Gurrut (Ogerkönigreiche) vs. Stilton (Orks&Goblins)


Gurrut (Ogerkönigreiche) vs. Stilton (Orks&Goblins) [Sturm der Magie - Feld I6]


Einige Kilometer südlich vom Eisenfelsen kletterte Oger-Tyrann Gurut Eisfelsen auf den schneebedeckten Gipfel eines nahen Berges und blickte in die sturmumtoste südliche Talebene hinab. Die bergige Landschaft und das rauhe Klima erinnerten ihn stark an die Trauerberge seiner Heimat, so dass ihn ein kurzer minutenlang andauernder Anflug von Heimweh umfing. Lediglich so eine merkwürdige fliegende Festung, wie sie den Stamm gestern überflogen hatte, und den merkwürdigen Sturm, der die Festung weiträumig umgab, hatte Gurrut in den Trauerbergen noch nicht gesehen.

Unvermittelet wurde der Oger-Tyrann jedoch durch ein grelles Pfeifen im Ohr unsanft aus seinem Tagtraum gerissen. Sein persönlicher Glücks- und Spähgnoblar kreischte nach Leibeskräften, während er auf Gurruts Schulter auf und ab sprang, dabei wild in Richtung Tal gestikulierte und sein Fernrohr schwenkte. Der Tyrann blickte wieder hinab in das Tal und sah nun was sein Glücksgnoblar so erregte. Eine riesige Horde kleinerer Grünhäute zog gen Norden auf seine Position zu. Entweder diese Maden verfolgten die merkwürdige fliegende Festung auf der Suche nach Beute oder sie hatten es auf den Eisenfelsen abgesehen, um die dortigen Grünhäute in ihre Armee einzugliedern. Letztlich war Gurrut dies jedoch egal, denn es würde heute Abend auf jeden Fall reichlich Grünzeug als Fingerfood für seinen gesamten Stamm zu Essen geben. Schon Mutter sagte immer „Iss mehr Grünzeug Junge, das ist gesund!“

Gurrut Eisfelsen

Nachtgoblin-Waaghboss Stilton frohlockte, als er mit seiner Goblinhorde im Kielwasser von Fozzriks Fliegender Festung durch das Weltrandgebirge stapfte. Die Festung schien sich im Zickzackkurs in Richtung Eisenfelsen zu bewegen und mit etwas Glück könnte Stilton zwei Snotlings mit einem Knüppel erlegen.
Einerseits könnte er auf diese Weise am Eisenfelsen die von Skarsnik benötigte Verstärkung rekrutieren und somit seinem eigentlichen Auftrag genüge leisten und anderseits könnte er so Zugriff auf die Festung und die magischen Reichtümer in ihr erlangen, die dann und wann vom Himmel fielen. Erst kürzlich stieß Stilton auf eine prall gefüllte Truhe mit magischem Tand, die von der Festung hinab gefallen war. Durch diese magischen Reichtümer wiederum könnte er, so Mork will, unabhängig von oder gar mächtiger als Skarsnik selbst und Herrscher über das ganze Weltrandgebirge werden!
Lediglich das lauter werdende Schnattern seiner Schamane um ihn herum machte Stilton und vor allem seinen Riesensquig Gorgon zunehmend nervöser, was dieser sogleich durch ein markerschütterndes Rülpsen quittierte. Die säulenartigen Schneeverwehungen türmten sich währenddessen immer mehr auf und schienen nunmehr ein Eigenleben inklusive obskurer Grimassen zu entwickeln, als plötzlich unvermittelt dutzende von Oger-Bullen einer Lawine gleich den nahen Berg hinunter direkt auf Stilton und seine Goblinhorde zuwalzten…

Stilton, Skarsniks zweite Speerspitze

Die Oger-Lawine prallte mit voller Wucht auf die unzähligen Nachtgoblins, die sich auf dem Hochplateau tummelten. Der Fleischer, der von seinem Stamm nur „der Aasfresser“ genannt wird, hatte noch kurz vor dem Aufprall durch seine Todesmagie eine Bresche in die versammelten Grünhäute geschlagen. Die nahen Goblin-Schamanen versuchten frenetisch den marodierenden Ogern durch Waaagh-Magie Einhalt zu gebieten und auch einer der gebundenen Cockatrice stürzte sich auf die Oger. Oger-Tyrann Gurrut Eisfelsen selbst führte die Lawine an und hieb rechts und links nach den kleinen Grünhäuten, die versuchten ihn in Netze zu verstricken oder ihm Squigs auf den Hals zu hetzen. Nachtgoblin-Waaaghboss Stilton versuchte währenddessen still und heimlich mit einer kleineren Zahl Nachgoblins um die Flanke der Oger herum zu kommen, um sie - hinterhältig wie er war - im Rücken anzugehen. 

Der Verschlinger, der wiederum im Rücken der Nachtgoblin-Horde aufgetaucht war, wurde in Sekundenbruchteilen von irren Kamikaze-Goblins zu Fall gebracht, während amoklaufende Kettensquigs beide Flanken der Oger bedrohten. Die Vielfraße hielten sich im Angesicht der ihnen gegenüberstehenden zahllosen Squigs auf ihrer Anhöhe zurück und feuerten regelmäßig ihre Ogerpistolen auf jedes sich nahende Ziel. Ein albinohafter Carnosaurus stapfte auf der gegenüberliegenden Flanke durch den Schnee und versuchte dabei nicht frontal auf den irren Kettensquig zu prallen, sondern sich die freilaufenden Schamanen auf und nahe der arkanen Fokusse zu schnappen.

Bevor Stilton den Ogern in den Rücken fallen konnte, besiegten diese jedoch die letzten vor ihnen befindlichen Goblins sowie den säurespeienden Cockatrice in ihrer Flanke und konnten sich so den plötzlichen Angreifern entgegenstellen. Im drauf folgenden Handgemenge konnte der Stahlwanst der Eisenwänste Stilton mit einem gezielten Schlag seiner Keule mehrere Dutzende Meter durch den Schneesturm schleudern, so dass dieser, nachdem er sich vom Schnee befreit hatte, heimlich davon schlich noch bevor sich seine gesamte Armee in Wohlgefallen auflöste.

Gurrut Eisfelsen stand bereits knietief in toten Goblins, ausgeweideten Squigs und den Federn des erlegten Cockatrice, als merkwürdig bleiche Trolle und Schwarzorks wie aus dem nichts aus grünlich schimmernden Portalen im Eis hervorbrachen, nachdem der auf dem nahen Felsen stehende Goblin-Schmane wilde Intonationen von sich gegeben hatte. Genug vom vielen Tiefkühlessen zog sich der Oger-Tyrann in Richtung Berghang zurück, während er sich der unvermittelt aufgetauchten Schwarzorks erwehrte. Die Reste der Ogerarmee sah mit Bewunderung wie Gurrut zentnerschwere Schwarzorks durch die Luft schleuderte und sein Schlachtgebrüll von den Hängen der nahen Berghänge wiederhallte, bevor er beim rückwärtsmarschieren in eine tiefe Felsklippe stürzte.

Erst nach der Schlacht wurde Gurrut von Rhinoxen aus der Felsspalte gezogen und fortan wurde er von seinem Stamm ehrfürchtig mit dem Großen Namen Sturmbrecher tituliert, während die letzten auf dem Schlachtfeld befindlichen Goblins das Weite suchten.





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