Nathrae (Dunkelelfen) vs. Melistius (Imperium) [Schlachtreihe - Feld C2]
Erzzauberin Nathrae Kemsha legte ihr
eisigstes Lächeln auf, so dass die Krieger um sie herum unbewusst einige
Zentimeter mehr Abstand zu ihr gewannen. Sie würde ihrem Vater beweisen,
dass
sie die fähigere seiner Töchter ist und für den Ruhm ihres Hauses und
des
Konvents der Zauberinnen sorgen, indem sie eine große Zahl menschlicher
Sklaven
einfangen würde. Die Küstendörfer der Menschen waren das geeignete Ziel
für
dieses Vorhaben und durch einen Gewaltmarsch schnell zu erreichen. Dies hatten ihr jene Schatten berichtet, die ihr persönlich gegenüber loyal waren. Diese Dörfer waren zudem schlecht verteidigt, jedoch vergleichsweise stark
bevölkert,
so dass eine reiche Beute zu erwarten war. Kaum kamen die ersten Hütten
in
Sicht, da spürte Nathrae ein Erstarken der Winde des Ghyran und die Vorhut der
Schwarzen Reiter galoppierte aus der Ferne auf sie zu. Sie berichteten von einer
Streitmacht
der Menschen, die die Küste entlang auf sie zu marschierte. Nathraes Lächeln wurde noch
eisiger, so dass sich Raureif auf dem Metall der Waffen der nahen
Speerträger entwickelte. Dies würde die Ausbeute auf Beute und Ruhm noch
vergrößern…
Meisterzauberer Melistius
wusste, dass er mit dem Nahen der Sommersonnenwende den Höhepunkt seiner Macht
erreichen und der Wind des Ghyran bis dahin stetig zunehmen würde. So
spürten seine sensitiven Sinne auch frühzeitig die Bedrohung, die sich im Südwesten
entlang der Küste näherte, während Breithoff und Hassenstein versuchten der
grünen Plage im Osten zu begegnen. Seine übernatürlichen Sinne wären jedoch gar
nicht von Nöten gewesen, da fliehende Minenarbeiter bereits vor Tagen von den
elfischen Korsaren berichtet hatten, die vor gut einem Monat nur kurz nach
Melistius und den imperialen Truppen an der Küste des schwarzen Golfes weiter
gen Süden angelandet waren. Eine mächtige Zauberin begleitete die Korsaren,
dies konnte Melistius bereits aus der Entfernung spüren. Es war an der Zeit,
dass er seine Macht über die Winde der Magie mit derer der Elfen messen würde.
Ohne lange Verzögerung zogen die imperialen Truppen mit Melistus von Kadar Grim
aus die nahe Küste entlang gen Süden, um den in den imperialen Wirkungsbereich
einfallenden Sklavenjägern die Stirn zu bieten und sie mit Magie und Schwert zu
vertreiben…
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| Meisterzauberer Melistius |
Die Korsaren
sowie die von ihren Bestienmeistern getriebene Kriegshydra schossen entlang
eines nahen Baches auf die Reihen der Imperialen zu, die sich gerade vor dem
nahen Fischerdorf positioniert hatten. Mit ihren sie begleitenden Speerträgern umrundete
Nathrae einen kleinen Hain zur Linken, um ihre tödliche Magie auf die Menschen
niederprasseln lassen zu können. Zur Verstärkung ihrer dunklen Zauberkraft
bohrte sie ihren magischen Opferdolch sogleich in die Schlagader eines nahen
Soldaten und nährte sich an seiner Lebensessenz. Die Echsenritter befanden sich
an der rechten Flanke jenseits des Flusses und hielten auf das Zentrum der
imperialen Streitmacht zu, während wilde Harpyien rechts von ihnen vor Blutdurst
kreischten.
Die
Infanterie des Imperiums hielt ihre Position im Zentrum nahe des Flusses, als die
Demigreifen-Ritter der Altdorfer Greifengarde an der imperialen rechten Flanke plötzlich
hervorstießen und mit für Reittiere dieser Größe erstaunlicher Wendigkeit die
riesige Kriegshydra frontal angriffen. Kurz vor dem Aufprall wurden die Lanzen
von magischem Feuer umspielt und bohrten sich tief in das dunkle Fleisch der
Hydra, während die Demigreifen mit Schnabel und Klaue weitere tiefe Wunden
verursachten. Schwer
verwundet und im Todeskampf riss die riesige Hydra noch einen Demigreifen nebst
Reiter in Stücke, bevor sie tödlich getroffen zusammenbrach und ihre beiden
Bestienmeister überollte. Daraufhin setzten die Demigreifen-Ritter über den massigen
Kadaver hinweg und warfen sich in die exponierte Flanke der überraschten
Korsaren dahinter. Voller Stolz
sah Melistus diesem Spektakel zu, angerichtet von Demigreifen, denen er vor
wenigen Jahren persönlich aus dem Ei schlüpfen half und die er nun mit Hilfe
seiner zu dieser Jahreszeit besonders mächtigen Lebensmagie für kurze Zeit nahezu
unverwundbar machte. Die schwere
Kavallerie des Imperiums hingegen verschätzte sich beim Frontalangriff auf die
Korsaren und wurde sogleich Opfer von Nathraes destruktiver Magie in Form einer
dunklen dämonischen Wolke, die sich zwischen den Rittern manifestierte und von einer
Handvoll von ihnen nur blanke Knochen und Rüstungsteile übrig ließ.
Die Echsenritter
ihrerseits hatten Schwierigkeiten sich jenseits des Flusses für einen Angriff
in Position zu bringen, bis sie schließlich beim Durchqueren von selbigem in Untiefen
gerieten und einige der Dunkelelfen-Ritter aus dem Sattel stürzten, so dass
zunächst die reiterlosen Kampfechsen in Panik gerieten, jedoch auch die
Kampfechsen mit Reitern ihnen schließlich hinterherstießen. Melistus nutzte die
Chance und tötete weitere Ritter durch seine nicht immer nur friedfertige
Magie, so dass in Folge das gesamte Regiment vom Schlachtfeld floh.
Die Harpyien
hatten währenddessen leichte Beute in Form der vereinzelten Bogenschützen
ausgemacht und machten sich sogleich an ihr blutiges Handwerk diese zu
zerfetzen.
Schließlich
prallten auch noch etwas verzögert die schweren Ordensritter in die Korsaren
und als Nathrae sah, dass der Kapitän der Korsaren und gleichzeitig ihr
aktueller Liebhaber nach längerem Zweikampf vom Anführer der Demigreifen-Ritter
niedergemacht wurde, entschloss sie sich kurzerhand, ihre restliche Armee vom Schlachtfeld
zurückzuziehen und ein anderes Mal einfacher zu fangende Sklaven zu suchen.




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