Eutra'ta (Gruftkönige) vs. Trotzberg (Imperium / Zwerge)



Zwergenfürst Logan Trotzberg marschierte mit seinem Heerbann von Nordosten weiter in das Kerngebiet der Düsterlande. Der Kurs brachte ihn geradewegs in Richtung der kürzlich überfallenen und besetzten Wehrfestung Barak Varr. Zwar wurden bei dem Überfall nur die überirdischen Befestigungsanlagen von Kriegern des Chaos besetzt und der unterirdische Teil von den Zwergen Barak Varrs rechtzeitig abgeriegelt, dennoch war dies ein ausgesprochen besorgniserregender Vorgang, der in diesem Ausmaß mehrere Jahrhunderte in Folge nicht vorgekommen war. Trotzberg hatte angenommen, die Menschen des Imperiums hätten die Region im Griff und würden jedwede Invasoren abwehren. Doch dem war anscheinend nicht so und es wurde in den Augen des Zwergenfürsten Zeit, dass er selbst vollumfänglich in den Krieg um die Düsterlande eingriff. Trotzberg war zwar zornig über den Verlust der Jahrtausende alten Wehranlagen, aber er wusste auch, dass die Menschen des Imperiums in den letzten Monaten von überall her angegriffen worden waren und sie sich für schwache Menschen vergleichsweise tapfer gehalten hatten. Erzlektor Hassenstein war bereits auf dem Vormarsch nach Barak Varr, um die Wehranlagen zurückzuerobern, und er hatte mit seiner Armee weit weniger Wegstrecke hinter sich zu bringen, als der weiter entfernte Heerbann der Zwerge. So marschierten Logan Trotzberg und seine Zwerge durch das Ödland nördlich von Barak Varr und töteten in Zuge dessen eine Vielzahl von mutierten Bestien, die ihnen über den Weg liefen und neuerdings scheinbar verstärkt durch diese Lande streiften. Doch es waren keine mutierten Bestien, die den gesamten Heerbann des Zwergenfürsten eine Schlachtlinie bilden ließen. Der sandige Boden des Ödlandes brach nicht unweit von ihnen entfernt auf. Logan Trotzberg stützte sich auf seine Runenaxt und kniff die Augen zusammen, als blanke Schädel und glänzende Speerspitzen aus dem Boden hervortraten und ihrerseits eine wehrhafte Schlachtlinie bildeten. Es war eine Streitmacht der treulosen Gruftkönige, die seinen Verbündeten in Ekrund so hinterrücks in den Rücken gefallen waren. Der Zwergenfürst schwor sich, dass er die Knochenlegion zurück unter den Sand treiben würde, bevor die Sonne am Firmament verschwunden wäre…

Zwergenfürst Logan Trotzberg

Hohepriesterin des Todes Eutra’ta intonierte nun bereits seit beinahe genau zwölf Stunden eine der mächtigsten Anrufungen, die der Priesterschaft Nehekharas bekannt war. Den vier Himmelsrichtungen präzise ausgerichtet umringten sie vier weitere Priester des Todes und unterstützten sie in der genauen Ikantation dieses aufwendigen Rituals. Nur unweit der versammelten Priester des Todes stand die Kupferne Legion bewegungslos im feinkörnigen Wüstensand der südlichen Grenze der Düsterlande, während die heiße Sommersonne genau über ihnen im Zenit stand. Über Stunden war es ungewöhnlich windstill gewesen, doch nun begann der heiße Wüstenwind mehr und mehr an Kraft zu gewinnen und ganze Windböen peitschten alsbald den Sand in alle Richtungen auf. Eutra’ta und ihre Kupferne Legion kümmerten solch weltliche Sorgen wie die unerbittliche Sonne oder der erbarmungslose Sandsturm jedoch schon seit Jahrtausenden nicht mehr. Die Hohepriesterin und ihre Priester des Todes überlagerten schließlich ihre Intonationen in Stimmlage und Lautstärke, was darauf hindeutete, dass sich die mächtige Anrufung Khsars, des Gottes der Wüste, dem Ende neigte. Die gesamte Kupferne Legion war bereits von tobenden Sandstürmen eingehüllt und war für ein sterbliches Auge kaum mehr wahrnehmbar. Eutra’ta rief sich ihr Ziel vor das geistige Auge. Ihre sterblichen Wüstenreiter aus den nehekharanischen Nomadenstämmen hatten ihr vor wenigen Tagen erst vom Eindringen der Zwerge nördlich der von den verbündeten Barbaren aus dem Norden gehaltenen Festung berichtet. Die Großhierophantin aus Zandri hatte unmittelbar Todesgeier ausgeschickt, um die Gegend aus der Höhe zu beobachten, und so konnte sie bereits nach kurzer Zeit die eindringende Streitmacht ausmachen. Mit dem Tosen des Sandsturmes fand die mächtige Anrufung des Khsar zur Mittagsstunde ihr Ende und die gesamte Kupferne Legion wurden mit ihrer Hierophantin buchstäblich vom Erdboden verschluckt. Die komplette Legion brach nur Sekunden später hunderte von Kilometern weiter nordwestlich aus merklich festerem Erdreich hervor und Eutra’ta erblickte die Streitmacht der Zwerge schließlich aus ihren eigenen leeren Augenhöhlen…

Hohepriesterin des Todes Eutra'ta

Das Schlachtfeld wurde von einem alten Wachturm dominiert, den die Zwerge vor Jahrtausenden errichtet hatten, um den nördlichen Zugang nach Barak Varr zu bewachen. Er stand jedoch bereits seit Jahrhunderten leer, da den Zwergen von Barak Varr nicht mehr genug Krieger zur Verfügung standen, um jeden Wachturm der Umgebung dauerhaft bemannen zu können. In der Nähe des Turmes standen noch einige gewöhnliche Gehöfte, die jedoch auch schon seit langer Zeit unbewohnt waren, sowie mit Schutzrunen übersäte Hinkelsteine, die den ursprünglichen Bewohnern des Turmes zusätzlichen Schutz bieten sollten. Kaum hatte sich der Staub vom plötzlichen Auftauchen der Armee der Gruftkönige verzogen, da tauchten im Schatten des Wachturmes kundschaftende Grenzläufer der Zwerge auf. Mit leichter Verzögerung brachen zudem noch zwei Einheiten leichte Skeletbogenreiter aus dem Erdreich hervor. Eine von ihnen war an der rechten Flanke der Zwerge aufgetaucht, während die andere nahe der Hauptlinie ihrer eigenen Infanterie Position bezog. Der Hauptpulk der Zwerge in Form der legendären Langbärte namens „Die ehrwürdigen Alten“ spurtete auf ein Signal ihres Hornbläsers unvermittelt vor und gelangte beinahe bis zu den Grenzläufern vor ihnen. Einer der beiden Gyrokopter flog mit knatterndem Motorengeräusch an den Langbärten entlang und begann, an der Seite der Kundschafter für den Moment in der Luft zu verharren. Die Kupferne Legion der Gruftkönig verharrte indes bewegungslos an Ort und Stelle und wartete auf Befehle ihrer Großhierophantin und Befehlshaberinn..


Eutra'ta (Gruftkönige) vs. Trotzberg (Imperium / Zwerge) [Wachturm - F2]

 

  
Mit donnernden Rotorblättern flogen die Gyrokopter im Tiefflug über das Schlachtfeld und brachten sich in Position, um alsbald den Feind mit ihren Dampfkanonen unter Feuer nehmen zu können. Hinter den Linien der Gruftkönige kündete das Donnern einer Detonation von der Ankunft eines großen Regimentes Bergwerker, die aus einer soeben freigelegten Felsformation im Rücken der Kupfernen Legion hervorkrachselten. Die Grenzläufer sahen dies, schulterten ihre Zweihandäxte und marschierten geradewegs auf die feindlichen Linien zu. Die Langbärte in Begleitung des befehlshabenden Zwergenfürsten Logan Trotzberg wandten sich indessen den Skelettbogenreitern zu, die ihre Flanke nahe dem Wachturm bedrohten. Nur wenige Augenblicke später löste sich ein Feuerball aus einer der runenverzierten Steine im Westen des Schlachtfeldes und setzte einen der Skelettbogenreiter in Brand, so dass bald nur noch geschwärzte Knochen von Ross und Reiter in sich zusammenfielen…

 
 
Erneut brach der Boden an mehreren Stellen auf dem Schlachtfeld auf und weitere Konstrukte der Kupfernen Legion stießen aus dem Untergrund hervor. An einer Stelle brach die Erde jedoch sogleich in sich zusammen und begrub dort verborgene Verstärkung der Gruftkönige unwiderruflich. Ein vielgliedriger Gruftskorpion wühlte sich im Zentrum des Schlachtfeldes aus der Erde; beinahe genau zwischen den Grenzläufern und den Langbärten dahinter. Eine Handvoll schlangenartiger Grabjäger brach indes hinter den eigenen Linien und nahe der Bergwerker der Zwerge aus dem Boden hervor und richteten ihren Blick auf die wendige Flugmaschine der Zwerge. Eutra’ta führte ihre Skelettbogenschützen-Division nach einem schnellen Umformieren in Kolonnenformation zügig in eines der nahen Gehöfte zu ihrer Rechten, während der altehrwürdige Hierotitan Chu-en-wa, auch bekannt als die Faust Usirians, den freigewordenen Platz nutzte, um Raum zwischen sich und den sich nähernden Bergwerkern der Zwerge mit ihren Spitzhaken zu gewinnen. Die Todesgeier an der rechten Flanke begaben sich mit einigen langsamen Schlägen ihrer großflächig verwesten Flügel näher an das Hauptfeld der eigenen Truppen, im Versuch diese vor der weiter entfernten Flugmaschine der Zwerge abzuschirmen. Die Skelettbogenreiter bewegten sich kaum, doch die Einheit nahe den eigenen Linien formierte sich geschickt um, um die Grenzläufer der Zwerge in ihrem Vormarsch zu behindern. Kaum waren die Skelettbogenschützen vollzählig im Gehöft angekommen, verteilten sich die untoten Krieger und besetzten alle zugänglichen Fenster und anderweitige Öffnungen. Eutra’ta selbst begann indes, von innerhalb des Gebäudes Ptras Anrufung des Niederschmetterns anzustimmen. Die Augenhöhlen all ihrer Skelettbogenschützen begannen nach und nach, mit dem rachsüchtigen Licht des Sonnengottes zu erstrahlen. Hothep, der Hohepriester des Usirian stand bewegungslos an einem der Fenster in Richtung Norden und krächzte eine eigene düstere Anrufung an die Bewohner der Unterwelt und kurze Zeit später erschienen die Geister der längst Verstorbenen nahe der Zwergen-Langbärte und bestürmten diese mit ihren ätherischen Klauen. Großhierophantin Eutra’ta versuchte daraufhin ebenfalls, die Unterstützung des Gottes der Unterwelt  zu ersuchen, doch gelang es ihr nicht, dessen Gunst durch das Rezitieren der Anrufung der Vergeltung zu erlangen. 
Die Skeletbogenschützen im Gebäude um sie herum schossen kurze Zeit später Pfeil für Pfeil in die exponierten Bergwerker der Zwerge und drei der überfallartig aufgetauchten Zwerge fielen dem Pfeilhagel trotz ihrer schweren Rüstungen zum Opfer. Vom Gebäude aus betrachtet hinter den besagten Bergwerkern bäumten sich nun die Grabjäger auf ihren langen schlangenartigen Schwänzen auf und ein zwielichtiges Licht umspielte die Augen der belebten Konstrukte. Der nahe Gyrokopter-Pilot hatte gerade einen kurzen Schulterblick gewagt, um sich einen Überblick über seine Umgebung zu machen. Er konnte seinen Blick nicht schnell genug abwenden, als er bereits vom Sandblick-Fluch der tödlichen Grabjäger erfasst wurde. Innerhalb weniger Augenblicke war der Zwerg und mit ihm seine Flugmaschine zu feinstem Wüstensand geworden, der in einer kollabierenden Fontäne zu Boden rieselte. Ganz in der Nähe hatten die Besatzungen der Schädelkatapulte indes ihren Ladevorgang beendet und begannen nun ihren Beschuss auf die schon weit vorgerückten Reihen der Zwerge aufzunehmen. Trotz der in ihrem Rücken anrückenden Feinde taten sie dies mit der Ruhe, die allen emotionslosen Untoten gleich war. Dennoch brach das erste Katapult aufgrund einer schweren Fehlfunktion beim Auslösen seines Schwenkarmes in einen Haufen zerbrochener Knochen in sich zusammen. Das zweite Schädelkatapult schleuderte seine brennende Fracht jedoch zielgenau in die Reihen der Zwerge. Mit einem lauten Knall und einer Fontäne aus Feuer, Staub und Knochenteilen schlug das kreischende Projektil in den Langbärten auf und schleuderte eine Handvoll der elitären Veteranen wie Spielzeugpuppen durch die Luft. Vier von ihnen blieben regungslos liegen und erhoben sich nicht wieder, da entweder Knochensplitter oder die Wucht des flammenden Aufpralles selbst ihnen den Garaus gemacht hatte. Derart gepeinigt durch insubstanzielle Geistererscheinungen und explodierende kreischende Schädel brach selbst unter diesen resoluten Veteranen plötzlich Panik aus und so ergriffen sie schlagartig die Flucht…


 


Während die Ehrwürdigen Alten wenig ehrwürdig flüchteten, gingen die jüngeren Generationen der Zwergenkrieger zum Angriff über. Die Grenzläufer packten ihre Zweihandäxte und griffen die leichten Skelettbogenreiter, die sich ihnen in den Weg geworfen hatten, an. Die Bergwerker rannten über die Überreste des sich selbst zerstörten Katapults hinweg und griffen in einem weiten Bogen die Kriegsmaschine dahinter an. Die Ehrwürdigen Alten erkannten schließlich in welch würdeloser Situation sie sich im Vergleich zu den mutig angreifenden Bartlingen befanden und erklärten ihren taktischen Rückzug kurzerhand für beendet. Unter lautem Gegrummel und unter den strafenden Blicken ihres lauthals Befehle gebenden Zwergenfürsten Logan Trotzberg, der in ihren Reihen mit zur Flucht gezwungen gewesen war, sammelten sich die alten Veteranen und richteten ihre Formation in Richtung der ihnen am nächsten befindlichen Skelettbogenreiter aus. Der verbliebene Gyrokopter flog in einer schwungvollen Kurve an den verwesten Todesgeiern vorbei und platzierte sich hinter die teuflischen Grabjäger, die vor nur wenigen Augenblicken seinen Flügelmann so schändlich ausgeschaltet hatten. 
Die Grenzläufer schwangen ihre massiven Zweihandäxte und drangen auf die hoffnungslos unterlegenen Skelettbogenreiter ein, doch bevor die untoten Reiter in Stücke gehackt wurden, schnellte die Schwertklinge des vordersten Reiters hervor und durchbohrte den sie als erstes erreichenden Zwerg. Nachdem die Knochen der Skeletkavalleristen in den Staub getreten waren, rannten die Grenzläufer überraschend behände weiter voran und bedrohten bereits die Todesgeier in ihrer Nähe. Die Bergwerker an ihrer Seite hackten sich ebenfalls mühelos durch die Besatzung des Schädelkatapults und nahmen die Kriegsmaschinen selbst mit wenigen wohlplatzierten Schlägen gekonnt auseinander. Ihre Angriffsbewegung führte sie in ihrem Enthusiasmus genau wie die Kundschafter der Zwerge an ihrer Seite weiter voran und so prallten sie nach kurzem Sprint in die bizarr anmutenden Grabjäger vor ihnen…
 

 
Die Oberste Hohepriesterin des Todes Eutra’ta, Befehlshaberin der Kupfernen Legion, ließ ihre Skelettbogenschützen-Division außerhalb des Gebäudes in Kolonnenformation und ausgerichtet auf den Wachturm aufmarschieren. Der nahe Hierotitan wandte sich mit wenigen donnernden Schritten dem Rücken der Bergwerker zu, während die Todesgeier wieder in die Lüfte aufstiegen, um aus dem Wirkbereich der nachsetzenden Zwerge zu kommen. Der monströse Gruftskorpion stakste indes auf seinen vielgliedrigen Beinen in Richtung der Langbärte, während er stetig die Luft mit seinen messerscharfen Scheren durch schnitt. 
Kaum war die Marschkolone der Skelettbogenschützen aufgestellt, intonierte Eutra’ta Khsars Anrufung des Wüstenwindes mit all ihrer Macht. Auf den Wogen dieser magisch hervorgerufenen Wüstenwinde wurde die Division weiter vorangetragen, doch Eutra’ta hatte derart viel ihrer Macht in die Anrufung investiert, dass ihr diese schlagartig zu entgleiten drohte. Im letzten Moment konnte die Jahrtausende alte Hohepriesterin die unbändige Magie jedoch in ihren Hierophantenstab leiten und erden, so dass sie und ihr Umfeld trotz abrupter magischer Entladungen unversehrt blieben. 
Bevor die Bergwerker ihre schweren Spitzhacken einsetzen konnten, schossen die schlangenartigen Grabjäger vor und schwangen ihre langen Glefen. Zwei Zwerge wurden durch die scharfen Klingen kurzerhand der Länge nach aufgeschlitzt, bevor die Bergwerker sich rächen konnten und über die belebten Konstrukte herfielen. Alle Grabjäger wurden von äußerst präzisen Hieben der schweren Spitzhaken auseinandergemeißelt, so dass nur kleine zerbröselte Überreste vom Wirken der Ungetüme her rührten. Die Bergwerker wandten sich nach getaner Arbeit sogleich um und blickten dem nahenden Hierotitanen mürrisch entgegen…
 
 


Kaum hatten die unermüdlichen Bergwerker den hoch über ihnen türmenden Hierotitanen erblickt, da rannten sie bereits wieder mit Spitzhacke im Anschlag auf ihn zu. Der verbliebene Gyrokopter raste in Höchstgeschwindigkeit über sie hinweg, um die Skelettbogenschützen zu behindern. Zwergenfürst Logan Trotzberg führte seine vor Scham ungewohnt stillen Langbärte in Richtung Wachturm, in der Hoffnung diesen vor den Untoten besetzen zu können. Die jovialen Grenzläufer wandten sich ebenfalls wieder den Skelettbogenschützen und dem Wachturm zu, denn die Todesgeier waren weit außerhalb ihrer Reichweite geflogen. 
Bevor die Bergwerker in Reichweite kamen, schwang der lange Arm des kolossalen Hierotitanen herab und zerschmetterte dabei einen unglücklichen Minenarbeiter, als wäre er von einem massiven Stolleneinbruch erwischt worden. Die Bergwerker umschwärmten indes die riesenhafte Gestalt und begannen, sie fachmännisch mit ihren Picken zu bearbeiten. Abrissarbeiten waren für die Bergwerker keine ungewohnte Arbeit und auch die Tatsache, dass sich ihr zum Abriss auserkorenes Objekt bewegte, tat dem kein Einbruch. Schließlich mussten sie dann und wann auch gegen große Höhlenbasiliske oder andere monströse Geschöpfe der Tiefenwelt kämpfen. Dem Hierotitanen gelang es im Auseinanderbrechen noch, einen unvorsichtigen Bergwerker unter seiner tonnenschweren Masse zu zermalmen, bevor die Spitzhacken mit dem uralten Konstrukt kurzen Prozess machten und die Bergwerker über die steinernen Überreste des einst belebten Konstrukts hinweg setzten…
 


Unter heiserem Gekrächze stürzten die Todesgeier vom Himmel herab in den Rücken der Einheit Grenzläufer der Zwerge. Die große Skelettbogenschützen-Division versuchte unter stillen Anweisungen ihrer Großhierophantin die Formation zu verändern, um von dem in ihrer unmittelbaren Nähe umherschwirrenden Gyrokopter unbehindert in den Turm einzuziehen. Doch daran scheiterte die Hohepriesterin und die Division hatte Mühe, sich hinreichend schnell in Position zu bringen. Es war einer dieser Momente, in denen Eutra’ta erkannte, dass es ihr an der inhärenten Autorität der Könige und Prinzen Nehekharas mangelte und ihr in dieser brenzlichen Situation die anführende Fähigkeit und das nötige Schlachtenglück zum Sieg fehlte. Die Skelettbogenreiter umrundeten auf ihren Skelettpferden die Rückseite der Einheit Langbärte, während sich der Gruftskorpion von selbigen absetzte und sich in die Näher der just in diesem Moment attackierten Grenzläufer begab. 
Aus einem der Runensteine im Schatten des Wachturmes schoss erneut ein knisternder Feuerball und verbrannte einen Skelettbogenschützen zu grobkörniger Asche. Eutra’ta versuchte indes ihren Mangel an notwendiger Führungsautorität und Erfahrung auf dem Schlachtfeld, durch ihren spirituellen Link zu den Göttern wieder wett zu machen. Sie intonierte erneut mit all ihrer Macht Khsars Anrufung des Wüstensandes, um ihre Skelettbogenschützen schnellstmöglich in den Turm zu tragen, doch Engrasch Breithelm, der erfahrene Runenpriester der Zwerge, schlug eine Rune der Magieerdung und ließ die Äonen alte Magie der Hohepriesterin wirkungslos verpuffen. Hothep versuchte erneut, Beistand aus der Unterwelt anzurufen, doch auch dieses Mal griff der Runenpriester ein und erdete die maligne Magie, bevor sie erneut Schaden anrichten konnte. Auch der Hüter der Lade der verdammten Seelen stimmte zum ersten Mal seit Schlachtbeginn in den Choral der Anrufungen ein und entfesselte dabei die gepeinigten Seelen der Lade aus ihrem marmornen Gefängnis. Zunächst stürzten sich die rachsüchtigen Geister auf den exponierten Gyrokopter, doch der Pilot klammerte sich stoisch an seinen Steuerknüppel und wich allen herannahenden Geistern geschickt aus. Als nächstes sprangen die kreischenden Gespenstwesen auf die Bergwerker unterhalb des herumwirbelnden Gyrokopters und entrissen über einem halben Dutzend der sonst so resoluten Mineure ihre Seelen und somit ihr physisches Leben. Mit einer derart reichen Ernte zogen sich die jaulenden Geister zurück in ihren steinernen Sarkophag der Ewigkeit. Hothep nutzte den reichen Zufluss an Seelen für die Unterwelt und beschwor eine düstere Manifestation violetten Lichtes, welches gleich einer schemenhaften Sonne in Richtung Wachturm und die dahinter versammelten Langbärte fuhr. Doch hielt der Magiewirbel noch unmittelbar vor den Langbärten an und verblieb unter lautem Geheul und einem zwielichtigen Lichterspiel im Turm selbst. 
Die Skelettbogenreiter schossen mit präzise abgefeuerten Pfeilen noch zwei Bergwerker über den Haufen, bevor die Todesgeier in die Reihen der Grenzläufer hinabfuhren. Drei Grenzläufer fielen den scharfen Klauen und harten Schnäbeln der Todesgeier zum Opfer, bevor einer der gierigen Aasfresser von den Äxten der Grenzläufer in Stücke gehakt wurde. Die beiden verbliebenen Todesgeier wurden ebenfalls von den Zwergen niedergerungen, bevor sie wieder in die Lüfte steigen konnten…


Dies war der Zeitpunkt an dem Eutra’ta erkannte, dass die Schlacht unweigerlich verloren war, und so zog sie sich geschlagen mit den Überresten ihrer Kupfernen Legion und umhüllt von einem hervorgerufenen Sandsturm vom Schlachtfeld…

Zwergenfürst Logan Trotzberg ließ sich von seinen Schildträgern und begleitet von der Kommandoabteilung der Langbärte bis auf die Spitze des Turmes tragen. Dort betrachtete er den abklingenden Sandsturm, der sich langsam entfernte und dahinter am Horizont die Ausläufer der Bucht des Schwarzen Golfes und die Ansätze der Wehranlagen von Barak Varr…

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