Zebeyana (Dunkelelfen) vs. Trotzberg (Zwerge/Imperium) [Feld C3]
Erzzauberin Zebeyana
Kemsha schäumte vor Wut. Wie konnte ihr Vater sie nur auf so eine unwichtige und
nicht standesgemäße Strafexpedition schicken. Dies war vielleicht die
angemessene Aufgabe für einen der niederen Adligen aus seinem „Beraterkreis“
oder einem der Korsarenkapitäne. Hintergrund war, dass eine der nahen von
menschlichen Sklaven betriebene Minen plötzlich keine Lieferungen mehr geschickt
hatte und auch keine Nachricht von den wenigen elfischen Aufsehern vor Ort. Eine
Möglichkeit war natürlich, dass es einen unerwarteten Sklavenaufstand gegeben
hat, wobei dies von den degenerierten Menschen in den Minen eigentlich kaum zu
erwarten wäre. Eine Streitmacht der Menschen war jedenfalls nicht in der Nähe
und hätte auch kaum von den Dunkelelfen unbemerkt so tief ins Hinterland
eindringen können. Zumindest eines war sicher; sollte Zebeyanas Wut bei Ankunft
nicht abklingen, so würde sie jeden aufsässigen Sklaven und jeden unaufmerksamen
Aufseher persönlich häuten, falls diese nicht schon längst tot sind oder das
Weite gesucht haben. Als die morgendliche Sonne im Osten Rot über dem Ödland
aufging und die vereinzelten Hütten, Schächte und Betreiber der Minensiedlung in
Sichtweite der scharfäugigen Elfen kamen, sah Zebeyana, dass es nicht Menschen-
sondern zähe Zwergenhaut sein würde, die es bald abzuziehen galt…
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| Zebeyana Kemsha |
Zwergenkönig Logan Trotzberg
wischte sich den Schweiß von der Stirn und kniff die Augen zusammen. Die helle
Sonne war gerade über dem weit entfernten und kaum erkennbaren Weltrandgebirge
aufgegangen und tränkte das hellgelbe Ödland in grelles Licht.
Verstärkt wurde der Eindruck noch durch die Tatsache, dass Logan den Großteil
der letzten Wochen in den Höhlen und Gängen unter dem Düsterlanden verbracht
hatte. Bei der Suche nach unterirdischen Zugängen nach Ekrund hatten einige
seiner Bergwerker mehr durch Zufall einen Zugang zu den Stollen dieser profanen
menschlichen Bergbausiedlung gefunden. Die wahren Herren der Siedlung waren
jedoch nicht Menschen sondern sklavenhaltende Elfen düsteren Naturells, und
diese wurden durch die unerwartet auftauchenden Bergwerker sogleich mit
Spitzhacke und Hammer niedergemacht. Nun stand Logan am Rand der kleinen
Bergbausiedlung und spähte über die Ebene in die Richtung, in die der
kurzbärtige Grenzläufer neben ihm zeigte. Schwarz gerüstete und schlanke Gestalten
marschierten dort auf ihre Position zu. Die eigentlichen „Besitzer“ der Mine
hatten den Verlust der Ressourcenlieferungen augenscheinlich bemerkt…
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| Logan Trotzberg |
Mit
versteinerter Miene schritt Zebeyana die Schlachtlinie der Dunkelelfen ab,
während sie die in Stellung gebrachten Geschütze der Zwerge auf der Anhöhe mit
Argusaugen betrachtete. Zwerge waren zwar durable Sklaven, jedoch schwer zu
brechen und auch äußerst resistent gegenüber ihre magischen Fähigkeiten. Ein
Frontalangriff auf die Geschützstellung der stoischen Zwerge für ihre leicht
gepanzerten Sklavenjäger zudem beinahe suizidal. Plötzlich galoppierte ein
schwarzer Reiter mit seinem vor Erschöpfung schäumendem Ross an sie heran und
riss sie aus ihrer Kontemplation. Der verhüllte Reiter sprang von seinem Pferd,
senkte sich mit einem Knie auf den steinigen Boden herab und übermittelte der nachdenklichen
Erzzauberin mit flüsternden Worten die Kunde über den Verlust der Armee ihrer
Schwester im Kampf gegen die schwachen Menschen nördlich ihrer Position. Zebyanas
Lachen, welches jedem in einem weiten Umkreis das Herz gefrieren ließ, halte
über die Ebene. Dieser Misserfolg ihrer Schwester änderte natürlich alles und mit
dem lapidaren Schwenk ihrer schlanken Hand signalisierte sie ihren Truppen das
Zeichen zum Abrücken. Heute würde es keine Schlacht geben, den heute war Zebyana gegenüber ihrer Schwester in der Gunst ihres Vaters gestiegen ohne auch nur einen Finger gekrümmt zu haben...


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