausforderung in Richtung der Linien des Imperiums. Der Chaos-Streitwagen an ihrer Seite wurde von den Chaos-Wagenlenkern deutlich verlangsamt, so dass auch er nur langsam auf seinen stabilen Rädern weiter voran rumpelte. Die Schädelsammler genannten Zerfleischer schwenkten an die Seite der Blutplünderer und reckten ihr blutgetränktes Banner unter lauten Schreien in die Höhe...
 



Slaanesh, der Dunkle Prinz des Chaos, der bei den Norse unter den Namen Shornaal, Lanshor und Loesh bekannt ist, schien Notiz von der Schlacht zu nehmen. Ein verlockendes Lied hallte über das Schlachtfeld und verführte die Seelen einer Handvoll Schwertkämpfer und einiger Demigreifen-Ritter. Es war die Art des Dunklen Prinzen als schwächster der großen Chaosmächte seinen mächtigeren Widersachern die Seelen Sterblicher unter der Nase weg zu stehlen. Die donnernden Gesänge des demagogischen Schlachtenpriester erfüllte die Blutplünderer mit einer geistlosen Wut und ließ ihre Gliedmaßen wachsen und ihre Knochen hart werden. Als er nochmals einen dornigen Speer aus Blut in seiner Hand manifestierte und gen Ordensritter-Regiment schleuderte, ließ der Meisterzauberer des Imperiums innerhalb weniger Augenblicke eine Wand aus magischen Schlingpflanzen empor wachsen, so dass der Blutspeer daran wirkungslos zerplatzte. Der Schlachtenpriester rief darauf hin mit einem gebrüllten Gebet schemenhafte Dämonen herbei, die mit ihren beinahe substanzlosen Klauen die Ordensritter und ihre Schlachtrosse attackierten...
 



Die Ordensritter des Schweren Kavallerieregiments Prinz Karl von Altdorf waren bemüht die nebelhaften Dämonenerscheinungen abzuwehren und trieben ihre Schlachtrosse dabei langsam rückwärts. Ansonsten gab Meisterzauberer Melistius den Befehl die Stellungen weiter zu halten und keinesfalls weiter vorzurücken. Die erfahrenen Hellebardiere, die das Regiment der Fechtmeister Altdorfs begleiteten, rückten noch weiter an der rechten Flanke vor, um ihr Hauptregiment vor Angriffen durch die Truppen des Feindes abzuschirmen...
 



Melistius war sich im Klaren, dass er aktiv werden musste, um einem Frontalangriff der Legion des Chaos zuvorzukommen. Er bemühte die mächtigste Elementarmagie, die ihm zur Verfügung stand, und beschwor die Bewohner der Tiefe. Knorrige Elementarwesen wühlten sich um die Dämonenhorde des Feindes aus dem Boden, doch las der beinahe schamansich anmutende Priester des Feindes Bannformeln von einem Stück gegerbter Haut und ließ den gewirkten Animismus vergehen. Der Meisterzauberer wandte sich sodann um und ließ reinigende Lebenskraft in jene Demigreifen-Ritter fahren, die sich von dem dämonischen Lied korrumpieren ließen. Damit rettete Melistius womöglich auch ihre Seelen vor ewiger Verdammnis. Der Prietser des Feindes versuchte zwar, auch dieses Druidentum zu verhindern, doch gelang es ihm nicht. Erst der mentale Angriff von Hexenjäger Konrad von Untergard, den dieser anscheinend gänzlich unwissend ausführte, konnte der Demagoge des Khorne verhindern...

Erneut schossen die plänkelden Bogenschtzen auf den näher kommenden Chaos-Streitwagen, doch erneut erwiesen sich die Rüstung der Chaos-Wagenlenker sowie der Chaosrosse als zu undurchdringlich für die Pfeilspitzen, als das sie hätten Schaden nehmen können...
 



Die Schädelbrecher stießen im Blutrausch ihre Schlachtrufe aus, während Kharn sie und seinen kapitalen Bluthund an seiner Seite auf ihre Beute in Form der monströsen Kavallerie des Gegners zu trampeln ließ. Die furchteinflößenden Moloche schaubten Dampf und rissen mit ihren Hufen aus Messing Furchen in den Boden, als sie den Hang des vor ihn liegenden Hügels hoch stampften. Die restliche Legion des Chaos marschierte ebenfalls weiter voran. Zerfleischer, Blutplünderer und die Wagenlenker des eisenbeschlagenen Chaos-Streitwagens steuerten geradewegs auf die Linien des Imperiums zu und brüllten dabei unentwegt Huldigungen an ihren düsteren Blutgott...


Die Grenzen zwischen den sterblichen und dämonischen Ebenen wurden dadurch weiter geschwächt und noch mehr Dämonen, nackte karmesinrote Schlächter, strömten in die Welt der Sterblichen. Sie manifestierten sich unmittelbar hinter den Ordensrittern des Imperiums und machten sich bereit, Tod und Verderben über ihre sterblichen Widersacher zu bringen. Der riesige Schlachtenpriester stimmte erneut donnernde Gesänge an, doch bevor die Blutplünderer in unnatürliche Energien gebadet und dadurch gestärkt werden konnten, stieß der Meisterzauberer des Feindes einen erfolgreichen Bannzauber aus. Der wiederholt manifestierte Blutspeer in den Händen des Blutpriesters konnte dieses Mal jedoch nicht abgewehrt werden und so fuhr das widernatürliche Geschoss durch die Reihen der arglosen Ordensritter und spießte hintereinander mehrere von ihnen äußerst prunklos auf, so dass sie tödlich getroffen von ihren gepanzerten Reittieren stürzten. Weitere schemenhafte Dämonen konnte der Schlachtenpriester nicht manifestieren, da unmittelbar vorher bereits mehrere Zerfleischer den Schleier der Realität zerbrochen hatten. Doch der Schlachtenpriester brüllte ein weiteres Gebet, der den Rankenthrion des verhassten Meisterzauberers vergehen ließ...

Kharn brüllte eine wortlose Herausforderung unmittelbar bevor er und seine rücksichtslosen Schädelbrecher sich Hals über Kopf in das Getümmel des Nahkampfes stürzten. Ihr Ziel, die Demigreifen-Ritter des Imperiums, nahmen den Ansturm an der Spitze des Hügels stoisch und mit gezogenen Schwertern an. Ebenso nahm der Rittmeister des Inneren Zirkels der Altdorfer Greifengarde die Herausforderung des wütenden Kriegsherren des Chaos an. Kharn schwang seine schwere Axt beidhändig und in unirdischer Geschwindigkeit herum und grub sie nur Momente später tief in die Flanke des kapitalen Demigreifen, kurz bevor er mit dem gleichen Schwung das gepanzerte Bein des Rittmeisters
durchtrennt hatte. Dieser hatte dabei keine Chance auch nur sein Schwert zur Parade zu heben. Kreischend und im Todeskampf stürzte der monströse Demigreif zur Seite und begrub ihren schwer verwundeten Reiter unter sich. Schon im nächsten Moment war Kharns Bluthund auf der sterbenden Kreatur und grub seine messerscharfen Zähne durch den Rossharnisch des Demigreifs. Blutige Fetzen, Federn und Rüstungsteile flogen umher, als dem Rittmeister und seinem Reittier ein kurzes und extrem gewalttätiges Ende beschieden wurde. Schließlich schmetterten auch die Moloche der Schädelbrecher in die Demigreifen-Ritter. Voller Zorn zerhackten die brutalen Chaosritter mit ihren verzauberten und vor dunklem Feuer flackernden Äxten und Beilen einen der sich ihnen törichterweise in den Weg stellenden Demigreifen-Ritter. Selbst die durablen Plattenrüstungen der imperialen Ritter boten kaum Schutz vor dieser Gewalt und dieser mit zoringer Inbrunst geführten Waffen. Die verbliebenen Demigreifen attackierten die rasenden Angreifer, indem sie sie direkt ansprangen. Doch selbst ihre messerscharfen Krallen und kräftigen Schnäbel vermochten es nicht, die düsteren Panzer der Chaosritter oder die Hülle aus lebendem Eisen und Messing der Moloche zu durchdringen. Verzweifelt schlugen die Ritter des Inneren Zirkels, die im Angesicht des Angriffs schnell ihre Lanzen fallen gelassen hatten und ihre Schwerter und Streitkolben ergriffen hatten, auf die Angreifer ein, doch waren sie gar nicht in der Lage, im dichten Gedränge gegen die brutalen Angreifer einen wirklichen Treffer zu landen. Die massigen Moloche, die zum Teil Dämon und zum Teil verzaubertes Metall waren, rissen in ihrem mörderischen Ansturm einen der attackierenden Demigreifen zu Boden und zermalmten ihn unter ihren mit Eisen beschlagenen Hufen aus ächzendem Messing. Durch das rasende Beißen ihrer Messingschnauzen wurde ein weiterer Demigreif verwundet und schließlich wandten sich die verbliebenen Demigreifen-Ritter gänzlich deklassiert zur Flucht. Letztlich war es töricht gewesen, sich den Schädelbrechern, die einzig dafür leben, in Khornes Namen Blut zu vergießen, in den Weg zu stellen. Die mörderischen Ritter standen hoch in der Gunst des Blutgottes und sie hinterließen von ihren fliehenden Feinden nichts als eine Spur entstellter Leichen und einen Fluss aus vergossenem Blut, der langsam den leichenübersäten und von dämonischen Hufen versehrten Hügel hinab sickerte...
 



Der Rittmeister des Schweren Kavallerieregiments Prinz Karl von Altdorf brauchte keinen Befehl seines Generals und Kommandanten Melistius. Die Ritter des Imperiums hatten die Wahl zwischen Dämonen, die ihnen in den Rücken fallen wollten, und Dämonen, die von vorne stetig näher kamen. Es war kaum verwunderlich, dass die Ordensritter es vorzogen, mit eingelegter Lanze auf die gegnerische Schlachtreihe hinzu zu galoppieren. Hoch zu Ross jagten die Ritter donnernd über das Feld und glichen einer Lawine aus Stahl und Muskeln. Melistius begab sich durch das Regiment Schwertkämpfer der Fechtmeister Altdorfs und positionierte sich am Fuß des verfallenen Wachturmes hinter einer Mauer, um seine nicht immer nur friedvolle Jademagie mit voller Wirkung zu entfalten...
 



Der inittiale Versuch erneut den Rankenthron zu werschaffen misslang, als der Blutpriester der Legion des Chaos düstere Gebete sprach, die die magischen Ranken sofort erstarben ließen. Konrad Untergard, seines Zeichens Hexenjäger der Templar des Sigmar, fixierte den ketzerischen Priester und und formulierte seine todbringenden Anklagen, doch es schien den von chaotischer Macht angeschwollenen Hünen nicht zu kümmern. Melistius nutzte nun seine ganze Macht und beschwor einmal mehr knorrigen Elementarwesen, die sich um die menschlichen Blutplünderer aus dem Boden wühlten. Ihre stahlharten Finger bohrten sich in das Fleisch einer Viezahl dieser sadistischen Seefahrer und zog sie in die Tiefe zu einem unbekannten Schicksal. Auch der massig gewachsene Träger des Stammesbanners wurde mit Standarte schreiend in den Boden gezogen. Zwar war den Blutplünderern nichts wichtger als das schadenfrohe Streben nach Blutvergießen, doch als ihr eigenes Blut so reichlich floss, da brach Panik unter ihnen aus. Sie flohen Hals über Kopf weg vom Feind, denn letztlich waren sie bloße Sterbliche, auch wenn es den Bluttgott nicht kümmerte, wessen Blut floss...
 



Die Zerfleischer sprangen die heran galoppierenden Ordensritter an und stürzten sich kreischend auf sie. Die geschwärzten Klingen ihrer schartigen Eisenschwerter glühten vor abscheulicher Verzauberung. Manche der Klingen stießen ohne Mühe durch die auf Hochglanz polierten Plattenrüstungen und hinterließen nur verschrumpelte, leergesaugte Leichnahme. Doch manche Klinge wurde auch von den zwergengeschmiedeten Plattenpanzern abgelenkt oder aber fand den Weg an eine Schwachstelle der Rüstung. Erfüllt von frommem Eifer schwang Kriegerpriester Konstantin von Hammerstein seinen Kriegshammer und murmelte dabei Gebete an seinen Patron. Er traf zwar eine der dämonischen Ausgeburten mit voller Wucht zwischen den Hörnern, doch durch die anderweltliche Widerstandsfähigkeit der Kreatur ließ sie von diesem Angriff unangestastet. Mehrere Ritter fielen, bevor sie ihre schweren Lanzen überhaupt einsetzen konnten. Es wurden zwar auch einige Dämonen von spitzen Lanzen getroffen, durchbohrt und zu Boden geworfen, doch zumeist hielt ihre dämonische Aura sie in dieser Welt und ihre Verluste waren kaum erkennbar. Auch die Streitrosse der Ordensritter traten mit ihren eisenbeschlagenen Hufen nach den unnatürlichen Dämonen, deren Schuppenhaut schien jedoch geradezu undurchdringlich. Derartig deklassiert schwankten die Ritter des Inneren Zirkels und waren bemüht ihre Reittiere unter Kontrolle zu halten, als die Zerfleischer ihre Opfer in Stücke hackten und bei jeder Tötung laute Siegesschreie ausstießen, die über das Schlachtfeld hallten und die Seelen aller, die diese Laute vernahmen, erschauern ließen. Schließlich brach die Moral der Ordensritter und auch Konstantin von Hammerstein versagte der Mut, so dass sich das Schwere Kavallerieregiment Prinz Karl von Altdorf zur Flucht wandte und davon galoppierte. Die Auserwählten des Khorne sprangen hinter den flüchtenden Rittern her, nachdem sie von ihrem blutigen Handwerk und ihren in Stücke gehackten Opfern abgelasssen hatten, und spurteten den Flüchtenden mit kaum Abstand hinterher...


Die Schädelsammler, wie die Zerfleischer des Khorne auch genannt werden, spurteten unter ihrem blutgetränkten Banner und dicht auf den Fersen der Ordesnritter weiter voran. Diese galoppierte in wilder Flucht durch die Reihen der Miliz und der Stattstruppen des Imperiums, welche dem Angriff tapfer standhielten. Die Bogenschützen-Miliz schossen Pfeile gen dämonischer Angreifer und erlegte dabei einen der Schädelsammler, bevor diese auf den Schildwall der Schwertträger prallten. Die Hellebardiere an der rechten Flanke gingen in stoischem Drill unmittelbar zum Gegenangriff über und stießen in die Flanke der angreifenden Zerfleischer. Die plänkelnden Bogenschützen schützten die linken Flanke der Schwertträger und formierten sich zu dichten Reihen, als das erst kürzlich aufgetauchte Regiment Zerfleischer ebenfalls zum Angriff überging. Hinter ihnen kamen Kriegsherr Kharn und die schlachthungrigen Schädelbrecher auf ihren Dampf schnaubenden Molochen hinterher, als sie mit donnernden Hufen von der Seite auf die Hauptlinien des Imperiums einschwenkten. Der Chaos-Streitwagen fuhr an den angreifenden Zerfleischern entlang und seine Wagenlenker suchten eine Lücke in der Schlachtreihe, um ihre höllischen Schlachtrosse dort hin zu lenken und mit der ganzen knoschenbrechenden Wucht ihrer todbringenden Kriegsmaschine in die feinldichen Linien zu stoßen. Geblendet vom Schlachtenwahnsinn und im Angesicht des Gemetzels, welches die Schädelsammler anrichteten, sammelten sich die Blutplünderer wie ein Rudel versprengter Wölfe um ihren Blutpriester und heulten finstere Verheißungen an ihren dunklen Herrn...
 



Arakhar, besser bekannt als Khorne, schien verärgert, dass Kharn aktuell nicht im Getümmel des Schlachtens stand und nicht seine sterblichen Diener, sondern seine dämonischen Handlager das Blutvergießen dominierten. Der Blutgott ließ seinen Zorn an Kharn aus und das Blut in den Adern des Kriegsherrn begann zu kochen. Doch Kharns Wille war in den Feuern des Krieges geschmiedet und die Kraft seines Willens hatte ganze Legionen sterblicher Krieger und Dämonen an sich gebunden, so dass er sogar den ganzen Zorn Khornes schadlos abschüttelte und weiter auf den Feind zumarschierte. Der Schlachtenpriester gab sich in schreiender Verehrung dem Blutgottes hin, so dass die dämonischen Körper der Schädelsammler anschwollen und wie in blinde Berserkerwut verfielen. Ob dieser totalen, göttlichen Macht konnte auch der Meisterzauberer des Imperiums nur tatenlos zusehen...

Der Hauptmann des Imperiums namens Siegbert rammte die Armeestandarte in den harten Erdboden und zog sein durables Langschwert. Der erste Dämon, der des Schildwall der Fechtmeister Altdorfs erreichte, wurde von ihm mit einem wuchtigen Streich niedergestreckt, bevor dieser mit seiner Höllenklinge zustoßen konnte. Doch dann waren die anderen Zerfleischer heran und stürzten sich mit ihrer ganzen dämonischen Wut in den Schildwall. Zwei Zerfleischer gingen den Hexenjäger Konrad von Untergard an, doch dieser schwang seinen Degen und parrierte eine Höllenklinge nach der anderen. Die Schwertkämpfer wehrten zwar ebenfalls einige der Angriffe ab, doch fielen auch eine Handvoll von ihnen sowie von den herangeeilten Hellebardieren am seelenspaltenen Ende der Höllenklingen, von denen es heißt, dass sie aus Scherben von Khornes eigenem schwazen Herzen geschmiedet wurden. Siegbert wehrte gleichfalls alle Angriffe ab und gab stoisch Befehale zum Standhalten. Die Schwerkämpfer stießen mit ihren Schwertern nach den dämonischen Angreifern und konnten eine geringe Zahl ausschalten und in die Hölle zurückschicken, aus der sie gekommen waren. Die Hellebardiere hielten die Zerfleischer mit ihren Stangenwaffen auf Distanz, konnten aber keinem Dämon den Garaus machen. Konrad von Untergard schoss aus nächster Näher einem der Dämonen mit seiner barocken Pistole eine dreifach gesegnete Silbekugel in das raubtierhafte Gesicht, so dass dieser Zerfleischer in gleißende Flammen aufging und verging. Mit dem Mut der Verzweifelten und der Disziplin jahrelanger Übung hielten die Staatstruppen und Helden des Imperiums stand. Einige der Schädelsammler lösten sich sogar auf, als die dämonsiche Instabilität ihr Dasein in der Welt der Sterblichen je beendete. An der linken Flanke hielten indes die Milizen des Imperiums in ihrem wahnwitzigen Mut die Zerfleischer von einem Flankenangriff auf die Staatstruppen ab und bezahlten dies mit einem hohen Blutzoll...
 



Meisterzauberer Melistius hastete zum Eingang des verfallenen Turmes und sah in den Augenwinkeln, dass sich die Ordensritter von Schweren Kavallerieregiment Print Karl von Altdorf wieder sammelten und ihre Reittiere unter Kontrolle brachten, bevor sie sich zum Feind hin ausrichteten. Melistius schloss sich dem Kampfzauberer Casimir Schreiber an, der ihn finster anblickte. Casimir Schreiber, hatte, wie alle Magister des Himmelsordens, die Fähigkeit zur Präkognition und es schien, die in ihren Sternen stehende Zukunft sah nicht rosig aus...


Kaum war Melistius an der Spitze des Turmes angekommen, da schuf er einen wandelnden Thron aus Kletterpflanzen und Farnen, um auch im Turm seine Verbindung zur lebenden Welt zu stärken und zu erneuern. Doch der blutbesudelte Priester des Feindes kreischte ein krudes Gebet und die Magie des Lebens verging. Der Meisterzauberer hielt nicht Inne, sondern zapfte die Winde der Magie weiter an und erschuf einen Zauber der Erneuerung, der die Fechtmeister Altdorfs widerstandsfähiger machte...

Inmitten des Gemetzels stand Siegbert neben der Armeestandarte und schlug nach jedem Dämon, der ihm oder dem Banner zu nahe kam. Sein Schwert dampfte vor dämonischem Sekret, doch er erwischte zunächst keinen der Dämonen, die ihn wie Raubtiere vor dem Angriff umkreisten. Die Zerfleischer sprangen in die Reihen der Schwertkämpfer und Hellebardiere und erschlugen mehrere der tapferen Soldaten auf brutalste Art und Weise. Auch Hauptmann Siegbert spürte, wie eine Höllenklinge seine schwere Plattenrüstung durschlug und einen brennenden Schmerz verursachte, der geringere Menschen sofort von den Beinen geholt hätte. Konrad von Untergard durchbohrte einen der hervorschnellenden Dämonen mit seinem mit Gebeten gravierten Degen, so dass dieser unweigerlich gebannt wurde. Die Schwertkämpfer und Hellebardiere schlugen und stießen ebenfalls mit treuem imerialen Stahl auf die unnatürlichen Angreifer ein und schalteten mehrere der niederen Dämonen aus. Die Bogenschützen an der Seite verkauften ihr Leben teuer, doch wurden sie schließlich von den rasenden Dämonen in Stücke gerissen...



Meisterzauberer Melistius gab das Signal zum Rückzug, als der Kriegsherr des Chaos und die monströse Kavallerie des Gegners immer näher rückte. Während die Fechtmeister Altdorfs unter den Kommandos ihres Hauptmannes zum geordneten Abrücken übergingen, zögerte das Schwere Kavallerieregiment Karl Prinz von Altdorf und Kriegerpriester Konstantin von Hammerstein. Doch schließlich wandte sich die unter Sollstärke zusammengeschrumpfte Einheit Ritter des Imperiums ebenfalls zum Rückzug. Melistius beschwor eine undurchdringliche Dornenhecke zwischen den eigenen Truppen und jenen des Feindes, die diese zumindest für einige Zeit aufhalten würde. Zuletzt sah man lediglich noch Hexenjäger Konrad von Untergard, wie er dem Feind lauthals Anschuldigungen entgegenwarf und eine Pistole nach der anderen in ihre Richtung leer schoss, während unzählige rothäutige Dämonen auf ihn zu sprangen...

Kriegsherr Kharn brüllte vor Wut und vor Zorn, als er sah, dass ihm die Reste seiner Beute zu entfleuchen drohte und seine dämonischen Diener auf eine magisch erschaffene Hecke einschlugen und begannen an ihr empor zu klettern. Der Sieg war der seine, aber das Blutvergießen war für Kharn noch nicht abgeschlossen. Voll gewalttätiger Wut brüllte er eine donnernde Herausforderung, die über das Schlachtfeld hallte. Doch niemand nahm die Herausforderung an und niemand trat ihm in den Weg, denn all jene, die nicht bereits in Stücke gehackt und in den Staub getreten waren, waren geflohen. Zornerfüllt verdammte er alle Stämme und Reiche der Düsterlande zum Tod, damit sein ständiges Bedürfnis Blut zu vergießen, gestillt werde...

Mikael Hassenstein (Imperium) vs. Lasius (Hochelfen / Dunkelelfen)


Lehrmeister von Hoeth Lasius stand am Bug des Adlerschiffes Speer des Kurnous und beobachtete mit emotionsloser Miene, wie die Speerträger-Einheiten auf ihren Landungsboten zum nahen Strand übersetzten. An seiner Seite stand der mächtige Erzmagier Narnidur aus Saphery, der noch weit magiekundiger war, als Lasius selbst. Von ihm hieß es, dass er sämtliche Winde der Magie über viele Jahrzehnte des Studiums gemeistert hatte und ein wahrer Meister der Weißen Magie war. Mehrere der leichten Adlerklaue-Speerschleudern wurden gerade von ihren Besatzungen über Flaschenzüge vom Deck des Adlerschiffes auf mehrere weitere Landungsboote verbracht. Zuletzt begaben sich die elitären Phönixgardisten, Lasius neue Leibwache, sowie Lasius selbst und der Edle Caradan aus Caledor mit dem Armeebanner nebst Erzmagier Narnidur in die letzten Landungsboote und setzten zum Festland hinüber. Kein Wort wurde gewechselt, doch allen war die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst. Erneut waren die Menschen des Imperiums aufgetaucht, um den alten Magierturm und das Umland zu besetzen und für ihre kruden Vorhaben zu nutzen. Dies konnte und wollte Lasius nicht zulassen. Die Gebäude waren ein Erbe seines Volkes und stammten aus einer Zeit, als die Vorfahren der Menschen noch nicht einmal vollständig aufrecht gingen. Lasius wollte die Menschen auf einer Landzunge, die weit in den Schwarzen Golf hineinreichte, stellen und zurückschlagen. Es war die letzte Chance der Hochelfen, denn ein weiterer Rückzug würde unweigerlich auf das Meer herausführen und dies galt es im Namen von Asuryan zu verhindern...
 
Lehrmeister von Hoeth Lasius


Erzlektor Hassenstein hatte sich mit seinen Truppen erneut weit gen Westen hervorgewagt. Er wollte diese Region unbedingt in Besitz nehmen, auch wenn neuerdings eine Legion des Chaos von Norden her das Kernland des Imperiums bedrohte und auch die Situation an der Ost- sowie Südgrenze alles andere als befriedet war. Zwar waren Vorstöße der Dunkelelfen in diesem Monat ausgebleiben und auch die wilden Grünhäute und Oger hatten keinen Angriff gewagt, aber Hassenstein vermutete, dass das sicherlich nur eine temporäre Ruhephase war. Der Erzlektor wollte die Hochelfen ein für alle Mal von diesem Landstrich vertreiben und sie zurück in den Ozean stoßen, von dem her sie gekommen waren. Begleitet wurde Hassenstein von einer Vielzahl Zauberer der Magieakademien, die allesamt weniger ein Interesse an dem Land an sich hatten, aber ausgesprochen begierig waren, sich die alten Ruinen und Türme der Elfen näher anzuschauen, denn sie vermuteten wohl allerlei magischen Tand und geheimes Wissen in ihnen. Dies war auch der Grund, warum Hassenstein einen Hexenjäger vom Orden der Templar des Sigmar an seiner Seite hatte. Dieser sollte den Magistern äußerst genau auf die Finger schauen und jedweden Verdacht auf Ketzerei und Korruption entsprechend vergelten. Schließlich waren die Elfen bekannt für ihre Selbstüberschätzung und ihr Spiel mit Mächten, die sie weit übertrafen, und diesen schädlichen Einfluss wollte Hassenstein nicht in den eigenen Reihen sehen...

 

Erzlektor Mikael Hassenstein


Es war eine schmale Landzunge, an der die beiden Armeen aufeinander trafen. Zu beiden Seiten stieß die kalte Brandung des Schwarzen Golfes auf das Festland und ließ für weite Flankenbewegungen keinen Raum. Dies schränkte insbesondere die Streitmacht des Imperiums ein, da sie zahlenmäßig erneut deutlich überlegen war. Die Hochelfen hatten zugelassen, dass das Imperium einen der vielen sekundären Magiertürme dieser Gegend bereits vor der Schlacht besetzen konnte, und einige Pistolenreiter stießen sogar bereits in ein kleines Waldstück jenseits davon vor. Dafür nutzte die Armee der Hochelfen die nahen Gebäude und Hindernisse hinter dem kleinen Waldstück effektiv als Verteidigungsstellung, während die Truppen des Imperiums noch um eine Tempelanlage und einen Altar des Khaine, des Kriegsgottes der Elfen, herummanövrierten...
 

Mikael Hassenstein (Imperium) vs. Lasius (Hochelfen / Dunkelelfen) [Schlacht um den Pass - B1]


 


Mit einem gellenden Kreischen stieß der Frostherz-Phönix im Tiefflug über die Gebäude hinweg und landete unmittelbar vor dem zentralen Waldstück. Eine bereits weit vorgerückte Vorhut aus Elyrianischen Grenzreitern stieß ebenfalls in hoher Geschwindigkeit vor und galoppierte an der äußerst rechten Flanke durch die flache Brandung. Die Seegardisten der einen Adlerklaue-Speerschleuder hievten indes ihre Kriegsmaschine in den kleinen Wachturm des verlassenen Dorfes, der im Vergleich zum hohen Magierturm geradezu winzig wirkte. Mehrere Schattenkrieger waren zuvor durch die flache Brandung getaucht und pirschten nun im Rücken der Armee des Imperiums in ein verlassenes Haus...
 



Lehrmeister Lasius hatte in den letzten Wochen viele der alten Schriften aus den Magiertürmen der Umgebung studiert und eine Unzahl an mächtigen Zaubern vorbereitet, die sein normales Repertoire an Zaubersprüchen um einiges überstiegen. Noch waren die Truppen des Imperiums recht weit entfernt, aber Lasius zog Stränge zerstörerischer Feuermagie zusammen. Der geballte Wind des Aqshy ließ die Luft um die schwer gepanzerte Infanterie des Imperiums flimmern, doch der morbide Meisterzauberer der Menschen stieß den Wind wieder auseinander, bevor er sich zu einer lodernden Feuersäule inmitten der elitären Soldaten manifestieren konnte...

Kaum hatten die kundschaftenden Schattenkrieger das verlassene Haus betreten und sich an Fenstern und Türen positioniert, da ließen sie schon einen Pfeilhagel in den Rücken der Reiter des Imperiums, die mit großen, langläufigen Schwarzpulverwaffen bewaffnet waren, niedergehen. Zwei der Kavalleristen stützen tödlich getroffen aus dem Sattel und ihre Kameraden gerieten in Panik, ob des unerwarteten Angriffs aus dem Rücken. Dabei ritten sie blindlings auf die Linien der Hochelfen zu. Von dort feuerten die Seegardisten gerade ihre Kriegsmaschinen ab und ein Hagel aus massiven Bolzen ging auf die Armee des Imperiums nieder. Einer der schweren Bolzen traf mit voller Wucht einen der arkanen Kriegsaltäre der imperialen Armee, welcher zwischen den umgebenen Infanterieeinheiten herausragte, und schmetterte ein großes Loch in die Außenwand des stabilen Fuhrwerks. Eine Salve aus Bolzen fuhr im beinahe gleichen Moment in die eng gestaffelten Reihen der Hellebardiere des Imperiums und tötete dabei immerhin einen ungläcklichen Soldaten. Die nah an genau diese unter Beschuss stehende Einheit heran golppierten Elyrianischen Grenzreiter zogen noch in der Bewegung ihre Bögen und feuerten ebenfalls in die aufgereihten Staatstruppen des Imperiums. Eine ganze Handvoll Menschen starb niedergestreckt durch diese wohlplatzierten Pfeile...
 



Erzlektor Hassenstein gab von der Kanzel seines Kriegsaltars den Befehl zum Vorrücken. Es behagte ihm nur bedingt seine massierte Infanterie durch das unwirtliche Gelände und das Speerfeuer der elfischen Kriegsmaschinen zu schicken, aber letztlich blieb ihm keine andere Wahl und er war überzeugt, Sigmar würde schon über sie wachen. Die Pistolenreiter ignorierten das fliegende Monster am Waldesrand und trabten unbekümmert näher an die Linie des Feindes und ihre Kriegsmaschinen heran. Die eigentlich viel erfahreneren Schützenreiter galoppierten noch immer panisch gen Schlachtlinie der Hochelfen. Dicht hinter ihnen marschierten die zahlreichen Schwertkämpfer unter Führung von Hauptmann Kasper von Silenen und begleitet von Meisterzauberer Kurt von Draken sowie Hexenjäger von Hertenstein voran und schwenkten schließlich etwas nach links ein. Das beschädigte Celestische Orkanium folgte ihnen rumpelnd. Den Schwertkämpfern vorausgeeilt war eine draufgängerische und leicht angetrunkene Abteilung aus Freischärler-Miliz. Zu ihrer Linken weiter im Zentrum der Schlachtlinie bewegte sich das Luminarium des Hysh, ein weiterer arkaner Kriegsaltar, in ihre Richtung, um das unwegsame Gelände des zentralen Waldes zu umgehen. Die Bihandkämpfer an ihrer Seite marschierten geradewegs in das zentrale Waldstück. Auf diesem Weg würde der elitäre Kampfverband den Feind am schnellsten erreichen können und zudem boten die Bäume womöglich eineen gewissen Schutz vor dem präzisen Beschuss der Hochelfen. Hassenstein leknte seinen Kriegsaltar zwischen Bihandkämpfer und Luminarium des Hysh, während er immer lautere Gebete predigte. Die schwer unter Beschuss stehenden Hellebardiere der Südlichen Torwache schwenkten um den Tempel der Helden und hielten dabei direkt auf die leichte Kavallerie des Gegeners am Rande der Brandung zu. Meistertechnicus Bernd Falkenstein befahl der Besatzung der Höllenfeuer-Salvenkanone, ihre Kriegsmaschine auf das Gelände des nahen Tempel zu schieben und dort zu platzieren, was diese auch sogleich tat. Einige plänkelnde Bogenschützen begaben sich in Begleitung von Lichtzauberer Volkwin Luitpoldus hinter ihrem Hauptregiment her, in der Hoffnung der Kampfzauberer könnte selbigem im Kampf magisch beistehen...




Es war jedoch der mächtige Meisterzauberer Kurt von Draken vom Amethystorden, der sich die Winde der Magie voll zunutze machte. Er beschwor die Geister von Verstorbenen und ließ sie die in verzierte Rüstungen gehüllten Elitekrieger der Elfen, die das Zentrum der Schlachtlinie hielten, bestürmen, um ihnen ihre Entschlossenheit zu rauben. Nur einen kurzen Moment später griff der blaße Meisterzauberer mit seiner ebenholzfarbenen Hand nach dem magiekundigen General der Feindesarmee, der sich in den Reihen dieses Gardistenregiments befand. Durch seine grauenhafte Magie versuchte Kurt von Draken, dem feindlichen Kommandanten die Seele zu entziehen. Dieser erkannte die Gefahr, in der er sich befand, da ihm diese Form der Seelenernte nur allzu bekannt war, und so bannte er die düstere Amethystmagie kurzerhand...

Ihre Pistolen bereits im Anschlag feuerten die jungen Adligen des Pistolierkorps einen Kugelhagel auf die Besatzung einer der Speerschleudern. Die Elfen waren jedoch geschickt genug, hinter ihrer grazilen Kriegsmaschine Schutz zu suchen, so dass die wenigen genau geschossenen Projektile an dieser abprallten. Die gewitzten Bogenschützen schossen ihre Pfeile auf die leichte Kavallerie des Feindes, die ihrem Hauptregiment durch Pfeilbeschuss so zugesetzt hatte. Ihre eigenen Pfeile gingen jedoch alle fehl, denn letztlich war ihr Schussfeld außerordentlich schlecht. Meistertechnicuss Berd Falkenstein fluchte laut, als er gewahr wurde, dass die Großkanone eine Fehlzündung erlitten hatte. Anscheinend hatte die feuchte Witterung hier direkt am Schwarzen Golf das Schießpulver durchnässt. Jedenfalls zündete die Pulverladung nicht und mit lauten Rufen wies er die Artilleristen an, sie wieder vorsichtig herauszukratzen. Das würde unnötig Zeit brauchen und Bernd Falkenstein ärgerte sich, dass er so viel Zeit beim Anweisen der Besatzung der Höllenfeuer-Salvenkanone verschwendet hatte...
 



Die Ellyrianischen Grenzreiter sahen, dass sich die ungestümen Reiter der Imperiumsarmee bereits äußerst weit vorgewagt hatten und die eigenen Kriegsmaschinen unter Feuer genommen hatten. Der Herold der Grenzreiter führte sie in einen schnellen Angriff gen Flanke der leichten Kavallerie des Imperiums. Die feindlichen Kavalleristen erkannten die Gefahr, in der sie sich befanden, wendeten ihre Streitrosse und gaben ihnen die Sporen. Hals über Kof flohen sie entlang der Schlachtlinie vor ihren Angreifern. Die Ellyrianischen Grenzreiter lenkten ihre schnellen Elfenrosse daraufhin kurzerhand herum und preschten mit gesenktem Reitspeer direkt auf die näher rückenden Hellebardiere des Feindes zu. Die Speerträger inmitten der sie umringenden Gebäude sahen die vor ihnen entlangreitenden Kavalleristen des Gegners und versuchten diese ebenfalls anzugreifen und im Kampf zu stellen. Die geschickten Hochelfen-Milizionäre liefen mit Speer im Anschlag zwischen den eng stehenden Häusern entlang und hätten die Reiter sogar beinahe erreicht, doch ritten diese in waghalsiger Geschwindigkeit weiter davon. Der Frostherz-Phönix wurde sich nun auch dieser lästigen Menschen bewusst und stieß mit einem gellenden Kreischen auf sie hinab. In halsbrecherischem Tempo versuchten die Reiter auf ihren Rossen zu entkommen. Einer stürzte im Unterholz des nahen Waldstückes und brach sich und seinem Reittier dabei das Rückgrat. Der Frostherz-Phönix fuhr unerbittlich nieder und riss Reiter aus Sätteln und stieß Streitrosse wie Spielzeuge durch die Luft, bis er schließlich unmittelbar vor den ebenfalls panischen Reitern des Feindes mit den langen Musketen landete...
 



Lehrmeister Lasius wollte dem aufdringlichen Zauberer der Menschen eine Lehrstunde in Amethystmagie geben und so beschwor er ebenfalls die Geister Verstorbener und hüllte den Zauberer und seine ihn begleitende Einheit in eine Finsternis der Verzweiflung, um auch sie ihrer Entschlossenheit zu berauben. Der düstere Zauberer in den Reihen der Schwertkämpfer wusste jedoch um die befürchtete Wirkung dieses Zaubers auf die Moral der Soldaten und bannte die ihm wohlbekannte Nekromantie mit nur geringer Anstrengung. Ohne erkennbare Emotion versuchte Lasius daraufhin, dem Todeszauberer seine verderbte Seele zu entreißen, so wie dieser es zuvor selbst bei ihm versucht hatte. Die Phönixgardisten in Lasius unmittelbarer Nähe wichen alle einen Schritt von ihrem Lehrmeister, als die tödliche Amethystmagie um ihn herum beinahe spürbar wurde. Der Zauberer der Menschen war machtlos, diese Magie zu bannen und so machte er sich bereit, dem mentalen Angriff durch reine Geisteskraft zu widerstehen. Der Geist eines Amethystzauberers ist selbst für die Verhältnisse von Zauberern der Magieakademien besonders willensstark und so gelang es ihm gerade so eben dem Seelenraub nicht zum Opfer zu fallen. Die überschüssige Magie dieser machtvollen Zauberei führte zu einer katastrophalen Explosion um Lehrmeister Lasius, die ihn selbst schwer zusetzte. Die Krieger der Phönixgarde waren im Vorfeld gerade weit genug von ihm abgerückt gewesen, so dass sie erstaunlicherweise komplett schadlos blieben, und schlossen schließlich in geräuschloser Präzision wieder die Formation...

Die Adlerklaue-Speerschleudern schossen erneut in rascher Abfolge Bolzen auf das große Gefährt mit dem Stellarium, welches ständig von den Himmelswinden des Azyr umgeben war. Einer der Bolzen schlug in der vorderen Kanzel des Kriegsaltars ein und überzog einen der Akolythen an Bord mit einem Hagel aus scharfkantigen Splittern. Die Besatzung einer weiteren Adlerklaue feuerte dank der ausgeklügelten Mechanik der Speerschleuder eine Salve aus sechs Bolzen gen zentrales Regiment aus schwer gepanzerten Kriegern des Imperiums. Doch die Deckung des Waldes war wohl gewählt und alle Geschosse verfingen sich im Geäst der Bäume oder schlugen in deren Stämme ein, ohne die Menschen zu verwunden. Die Schattenkrieger aus dem Königreich Nagarythe feuerten auf das bereits arg malträtierte Fuhrwerk mit dem Stellarium, doch die schwarzbefiederten Pfeile blieben ohne Wirkung im festen Holz des Streitwagens stecken...

Die Ellyrianischen Grenzreiter stießen mittlerweile direkt in die kompakte Formation der Hellebardiere des Feindes. Es war ein sehr aggressiver Angriff, an der Grenze zur Tollkühnheit, da sich die Infanterie des Imperiums in einer deutlich überlegenen Aufstellung befand. Die wohlplatzierten Speerstiche der jungen und tapferen Reiter richteten maximalen Schaden an und eine Vielzahl der Hellebardiere wurde tödlich verwundet. Die edlen Rosse der begabten Grenzreiter traten ebenfalls auf die Infanteristen ein, aber diese waren ausreichend gerüstet, um dem zu widerstehen. Die menschlichen Soldaten schwangen in verzweifelter Gegenwehr ihre schweren Stangenwaffen und rückten den jungen Kriegern der Hochelfen aus ihrer Phalanx heraus zu Leibe. Eine Handvoll der Ellyrianischen Grenzreiter wurde dabei vom Pferd getrieben und ausgeschaltet. Der Druck auf die Formation der Menschen war immens, aber sie hielten im Angesicht der nahen Statuen gefallener Könige und Helden stand, denn sie spürten deren kühnes und unerschrockenes Wesen geradezu noch immer...
 



Erzlektor Hassenstein sah, dass sich der monströse Phönix der Hochelfearmee in seiner Zerstörungswut weit herausgewagt hatte und dass alleine das Luminarium des Hysh in seiner unmittelbaren Nähe die Chance hatte, es schnell zu erreichen. Er befahl den Akolythen des Lichtordens lauthals den riesigen Eisvogel des Gegners anzugreifen. Die Akolythen blickten für einen Moment irritiert gen Kampfzauberer Luitpoldus, doch als dieser nickte, steuerten die Schüler ihren schweren Streitwagen schnell voran, an Freischärlern und Schwertkämpfern vorbei und in den Rücken des eisigen Phönix. Die Freischärler-Miliz lief weiter vorwärts in die Nähe des Waldstückes, welches die vorderste Reihe des Regiments Bihandkämpfer nun beinahe komplett durchquert hatte. Das in breiter Formation weiter voranschreitende Regiment Schwertkämpfer schwenkte wieder geradewegs auf die Linien der Hochelfen zu, während das leicht lädierte Celestische Orkanium zum hinteren Ende ihrer rechten Flanke aufschloss. Erzlektor Hassenstein selbst lenkte seinen Kriegsaltar des Sigmar im Schatten der Bäume gen linke Flanke des Staatsregiments. Die Bogenschützen um Kampfzauberer Volkwin Luitpoldus schritten an die Flanke ihres im Kampf befindlichen Hauptregimentes und bereiteten sich vor, diese zu unterstützen...
 



Meisterzauberer Kurt von Draken ignorierte den stechenden Blick von Hexenjäger von Hertenstein der augenscheinlich nicht angetan von all den umherschwirrenden Geistern war und dem Todeszauberer dafür die Verantwortung gab. Dass die Grenze zur Nekromantie dadurch deutlich überschritten war, kümmerte den Meisterzauberer scheinbar keineswegs. Vielmehr nutzte er die Winde des Shyish, um Laniph, eine arabianische Hexe, deren glühende Leidenschaft nur von ihrer Launenhaftigkeit übertroffen wurde, aus der Totenwelt herbeizurufen. Diese amethystfarbene Erscheinung begann den General der Hochelfen zu umschließen, der daraufhin verzweifelt versuchte das ätherische Wesen abzuwehren. Der Erzmagier an seiner Seite wollte einen schnellen Bannzauber formulieren, um das aufdringliche Geistwesen zu bannen, doch gelang es ihm nicht. Erst als die Arme des Lehrmeisters umhüllt von violettem Licht zu atrophieren begannen, konnte der Erzmagier die geisterhafte Hexe vertreiben. Der Lehrmeister stürzte dennoch leblos in sich zusammen. All das dauerte nur wenige Augenblicke und Meisterzauberer Kurt von Draken war kaum mit seinem Zauber fertig, da griff er mit seiner knochigen Hand nach dem entsetzten Erzmagier der Hochelfen. Diese ergriff schnell eine Schriftrolle, die an seinem Gürtel hing, las lauthals die arkanen Silben darauf und ließ die grauenhafte Magie schadlos entfleuchen, bevor sie ihm seine Seele entreißen konnte...

In einem knatternden Geschosshagel von ohrenbetäubender Lautstärke feuerte die Höllenfeuer-Salvenkanone aus allen Rohren auf die grazile Kriegsmaschine der Hochelfen in ihrem Schussfeld. In einem Feuersturm bleiernen Verderbens vergingen sowohl die Speerschleuder als auch die elfische Besatzung. Die Bogenschützen versuchten aus dem Wald heraus noch einzelne Speerträger der Hochelfen zwischen den Häusern herauszupicken, doch trafen sie keinen von ihnen...

Das Luminarium des Hysh prallte in den Rücken des blaugefiederten Phönix, doch dessen natürlicher Eispanzer war hart wie Glas und widerstand dem Aufprall. Die Akolythen und auch die Streitrosse waren wie gelähmt aufgrund der ausstrahlenden Kälteaura, so dass der Phönix seinen stahlharten Schnabel in ihren arkanen Kriegsaltar bohrte, bevor sie überhaupt reagieren konnten. Ihre Schläge und Tritte waren ohnehin kaum in der Lage, den Phönix zu verwunden, doch der überraschende Angriff trieb das Monster zur Flucht, so dass es sich auf seinen großen Flügeln in die Luft erhob und aufs offene Meer herausflog. Das Luminarium polterte noch bis zum Rand der Brandung weiter, bevor es im seichten Wasser stehen blieb...
 

 


Die Speerträger bemannten eines der Gebäude und bereiteten sich auf einen Sturmangriff des Gegners vor. Ansonsten blieben die Truppen der Hochelfen an Ort und Stelle und warteten ab, dass die Streitkräfte des Imperiums weiter vorrückten...


Erzmagier Narnidur war entschlossen das augenscheinliche Ableben des Lehrmeisters zu rächen und ließ mit einem einzigen, geheimen Wort tosendes Feuer inmitten der Schwertkämpfer des Imperium ausbrechen. Das Fleisch der Soldaten begann zu brennen und über die Hälfte der Soldaten des großen Regimentes verging innerhalb weniger Augenblicke. Hexenjäger von Hertenstein vergoss um sich herum hastig geweihtes Wasser aus der Kathedrale von Altdorf und es schien fast so, als wären die Staatstruppen um ihn herum weniger Anfällig für die lodernden Flammen...




Selbst über die tosenden Flammen konnte das Surren der abgeschossenen Bolzen der Adlerklaue-Speerschleudern vernommen werden. Zielgenau flogen die präzisen Projektile auf das bereits beschädigte Gefährt mit den Akolythen der Himmelsakademie zu. Die gehärteten Spitzen aus Ithilmar-Stahl bohrten sich mühelos durch das dicke Holz des Arkanen Kriegsaltars und verletzten dessen Besatzung schwer. Das zerschmetterte Fuhrwerk brach schließlich inklusive Aufbauten in einem Regen aus Holzsplittern in sich zusammen und begrub die tödlich verwundeten Akolythen des Ordens unter sich. Lediglich die verängstigten Streitrosse galoppierten panisch davon und zogen verbliebene Teile ihres Geschirrs hinter sich her. Mit gezielten Schüssen ihrer Langbögen schalteten die Schattenkrieger indes aus ihrem Haus heraus einige weitere Schwertkämpfer aus...

Die Ellyrianischen Grenzreiter kämpften weiter tapfer gegen die zahlenmäßig überlegenen Hellebardiere und den geschickten Reitern gelang es noch immer, sich nicht umringen und von der schieren Masse der Infanterie überrennen zu lassen. Mit schnellen, präzisen Speerstößen und Schwertstreichen schalteten sie gezielt jene Menschen aus, die sich zu weit aus ihrer kompakten Formation und somit dem Schutz ihrer Kameraden herauswagten. Den Hellebardieren gelang es im Umkehrschluss nicht auch nur einen einzigen der wendigen Kavalleristen zu stellen und zu erschlagen, da diese sich immer wieder aus der Reichweite ihrer schweren Stangenwaffen bewegten...
 

 


Aus der Deckung des Waldes heraus stürmte das Bihandkämpfer im Zentrum des Schlachtfeldes auf den zentralen Wachturm zu, den die Besatzung einer Kriegsmaschine der Hochelfen besetzt hielt. Die Abteilung Bogenschützen, die Kampfzauberer Luitpoldus begleiteten, griffen die Leichte Kavallerie des Gegners, die sich noch immer im Kampf mit ihrem Hauptregiment befand, in die Flanke an, um diesem im blutigen Handgemenge zur Seite zu stehen. Weiter an der rechten Flanke formierten sich sowohl das ausgedünnte Hauptregiment Schwertkämpfer als auch ihre Abteilung Freischärler zu einer kompakteren Formation um und marschierten im Takt ihres Trommlers weiter gen Linie des Feindes. Mikael Hassenstein fuhr auf seinem Kriegsaltar des Sigmar hinter den Milizionären her und predigte dabei unentwegt Gebete und Litaneien des Hasses. Kurz vor den Linien der Hochelfen bemerkten die fliehenden Schützenreiter, dass ihre unüberlegte Flucht sie direkt in die aufgepflanzten Speere der Hochelfen treiben würde und so schafften sie es nur wenige Meter vor dem Feind, ihre panischen Streitrosse zu zügeln. Meisterzauberer von Draken verließ die Reihen des Regiments Schwertkämpfer, womöglich in Vorahnung, dass diese bald von der schweren Infanterie der Hochelfen angegangen werden würden. Das Luminarium des Hysh wendete in einem engen Bogen und rollte an die Seite der Schwertkämpfer. Die Akolythen an Bord hatten die Hoffnung, dass die schützende Aura des Lichts, die von der arkanen Konstruktion ausgestrahlt wurde und das Luminarium umgab, sich schützend um die Soldaten legen würde und sie vor den destruktiven Hochmagie des Erzmagiers bewahren würde...
 



Doch zunächst war es an Meisterzauberer Kurt von Draken seine machtvolle Todesmagie zu wirken. Er sprach einen tödlichen Fluch, der den Namen Bjunas Schicksal trug, auf den Erzmagier der Hochelfen aus. Dieser unheilvolle Zauber hätte den Kommandanten der Hochelfen auf unangenehme Weise töten können, doch bannte er höchst selbst die Magie und bewahrte sich vor einem unrühmlichen Ende. Doch nur Momente später rief Meisterzauberer von Draken erneut die arabianische Hexe Laniph aus dem Reich der Toten herbei und ließ sie auf den Erzmagier los. Dieser wurde von dem Geist schlicht überwältigt und schreiend in den Tod gerissen...

Das klagende Schreien des Erzmagiers wurde erst von dem lauten Kanonenschuss der Großkanone auf der Spitze des Magiertrums übertönt. Mit herausragender Präzision prallte die massive Kanonenkugel direkt hinter der dicken Hecke an der Linie der Hochelfen auf und zerschmetterte auf ihrem Weg zwei der grazilen Speerschleudern nebst Besatzung. Meistertechnicus Bernd Falkenstein nickte am Fuß des Turmes anerkennend gen Artilleristen über ihm. Die Höllenfeuer-Salvenkanone in unmittelbarer Nähe zu ihm knatterte ebenfalls ihren Geschosshagel gen Feind. Mehrere Projektile schmetterten in die marode Hauswand der nahen Behausungen und den Geräuschen nach zu urteilen gab es auch Verluste bei den Speerträgern der Hochelfen im Inneren des Gebäudes...

Die schwergerüsteten Infanteristen des elitären Kampfverbandes Bihandkämpfer stürmten das Nachbargebäude und trafen dabei auf die Seegarde-Besatzung der Hochelfen. Ein Gardist stieß dem ersten grimmen Kämpen beim Eintreten das Schwert in die Brust, bevor seine zahllosen Kameraden der Kriegsmaschinen-Besatzung den Garaus machten und das Gebäude übernahmen. Die leichten Kavalleristen der Hochelfen töteten weiterhin Hellebardier für Hellebardier und auch die angreifenden Bogenschützen mussten einen Blutzoll für ihren waghalsigen Angriff zahlen. Doch forderten ebenso die schweren Hellebardenklingen ihren Tribut unter den behänden Reitern, selbst wenn deren Schuppenpanzer zumindest vor den kruden Knüppeln und Langdolchen der Bogenschützen ein wenig Schutz boten...
 

 


Nachdem sowohl Lehrmeister Lasius als auch Erzmagier Narnidur ausgeschaltet waren, war es am Edlen Caradan aus Caledor, dem Träger der Armeestandarte, das Kommando über die arg bedrängte Streitmacht der Hochelfen zu übernehmen. Caradan war ein heißblütiger Krieger, der ein entfernter Neffe von Prinz Imrik von Caledor war, und ein Veteran vieler Schlachten. Ohne zu zögern befahl er der stillen Phönixgarde den Angriff auf den sich stetig nähernden Feind. Aus dem Schutz des verteidigenden Hindernisses stürzten die Wächter des Schreins von Asuryan voran, ohne dabei auch nur einen Ton von sich zu geben. Ihr entschlossener Angriff führte sie direkt auf den größten Pulk Soldaten des Imperiums zu. Beinahe zum gleichen Zeitpunkt griff das Milizregiment Speerträger an ihrer Seite die verblüfften Schützenreiter des Imperiums an, die sich direkt vor ihnen gesammelt hatten. Auch die Speerträger aus dem nahen Gebäude verließen selbiges und wandten sich in geordneter Formation dem entbrennenden Handgemenge im Zentrum der Schlacht zu...
 



Alle Hochelfen haben eine angeborene Affinität zur Magie und so waren die grimmen Phönixgardisten in der Lage den düsteren Fluch, der auf ihnen lastete und sie unentwegt mit den Erscheinungen von Geistern der Verstorbenen peinigte, zu brechen...

Die Schlinge um die Ellyrianischen Grenzreiter zog sich langsam zu, als die Hellebardiere und die Bogenschützen immer näher an sie heranrückten und sie immer mehr umzingelten. Weitere der jungen Reiter wurden schmucklos von ihren Elfenrossen gezogen und erstochen oder erschlagen. Allzu waghalsige Menschen wurden bei ihrer Annäherung zwar mit schnellen Schwertstreichen und Speerstößen ausgeschaltet, aber der Druck auf die leichten Kavalleristen war immens. Lediglich der Blick auf die nahen Statuen der Elfengötter am Tempel der Helden inspirierte die Reiter derart, dass sie jeden Gedanken an Flucht vergaßen. Die Phönixgarde erreichte schließlich mit hocherhobenen Hellebardenklingen die Reihen der gegnerischen Schwertkämpfer. Unmittelbar zuvor trat jedoch der grimmige Hexenjäger der Menschen aus den Reihen der gewöhnlichen Soldaten und sprach eine anklagende Herausforderung in seiner Sprache, während er seine Pistole auf den Edlen Caradan richtete. Ohne zu zögern schwang der Hüter der Flamme seine große, zeremonielle Hellebarde und spaltete den törichten Hexenjäger mit einem schnellen, wohl gezielten Hieb entzwei, bevor dieser irgendwie reagieren konnte. Der Edle Caradan schwang ebenfalls sein fein ziseliertes Schwert, während er die Armeestandarte im festen Griff hielt, und schaltete einen Schwertkämpfer der Menschen mühelos aus. Die Phönixgardisten taten es ihm in stiller, tödlicher Präzision gleich. Zwar rannten laut grölende Freischärler-Milizen noch in die Flanke des Regiments der Erwählten Asuryans, um ihrem Hauptregiment im Kampf zur Seite zu stehen, doch die Elite der Hochelfen war erbarmungslos. Beinahe sämtliche Freischärler wurden innerhalb weniger Augenblicke ausgeschaltet, doch die Schwertkämpfer, die ihr eigentliches Angriffsziel gewesen waren, traf es noch viel härter. Wie ein glühendes Messer schnitten sich die Wächter des Schreins von Asuryan durch die Reihen der deklassierten Menschen, denen weder Schild noch Kettenhemd Schutz vor den unerbittlichen Angriffen bot. Verzweifelt stießen die geübten Schwertkämpfer ihre Waffen gen Angreifer, doch diese waren durch ihre schweren, verzierten Rüstungen gut geschützt und zusätzlich durch den übernatürlichen Schutz ihrer Gottheit gesegnet, so dass sie letztlich keinerlei Verluste zu erleiden hatten. Das gab den Schwertkämpfern endgültig den Rest und ihre Moral brach in sich zusammen, obgleich ihr Feldwaibel verzweifelt versuchte, seine Mannen im Kampf zu halten. Erbarmungslos setzten die Phönixgardisten hinterher und metzelten, ohne dass ein Wort ihre Lippen verließ, die fliehenden Menschen dahin. Der Meisterzauberer in unmittelbarer Nähe war zwar ein morbider Zeitgenosse und hatte eine enge Bindung zu allem Vergänglichen, doch dieses Gemetzel ließ selbst ihn in Panik ausbrechen und mit flatternden Roben vor den Elfen davon laufen...
 

 


Erzlektor Hassenstein beobachtete all dies mit einem unzufriedenen Stirnrunzeln, doch den Schwertkämpfern konnte er nicht mehr helfen und er musste zusehen, dass er sich nicht in die Defensive drängen ließe und das Heft des Handels über den Schlachtverlauf aus der Hand geben würde. Er befahl den Akolyten des Luminarium des Hysh den Angriff auf die Speerträger der Hochelfen. Er selbst wollte direkt nachsetzen, doch selbst die abgebrühten Streitrosse seines Kriegsaltars des Sigmar scheuten im Angesicht des Blutbades in ihrer Nähe. Das große Elitekorps Bihandkämpfer verließ in ihrer ureigenen Disziplin den zuvor eroberten Wachturm und wandte sich den Speerträger-Milizen der Hochelfen in kompakter Formation zu...
 



Kampfzauberer Volkwin Luitpoldus vom Lichtorden sah, dass die Elite der Hochelfen durch das Zentrum gebrochen war und sämtliche Staatstruppen an der rechten Flanke erschlagen oder vertrieben hatten. Der Weiße Zauberer wusste genug von Militärstrategie, dass diesen Truppen der Hochelfen Einhalt geboten werden musste, bevor sie auch die verbliebenen Truppen des Imperiums angehen würden. Luitpoldus war im Nahkampf mit den leichten Reitern des Feindes gebunden und es forderte dabei höchste Konzentration, die diffuse und schwer greifbare Lichtmagie zu bündeln. Der Lichtzauberer wirkte die Magie zwar erfolgreich, doch entglitten ihm schließlich die Energien aus dem am schwersten zu meisternden Wind des Hysh. Die schwere Infanterie der Hochelfen wurde in ein arkanes Netz aus Lichtenergie gehüllt, doch nur Momente später kam es zu einer markerschütternden Explosion um den Kampfzauberer herum, so dass dieser mit sengenden Roben auf die Knie stürzte. Mehrere Bogenschützen wurden wie Handpuppen durch die Luft geschleudert und schwer versehrt. Ein naher Reiter der Hochelfen wurde ebenfalls vom Pferd gescheludert, als der Lichtblitz sein Elfenross blendete...

Ein knatternder Geschosshagel von ohrenbetäubender Lautstärke erklang vom nahen Tempel der Helden, noch bevor der Nachhall der magischen Explosion nahebei richtig verklungen war. Die Läufe der Salvenkanone rotierten in schneller Folge und eine hohe Zahl Speerträger der Hochelfen wurden in einem Feuersturm bleiernen Verderbens schlicht hinweggefegt und ihre weißen Tuniken in rotes Blut getränkt. Die Besatzung der Großkanone der Imperialen Artillerieschule auf der Spitze des windschiefen Magierturms wollte der Wirkung der berüchtigten Schwarzpulverwaffe der Technicus-Akademie in nichts nachstehen und lud hastig ihr Geschütz. Erneut schienen die Artilleristen dabei einen folgenschweren Fehler gemacht zu haben, denn mit einem lauten Donnerschlag explodierte die Kriegsmaschine. Metall- und Holzsplitter flogen in alle Richtungen davon und regneten vom malträtierten Magierturm herab. Alles was blieb war ein oberflächlich beschädigter Turm, von dessen Spitze beißender Rauch aufstieg...

Die Akolythen des Lichtordens steuerten die Streitrosse ihrer arkanen Kriegsmaschine direkt in den Schildwall des Speerregiments der Hochelfen. Das Luminarium prallte in die bedrohlichen Reihen glänzender Speere und überlappender Schilde, doch die geradezu organisch anmutende Verteidugungs-Choreographie der Hochelfen-Miliz führte dazu, dass der arkane Kriegsaltar keinerlei Schaden anrichtete. Nur einen Lidschlag später stießen die Speere aus dem lebenden Schildwall des Milizregiments hervor und verwundeten die Streitrosse unter ihrem schweren Harnisch schwer. Die Akolythen des Lichtordens waren keine Krieger und sie konnten die schmerzerfüllten Streitrosse auch nicht davon abhalten panisch zu wenden und mit dem Luminarium im Schlepptau vor den Speerträgern zu fliehen. Der Wächter der Speerträger zögerte einen Moment, da der Befehl seines verblichenen Kommandanten hieß, die Stellung zu halten. Doch seine Krieger stießen ohne hörbaren Befehl instinktiv in die sich auftuende Lücke und verfolgten ohne zu zögern das fliehende Gefährt...
 



Die Speerträger stießen in geschlossener Phalanx weiter vor, während der arkane Kriegsaltar der Menschen des Imperiums nach wie vor floh. Daraufhin lenkten sie ihren Angriff ohne notwendige Geste oder erkennbaren Befehl ihres Anführers auf den General der Feindesarmee um. Die Speerträger an der rechten Flanke senkten ihre Speere und stürmten frontal in die schwergerüstete Infanterie der Menschen. Das Regiment der Phönixgarde formierte sich in unerschütterlicher Stille in Richtung des Schlachtgetümmels im Zentrum um und die Luft um sie herum vibrierte förmlich als sie das arkane Netz aus Lichtmagie durchbrachen...
 



Die Krieger Nagarythes befanden sich noch immer in dem kleinen, verfallen Gebäude am Rande der Schlacht und sie sahen, dass der düstere Zauberer der Menschen in seiner Panik direkt auf sie hinzu rannte. Sie spannten ihre Langbögen und jagten ihm einige Pfeile entgegen. Zwei davon trafen ihn und durschlugen seine flatternden Roben, doch, zum Erstaunen der Schattenkrieger blieb er, schwer verwundet auf den Beinen...

Mit gesenkten Speeren stürmte die Miliz Ulthuans in die Reihen der grimmen Kämpen, die die professionellsten Krieger des Imperiums darstellten. Glänzende Speere prallten auf schwere Plattenrüstungen und in etwa der Hälfte der Fälle prallten oder glitten diese von der durablen Panzerung ab. Doch ebensoviele Speerstöße durchstießen die zwergengeschmiedete Plattenpanzer an Schwachstellen oder stachen in die Lücken zwischen den Rüstungsteilen, so dass die gesamte vorderste Reihe des elitären Korps der Menschen schließlich tödlich getroffen fiel. Mehrere der erfahrenen Kämpfer rückten jedoch direkt und ohne zu zögern nach und hoben mit ihren Großschwertern auf die Angreifer und ihre Speerschäfte ein. Der Hauptmann des Imperiums mit dem Armeebanner schlug mit seinem Breitschwert ebenfalls um sich und tötete direkt zwei Speerträger im Gedränge des hartumkämpften Nahkampfes. Speerschäfte splitterten und Schilde wurden gespalten als die Bihänder in den Schildwall fuhren und ihren Blutzoll forderten. Die leichte Ithilmar-Rüstung der Milizionäre bot keinerlei Schutz gegen diese unbändige Gewalt und eine Vielzahl von ihnen erlag den brutalen Schwerstreichen der Bihandkämpfer. Verluste in etwa doppelter Höhe erleidend und auffgrund vorheriger Verluste bereits stark ausgedünnt brach die Moral der Speerträger und sie flohen vor ihren Widersachern. Diese hielten Inne und wandten sich in dichter Formation ihrem Kommandanten zu. Der General der Menschen aus dem Imperium wurde gerade von einer Vielzahl Speeren angegangen, doch wehrte er alle erfolgreich ab, während er hoch oben auf seinem Kriegsaltar des Sigmar thronte. Er beugte sich kurz herab und schwang dabei sein vom Großtheogonisten persönlich gesegnetes Hammerpaar. Er traf zwei nahestehende Speerträger und während der eine Schlag am fein gearbeiteten Schuppenpanzer des Hochelfen abglitt, schlug der zweite Hieb den Schädel seines Kameraden ein. Eines der Streitrosse trampelte einen weiteren Hochelfen-Milizionär nieder, doch seine Waffenbrüder rückten stetig näher, um den Erzlektor einzukreisen. Dieser hielt im Angesicht der zahlreichen Feinde jedoch stand und stimmte laute Gebete an Sigmar an...
 

 


Im Angesicht ihres belagerten Generals stürmten die grimmen Bihandkämpfer in die Flanke des verbliebenen Regiments Speerträger der Hochelfen. Der schwer verwundete Meisterzauberer Kurt von Draken lief in Panik weiter in Richtung der verborgenen Bogenschützen des Feindes. Indes bekamen die Akolyten des Lichtordens die verängstigten Streitrosse unter Kontrolle, die das Luminarium des Hysh zogen. Es gab jedoch nicht genug Raum zum Manövrieren zwischen dem Kampf des Erzlektors mit der Hochelfen-Miliz und den näher rückenden Elitekriegern der Feindesarmee...
 



Auch der Erzlektor selbst wurde der Gefahr durch die schwer gepanzerten Gardisten der Hochelfen gewahr und hob seine Stimme. Allein durch die Kraft seines Glaubens vermochte er, die göttliche Macht des Goldenen Greifen auf seinem Kriegsaltar heraufzubeschwören und ein gleißendes, weißes Licht zu entfesseln. Das Licht verwob sich zu einem arkanen Netz, welches die elitären Hochelfenkrieger zu umspannen begann. Diese Krieger waren jedoch ebenfalls mit einer Gottheit im Bunde. Einer Gottheit, die ihnen einen Schutz gewährte, den weder Zauberei noch Klinge leicht überwinden konnte. Die Luft um das Regiment herum vibrierte aufgrund der rohen Macht ihres Schöpfergottes und das Netz des Amyntok löste sich unweigerlich in seine Bestandteile auf...

Vor der Feuerkraft und dem Bleihagel, den die Höllenfeuer-Salvenkanone ausspuckte, war jedoch selbst die göttliche Aura der Gardisten nur bedingt wirksam. Einer der Krieger erkannte, dass der Zeitpunkt seines Todes gekommen war und starb bereitwillig und ohne Furcht...

Die Speerträger der Hochelfen im Kampf mit dem Erzlektor reagierten schnell auf den Flankenangriff der Bihandkämpfer und wandten sich ihnen, soweit es ihre Formation zuließ, zu. Einige Speere waren blitzschnell in Stellung und einer der erfahrenen Kämpfer des Imperiums wurde beim Angriff schmucklos aufgespießt. Der Erzlektor konnte erneut alle Speerstöße abwehren, während er einen Angreifer ausschaltete und auch eines der Streitrosse erneut einen Elfenschädel eintrat. Der Held des Imperiums in den Reihen der Bihandkämpfer streckte zwei Hochelfen nieder und auch die professionellen Krieger selbst fuhren mit aller Wucht in die fragile Flanke der Hochelfen-Phalanx. Mehrere Speerträger fielen tödlich getroffen und mit schwersten Verwundungen. Die verbliebenen Milizionäre brachen schließlich im Angesicht des wuchtigen Ansturms und flohen, nur um vom Erzlektor auf dem Kriegsaltar des Sigmar und dem Elitekorps aus Bihandkämpfern nach nur kurzer Flucht überrannt zu werden...



Der Edle Caradan aus Caledor führte die Phönixgarde in einen verzweifelten Angriff auf den arkanen Kriegsalter vor ihnen, während bereits beinahe die gesamte verbliebene Streitmacht der Hochelfen auf der Flucht war und versuchte die Landungsbote ihrer Flotte zu erreichen...
 

 


Die Schattenkrieger gaben noch einige hastige Bogenschüsse ab, doch ihre Pfeile verfehlten den hageren Zauberwirker der Menschen oder verfingen sich in seiner voluminösen Robe...

Die Wächter des Schreins des Asuryan stießen ihre verzierten Stangenwaffen gen Schwachstellen des wuchtigen Streitwagens, kaum dass sie ihn erreicht hatten. Die unsagbar scharfen Hellebardenklingen durchtrennten die Glieder der verängstigten Akolyten an Bord ebenso wie die der panischen Streitrosse und auch die fragilen Speichen des Gefährts selbst. Holz splitterte und Mensch wie Tier starb, als der fahrende Wagen unter dem Anstrum auseinanderbrach und mit lautem Getöse schließlich in sich zusammenfiel...
 

 


Im Angesicht des nahen Generals der Menschen und seines elitären Kampfverbades an seiner Seite sowie der vielen verbliebnen Truppen der Menschen, entschloss sich der Edle Caradan zum geordneten Rückzug. Die Phönixgardisten gehorchten diesen Befehlen, beinahe noch bevor sie ausgesprochen waren, denn sie wussten, dass sie ihren Tod nicht auf diesem Schlachtfeld ereilen würden. So verließ die Phönixgarde und der Edle Caradan, der Lehrmeister Lasius unter seinem Arm mit sich zog, sowie die verbliebenen Schattenkrieger als letztes des Strand und die Landungsboote, um zu ihrer Flotte aufzuschließen und die Region ein für alle Mal zu verlassen...

Erzlektor Hassenstein stoppte seine hasserfüllten Krieger am Rande der Brandung des Schwarzen Golfes. Die Armee der Hochelfen war substantiell geschlagen, dass wusste er. Zwar war die Schlacht sehr verlustreich und ihr Ausgang lange ungewiss gewesen, doch der Sieg war mit dem Imperium. Hassenstein sah, wie die letzten der schlanken Landungsboote der Hochelfen das Ufer verließen, um die Schiffe ihrer vor Anker liegenden Flotte zu erreichen. Seinen Truppen gehörte das Schlachtfeld und die Früchte des Sieges waren die ihren...