Hassenstein (Imperium) vs. Gahrr (Orks&Goblins)

 

Hassenstein (Imperium) vs. Gahrr (Orks&Goblins) [Der Wachturm - Feld E3]


Erzlektor Mikael Hassenstein war sich sicher, dass ihn seine Eingebung diesmal nicht täuschen sollte. Vielleicht war es ein Fehler gewesen Rittmeister Breithoff und seine heißspornigen Ritter gegen die grünhäutigen Ausgeburten auszuschicken. Vielleicht war der Ork, der die Horde anführte, doch gerissener als angenommen. Wie dem auch sei, Hassenstein sollte nicht Hassenstein heißen und nicht Gesandter des Sigmar selbst sein, wenn er diesen Feind aus der Zeit in denen Sigmar selbst auf Erden wandelte nicht mit rechtschaffendem Zorn zerschlagen würde. Kolonne um Kolonne disziplinierter Infanterie erstreckte sich links und rechts von Hassensteins Position und erfüllte ihn mit Stolz. Gebete wurden intoniert und Artillerie wurde von schweren Lastentieren in Position gezogen. Jäger waren ausgesandt worden, um jedwede kundtschaftenden Goblin-Wolfsreiter am sich nähern zu hindern. Hassensetin wollte den Grünhäuten keinen taktischen Vorteil geben. Er wollte Breithoffs nachlässigen Fehler nicht wiederholen…


Lektor Hassenstein


Waaghboss Gahrr der Heimtückische stand auf der Spitze des Galgenfelsens und rieb sich die Pranken. Endlich schien der Mensch Namens Hasenfuß (…oder war es Hasenstein?,  Egal dachte Gahrr…) die Schlacht zu suchen, nachdem er vom Sendboten des Mork quer durch die Alte Welt verfolgt worden war. Die vernichtende Niederlage seiner vorgeschickten Ritter im letzten Monat schien ihn aus dem Versteck in der Zwergenwehrstadt gelockt zu haben. Zunächst erwartete Gahrr eigentlich einen Angriff der im letzten Monat unvermittelt aufgetauchten Zwerge östlich seiner Position, aber seine Goblin-Wolfsreiter berichteten ihm schließlich, dass diese lediglich Mienen in die Erde gruben. Goldgierige Stumpenz. Derer würde er sich auch noch annehmen.
Die nach Westen ausgesandten Wolfsreiter waren nach wie vor überfällig, so dass Gahrr mittlerweile davon Ausging, dass diese Nichtsnutze entweder allesamt desertiert waren oder von den Menschen aufgerieben worden waren. Wie dem auch sei, das Jucken in Gahrrs großem Zeh kündete das Auftauchen der Menschenarmee bereits an, bevor diese in geordneten Reihen am Fuß des Galgenfelsens halt machten. Der Sendbote des Mork sprang mit einem Krachen auf seinen Streitwagen, bellte einen Befehl in Richtung seiner Horde und schoss mit Höchstgeschwindigkeit den Abhang hinunter auf die disziplinierten Reihen der Imperialen zu. Das würde eine Gemetzel geben...


Gahrr XXX



Mit seiner für einen Ork erstaunlichen Scharfsinnigkeit erkannte Gahrr schnell, dass die Menschen versuchten den alten Wachturm am Fuße des Galgenfelsens zu erreichen. Mit wildem Gebrüll trieb er die Wildschweine an seinem Streitwagen zu größerer Schnelligkeit an und merkte dabei erst als er auf die Reihen der imperialen Ritter prallte, dass die anderen Streitwagen kaum mit ihm mitgekommen waren. Mit den Rittern sollte er auch noch alleine fertig werden dachte er in Anlehnung an die letzte Schlacht, nur um zu merken dass diese Menschen aus einem anderen Holz geschnitzt schienen oder aber aus den Fehlern ihrer Ordensbrüder gelernt zu haben. Geübt wichen die Reiter den Klingen an den Rädern seines Gefährtes aus und hieben auf die empfindlicheren Teile seines Streitwagens und die Wildschweine selbst ein. Panisch vor Schmerzen und gegen den gebrüllten Protest von Gahrr selbst wendeten sich die Wildschweine samt Wagen zur Flucht, nur um sich nach wenigen Metern durch Bruch der Hauptachse und dem Ableben eines Schweines komplett zu überschlagen. Zu Gahrrs Verdruss schlug der Wagen kurz nach seinem eigenen Aufprall auf dem Boden auf seinen Beinen auf und begrub ihn gänzlich unter sich.

Lektor Hassenstein sah mit Befriedigung wie der Ork-Kriegsherr von den Ordensrittern zunächst in die Flucht und dann in die Luft geschlagen wurde. Selbst diese grobschlächtige Grünhaut sollte unmöglich in der Lage sein, dies überlebt zu haben. Die Bihandkämpfer hatten den alten Wachturm bemannt und erwehrten sich tapfer der heranstürmenden Wildorks. Hassenstein zog sich mit grimmiger Miene den kapitalen Metallsplitter aus der Schulter, den die Detonation des Dampfpanzers dort hinterlassen hatte, als plötzlich zwei bullige Trolle am Turm vorbei auf ihn zustürmten. Die Trolle erbrachen ihren kompletten Mageninhalt über den Kriegsaltar des Sigmar, so dass Hassenstein schon nach kurzem Kampf auf den glitschigen Verdauungssäften ausrutschte, mit dem Kopf hart aufschlug und ihn Dunkelheit umfing.

Der vermeintliche Tod des Ork-Anführers und das Verbarrikadieren der letzten Menschen im Turm führten alsbald zu einem kompletten Rückzug der verbliebebenen Grünhäute vom Schlachtfeld. Einer der Trolle hatte sich den bewusstlosen Lektor über die Schulter geworfen und trabte gedankenverloren den übrigen Streitwagen hinterher auf dem Weg in das weit im Osten liegende Haupt-Lager des obersten Waaaghbosses der Düsterlande, Morrmett Hackpelz, während der andere Troll auf dem Kriegsaltar des Sigmar sitzend essbare Dinge in seinem Riechorgan suchte…

Gahrr, der Heimtückische, konnte sich erst Stunden nach der Schlacht aus dem Trümmerhaufen der Überreste seines Streitwagens und den darauf befindlichen Schweinekadavern befreien. Frustriert nahm er das Banner der Menschlinge über dem Turm wahr und erkannte erst als er los marschieren wollte, dass sein eines Knie in die andere Richtung gebogen schien und er seinen juckenden Zeh nicht mehr Spüren konnte. Mit seinem Spalta hackte er zwei passende Holzschienen aus den Überresten des Streitwagens, nagelte sie seitlich an sein Bein und begann nach Rache sinnierend den langen Weg gen Osten zu humpeln….








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