Stilton (Orcs&Goblins) vs. Gurrut (Ogerkönigreiche)

 

Stilton (Orcs&Goblins) vs. Gurrut (Ogerkönigreiche) [Kampf um den Pass - Feld I4]


Nachtgoblin-Waaaghboss Stilton schäumte noch immer vor Wut. Dass diese fetten Oger ihm den Weg zum Eisenfelsen verwehrt hatten, zehrte an seinem Stolz und entwickelte einen Hass in dem Nachtgoblin, den dieser sonst nur gegenüber Zwergen kannte. Das würden sie büßen dachte er, während er mit seiner wieder versammelten Armee durch die ihm vertrauten Höhlen des Weltrandgebirges schlich. Wenn ihnen der Weg überirdisch verwehrt bleiben sollte, müsste es halt unterirdisch funktionieren und keiner kannte die hiesigen Höhlen so gut wie Stiltons Nachtgoblins. Die frisch rekrutierten Squigs waren zwar noch so wild, dass sie kaum zu kontrollieren waren und ständig mit Pilzen vom einzig ihm verbliebenen Schamanen ruhig gestellt werden mussten, aber dafür hatte Stilton Sorge getragen, dass die in der letzten Schlacht von seinen Schamanen beschworenen Trolle mit der Aussicht auf große Mengen Futter gefügig gemacht und zwangsrekrutiert wurden. Stilton redete wiederholt frenetisch auf die Trolle ein, dass die Oger ihnen alles wegfressen wollen würden und auch wenn er sich nicht sicher war, ob diese mehr als einzelne langsam gesprochene Worte verstanden, so verhieß die Aussicht auf Futter in ihnen eine gewisse Gefolgsamkeit, so dass sich in den Höhlen sogar weitere Trolle dem Treck anschlossen. Nach einigen Tagen konnte Stilton ungewöhnlich schweflige Dämpfe und grünliche Blitze aus westlich verlaufenden Gängen wahrnehmen, doch ignorierte er dies im Angesicht seines Ziels und getrieben durch seinen Hass auf die schändlichen Taten der Oger. Als sich die Horde aus Nachtgoblins, Trollen und Squigs schließlich wieder an die Oberfläche arbeitete, hatte Stilton einen gewissen frenetischen Eifer in ihnen geweckt, der nur selten unter Grünhäuten zu finden ist. Nach kurzer Aufklärung durch Stiltons Wolfreiter war klar, dass die Horde in ihrem Eifer zu weit gen Norden gezogen war. Zunächst schäumte der Waaaghboss und beförderte einen nahen Nachtgoblin mit einem Tritt in die Gesäßregion einem Kamikazegoblin gleich in den Tiefschnee vor ihnen. Doch dann berichteten die Wolfreiter von Minenanlagen der Oger vor ihnen und Stiltons Gesicht verzog sich zu einem gehässigen Grinsen. Vielleicht würde er seine Rache auf eine andere hinterhältigere Weise bekommen, doch diese Gedanken wurden jäh unterbrochen, als sich die altbekannten Oger im Pass vor ihm aufbauten und ihm Herausforderungen entgegenbrüllten, die an den Klippen des Passes wiederhalten. Womöglich würde er seine Rache doch auf eine direktere Art und Weise bekommen…

Stilton, Skarsniks zweite Speerspitze

Oger-Tyrann Gurrut Eisfelsen war mit der Gesamtsituation zufrieden und auch ein wenig überrascht wie gerissen er sein konnte. Er hatte mit einem unerwarteten Hang zur Intrige den Fleischer Aasfresser losgeschickt, um die Vampirfürsten auf die Grünhäute zu hetzen. Seinen Zwillingsbruder Gornod hingegen hatte er in das jüngst von den Vampirfürsten eroberte und nun scheinbar vakante Territorium zur Landnahme geschickt, während der Fleischermeister Pein in Verfolgung der fliegenden Speisekammer eine Festung der Orcs angriff. Mit den Menschen im Norden hatte Gurrut ein vorläufiges Bündnis geschlossen, da diese ihm mit Schießpulver und Nahrung versorgten, solange er sich um die Grünhäute im Süden kümmerte. Persönlich musste er sich einmal mehr um jene Grünhäute kümmern, die wiederholt versuchten im Weltrandgebirge nahe des Eisenfelsens Fuß zu fassen. Gurruts Gnoblar-Fallensteller hatten die massierten Goblins, die plötzlich weit im Hinterland aufgetaucht waren, bereits frühzeitig ausgenmacht. Sie wollten sich die Minen der Oger unter den Nagel reißen, doch soweit wollte der Oger-Tyrann es nicht kommen lassen und so stellte er sich ihnen mit seinen Oger-Bullen und verstärkt um die Gnoblars der nahen Mine im einzigen Pass zu den Minen entgegen…
 
Gurrut Eisfelsen

Wilde Hasstiraden schimpfend befahl Stilton seine Squigs und seine Horde Trolle vorwärts. In gewiefter Voraussicht schickte er die Trolle an seiner linken Flanke entlang, weit entfernt von dem merkwürdig brennenden Felsen zu seiner Rechten. Feuer und Trolle vertrug sich nicht gut, soviel wusste der gerissene Waaaghboss. Er selbst würde dieses Mal weiter hinten bleiben, um nicht wieder die unsanfte Begegnung mit einer dieser übergroßen Ogerkeulen zu machen. Die Oger hatten nicht nur die Dreistigkeit sich ihm erneut entgegen zu stellen, sie hatten sich auch genau vor einem aus gefrorenem Dung geformten Götzenbild des Mork positioniert. Dies sollten sie büßen…



Gurrut schickte seine Säbelzahnspinnen direkt auf die Goblinhorde zu. Diese immensen wiederum auf die Oger zu hüpfenden Squigs hatten ihm in der letzten Schlacht bereits Respekt eingeflößt, so dass es diese mit höchster Priorität auszuschalten galt. Die vorgerückten Vielfraße an seiner linken Flanke versuchten selbige vergeblich mit gezielten Pistolenschüssen zu stoppen, bevor einer der ihren von einem Kettensquig in zwei Teile gebissen wurde und auch die an ihnen vorbeigepreschten Goblin-Wolfreiter in Stücke gerissen wurden. Auch die Bleispucker versuchten vergeblich den marodierenden Squig aufzuhalten, während irre Fanatics zwischen den Armeen durch das Zentrum der Schlacht schwirrten. Der Fleischer neben Gurrut begann auf ein Handzeichen des Tyranns hin die rituelle Schlachtung einer der großen Kettensquigs, die ihm die sterbende Säbelzahnspinne vor ihrem ableben apportiert hatte, und brüllte obszöne Gebete an den Schlund hinaus. Plötzlich brach der Boden unter der riesigen Trollhorde auf und ein gefräßiges Maul verschlang drei der massigen Kreaturen, bevor es mit einem Rülpsen wieder im Boden verschwand. Für einen Moment schien dies die einfältigen Trolle zu verunsichern, so dass Gurrut nicht zögerte den Befehl zum Angriff auf die beinahe zwei Dutzend Trolle zählende Horde zu geben…


Stilton kicherte gehässig in sich hinein, als die riesige Oger-Kanone, die sich an den harten Schädeln der Trolle bereits die Zähne ausgebissen hatte, mit einem lauten von den Hängen wiederhallenden Knall zerbarst. Die Oger waren zudem so töricht seine Trolle frontal anzugehen. Nur die Squigs unmittelbar vor Stilton schienen, seit sie an der Oberfläche waren, durch das Tageslicht und die vielen gefressenen Pilze wie betäubt und schlichen trotz der Anstrengungen der Goblin-Treiber nur im Schneckentempo voran. Dutzende Gnoblars, Oger und selbst das Rhinox der Schrottschleuder prallten auf die Trolle und hieben mit kleinen Messern und riesigen Keulen auf sie ein. Der bärtige wie ein übergroßer Zwerg aussehende Oger-Tyrann schoss und schlug zudem links und rechts mit seinen immensen Pistolen in die dichtgedrängten Trollleiber. Das verletzte Trollfleisch regenerierte jedoch den meisten Schaden, klaffende Wunden schlossen sich und selbst abgeschlagene Gliedmaße wuchsen innerhalb von Sekunden nach, so dass nur wenige Trolle den Tod fanden. Die Trolle wiederum schlugen wie von Sinnen auf die Oger ein und zertrampelten die Gnoblars unter sich. Auch ein kurzzeitiger Rückzug, das Sammeln und ein erneuter Angriff der Oger-Bullen konnte das Blatt nicht wenden...


Gurrut Eisfelsen konnte zuletzt inmitten des Handgemenges gesehen werden. Seine Pistolen waren längst leer geschossen, auf dass er mit den schweren Pistolengriffen auf die Vielzahl der Trolle einschlug, die ihn umringt hatten. Ein halbes Dutzend Trolle hatten ihn eingekreist und ihre Klauen rissen und zerrten an ihm, so dass er bereits aus einer Unzahl Wunden blutete. Schließlich riss ihn ein heftiger Schlag von den Beinen, während die Schlacht über ihm weiter tobte. Gurrut merkte wie sich der Kampf zu Ungunsten der Oger entwickelte. Die letzten beiden verbliebenen Gnoblars flohen über seinen mächtigen Leib hinweg, die wenigen Bullen nebst Felshappen verschlingenden Fleischer wankten im Angesicht der Niederlage und auch das Rhinox der Schrottschleuder wandte sich panisch vor Schmerzen und mit weit aufgerissenen Augen zur Flucht. Im letzten Moment ergriff Gurrut das Fell um die Fesseln des einen Hinterlaufs des Rhinox und wurde mit ihm sowie mit einigen wenigen überlebenden Gnoblars, die wiederum an ihm hingen, aus dem dichten Kampfgetümmel fortgeschleift. Der Oger-Tyrann wurde unsanft über Fels und Schotter gezogen, während er sah wie noch die letzten Bleispucker und Vielfraße sich durch unzählige Goblins und Squigs prügelten und schließlich überwältigt wurden. Die ungemütliche Reise am Knöchel des Rhinox hängend hatte ein jähes Ende, als dieses von einer steilen Klippe in einen eiskalten Gebirgsbach stürzte und Gurrut hierbei mitriss. Einige Stunden und Kilometer flussabwärts erreichte der zusehends gebeutelte aber ungebrochene Oger-Tyrann schließlich das rettende Ufer und brüllte seinen Frust hinaus, so dass es noch meilenweit entfernt im Weltrandgebirge wie Donner nachhalte...

Stilton stand rundum zufrieden vor dem Götzenbild des Mork, während die Trolle hinter ihm kaum zu überhören auf den sehnigen Gnoblars herumkauten, die noch übrig waren, als er einen glänzenden Krummsäbel in der kotigen Hand der kruden Statue wahrnahm. Mit einem beherzten Sprung und kurzem Geklettere erreichte er diesen und zog ihn aus den steif gefrorenen Fäkalien. "Morks Klingä", murmelte er wie in Trance und posierte mit seiner neuesten Errungenschaft vor seiner Fungusbier-geschwängerten Armee…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen