Urzen (Vampirfürsten) vs. Karitamen (Gruftkönige) vs. Hackpelz (Orks&Goblins)


Urzen (Vampirfürsten) vs. Karitamen (Gruftkönige) vs. Hackpelz (Orks&Goblins) [Jeder gegen Jeden - F6]




Strigoi-Ghoulkönig Urzen fixierte die vor nur wenigen Augenblicken unerwartet aufgetauchte Gestalt mit raubtierhaftem Kalkül. Sie stand im Schein des Lagerfeuers der Strigani nur einige Meter entfernt vor dem Ghoulkönig und war mindestens einen halben Kopf größer und deutlich massiger als der aufgerichtete Urzen selbst. Dennoch hatte er keinen Zweifel, dass er ihr innerhalb eines Herzschlages den Kopf abreißen könnte. Es handelte sich bei der massigen Gestalt um einen grobschlächtigen Oger aus den entfernten Trauerbergen, aber es war vielmehr die Aura von Todesmagie, die die Gestalt wie einen Mantel umgab, die Urzen innehalten ließ und ihn neugierig machte. Durch seine überirdische Wahrnehmung konnte der Strigoi-Ghoulkönig sehen wie der Wind des Shyish den Oger umspielte und durchdrang, wie er es sonst nur von seinen Vampirbrüdern und mächtigen Nekromanten her kannte. Die Strigani-Hexe zu seiner Rechten krächzte wilde Beschimpfungen und spuckte Flüche in Richtung des bewegungslos dastehenden Besuchers. Urzen unterband diese Tirade mit einem kurzen Grollen und forderte den bleichen Oger auf sich zu erklären. Der Oger öffnete seinen von schwarzen Stümpfen erfüllten Mund und eine dunkle Stimme nebst fauligstem Atem erfüllte das Lager der Strigani, während er einen Sack gefüllt mit den Leichen von einem halben Dutzend Orcs vor das große Lagerfeuer warf. Hasserfüllte Erinnerungen an den Fall von Strigos und den hinterhältigen Grünhäuten, die seinen Meister vor all den Jahrhunderten getötet hatten, stiegen in Urzen auf, während der Oger, der sich Aasfresser nannte, vom Auffinden der Orks nahe des Strigani-Lagers berichtete. Der Vampirfürst Frantisec wäre zwar sicher nicht erfreut, wenn er hören würde, dass der Ghoulkönig die Grünhäute im Osten angriff, mit denen er mühevoll einen Nichtangriffspakt ausgehandelt hatte. Dies kümmerte Urzen in seinem abgrundtiefen Hass und seiner Wut  jedoch nicht und er gab einen zischenden Befehl an die Strigani-Hexe die untote Horde zu mobilisieren, die sich gerade außerhalb des Feuerscheins des Strigani-Lager befand. Als die Armee verwesender Leichen schließlich in Richtung Osten und dadurch in Richtung Ork-Territorium vordrang, um alles in ihrem Weg zu zerschlagen, erreichte Urzen von seinen vorausgeeilten Ghoulen zudem die Kunde, dass sich dort mittlerweile auch eine Armee der mumifizierten Gruftkönige aus Khemri aufhielt und sich bereit machte die Grünhäute zu attackieren. Diese Feinde aus alter Zeit sollten Urzens Zorn ebenso zu spüren bekommen. Ein Sieg über beide dieser verhassten Armeen sollte sicher auch den Vampirfürsten Frantisec milde stimmen…

 
Strigoi-Ghoulkönig Urzen, der Erbarmungslose
                                                                                         

Gruftkönig Karitamen blickte von einer Anhöhe aus auf das Meer grüner Leiber, welches sich nur wenige Kilometer entfernt vor ihm schier endlos erstreckte. Er stand dort gleich einer aus Stein gemeißelten Staute längst vergangener Zeitalter. Hunderte großgewachsene Orks waren am Flussufer versammelt, während ihr grobschlächtiger und ausgesprochen dunkel gefärbter Anführer in ihrer Mitte versuchte mit lautem und bis zu der Position des Gruftkönigs herüberhallendem Gebrüll, so etwas wie Ordnung in die undisziplinierten Massen seiner Untertanen zu bringen. Die Orks hatten die glänzenden Speerspitzen der Bronzenen Legion des Todesskarabäus schließlich bemerkt, nachdem diese bereits seit Stunden bewegungslos in Sichtweite verharrt war. Karitamen erinnerte sich an eine vergleichbare Szenerie aus seinen Lebzeiten nicht unweit von ihrer jetzigen Position. Dies lag jedoch bereits Äonen zurück. Es war zu einer Zeit gewesen, als noch die trockene Luft der kargen Steppe die lebendigen Lungen Karitamens erfüllt hatte und die Hitze der Sonne auf seiner gebräunten Haut gebrannt hatte. Nun spürte der Gruftkönig nur noch wie der Wind durch die Lücken seiner königlichen Rüstung und seiner alten, bandagierten Knochen pfiff sowie den tief verwurzelten Wunsch diese grüne Pest ein für alle Mal aus diesen Landen zu vertreiben. Hierfür hatte ihn der Geierfürst Amenemhetum persönlich so weit in den Osten der Düsterlande beordert. Dies war sein Land gewesen. Dies waren die fruchtbaren Bereiche seines Königreiches gewesen. Hier waren seine Untertanen der Feldarbeit nachgegangen und hatten die Vasallen seines Königreiches ernährt. Nun gab es hier nur noch grobschlächtige Orks und kreischende Goblins soweit das Auge reichte. Aber auch das hätte bald ein Ende, dachte Karitamen und hob in dieser Erinnerung schwelgend langsam einen seiner mumifizierten Arme, um seiner bewegungslosen Legion das Vorrücken auf den Gegner zu befehlen. Bevor er seinen Arm jedoch senken konnte, sah Karitamen, wie sich aus dem Westen schwankend eine weitere Streitmacht näherte. Die degenerierten Blutsauger aus dem kurzlebigen und mittlerweile wieder untergegangenen Reich Strigos waren augenscheinlich aus ihren Sümpfen gescheucht worden. Eine solch unerwartete Wendung hatte Karitamen nicht erwartet und wenn er noch Gesichtsmuskeln gehabt hätte, hätte sich der Ausdruck seines Gesichtes zu einem finsteren Lächeln verzogen. Dann senkte der Todesskarabäus seinen Arm und die Bronzene Legion setzte sich langsamen Schrittes in Gang…

 
Gruftkönig Karitamen, der Todesskarabäus
 

Schwarzork-Waaghboss Mormett Hackpelz brüllte weitere Befehle und schlug einem nahen Ork-Krieger seine Handfläche mit derartiger Wucht ins Genick, dass dieser bäuchlings im Staub landete und bewegungslos liegen blieb. Der ungehorsame Haufen um ihn herum bildete sich nur langsam zu Kampfgruppen. Die Knochenheinis auf der nahen Anhöhe waren plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht, aber das kam Hackpelz gerade Recht, denn seine Jungs waren schon unruhig und kampfeshungrig, da sie über Monate niemanden zum Moschen hatten außer sich selbst. Jetzt war es an ihm, seinen zwei nichtsnutzigen Stellvertreter-Generälen zu zeigen, aus welchem Holz seine eigenen Orks geschnitzt waren. Die Rückschläge des letzten Monats gegen die Menschen im Norden und die Oger im Osten waren nicht mehr hinnehmbar, daher hatte Hackpelz die Kriegsführung jetzt zur Chefsache erklärt. Zwar wollte der Schwarzork-Waaaghboss eigentlich selbst gen Norden vorstoßen, da das Gelände flussabwärts zunehmend undurchdringlicher wurde, aber nun hatten ihm die wie zu Salzsäulen erstarrten knöchernen Zahnstocher die Initiative entrissen und den Weg abgeschnitten. Als die einzelnen Ork-Mobs um ihre jeweiligen Anführer langsam Form annahmen, brach an der westlichen Flanke erneut Unruhe aus, so dass Hackpelz seinen Spalta schulterte und geradewegs in Richtung der Unruhe schritt, um ein paar Köpfe zusammenzuhauen und endlich für Ruhe zu sorgen. Kaum angekommen sah Hackpelz den Auslöser für die Unruhe. Taumelnde und aufgedunsene Leiber waren entlang des nahen Sumpfes aufgetaucht, angeführt von einer raubtierhaften Gestalt, die Hackpelz kurz innehalten ließ. Es sah so aus, als sollten sich die Blutsauger aus dem stinkigen Sumpf nicht an die gemeinsame Vereinbarung halten. Diese Absprache war dem Schwarzork-Waaaghboss jedoch ohnehin ein Dorn im Auge gewesen. So gab es wenigstens mehr zum Moschen und mehr knöchrige Schädel zum Einschlagen…
 
Schwarzork-Waaaghboss Mormett Hackpelz



Nach dem Verteilen mehrerer Kopfnüsse und der überzeugend vorgetragenen Androhung weiterer Nackenschläge, gelang es Mormett Hackpelz schließlich so etwas wie Ruhe in seine nur bedingt disziplinierte Ork-Horde zu bekommen. Insbesondere den von dem irren Wildork-Schamanen angeführten Wildork-Moschas war vor lauter Schaum vor den Mäulern kaum Einhalt zu gebieten, als sie die anrückenden Gegner mit eigenen Fungusbier geschwängerten Augen erblickten. Hackpelz Befehl war jedoch selbst für den benebeltsten Ork verständlich: Der unmittelbare Bereich um ihr primitives Lager sollte gehalten und verteidigt werden. Das Konzept von Verteidigung war den meisten Wildorks zwar gänzlich unbekannt und eigentlich kannten sie nur die „Taktik“ des direkten Sturmangriffs auf den nahesten Gegner. Dennoch verharrten die Grünhäute in unüblicher Manier, während sich die in der Abendsonne funkelnde Armee der Gruftkönige nur langsam ihrer Position näherte und die aus den Sümpfen hervorgebrochene Ghoulhorde der Vampirfürsten südwärts an ihnen vorbeizog. Lediglich eine in schwere, rostige Kettenrüstungen gehüllte Einheit Verfluchte mit grünlich schimmernden Augenhöhlen schien an der Westseite der Grünhäute zu verbleiben und ihre derzeitige Position zu bedrohen.


 
Eigentlich hatte Karitamen es auf die grobschlächtigen Grünhäute nahe dem Fluss abgesehen, aber nun war dieser entstellte Blutsauger aus dem vor Jahrtausenden korrumpierten und vertriebenen Adel von Lahmia aufgetaucht. Der ungeschlachte Blutsauger selbst sowie seine ihn begleitenden degenerierten Ghoulhorden schossen mit überraschender Geschwindigkeit am Rand des Sumpfes entlang und schwenkten direkt auf die verwundbare Flanke der Bronzenen Legion des Todesskarabäus zu. Karitamen erkannte schnell die Bredouille, in der er steckte und versuchte sogleich, seine Armee dieser neuen Bedrohung zuzuwenden ohne die Grünhäute vor sich aus dem Blick zu verlieren. Das unwirtliche Gelände an Karitmens linker Flanke war für einen massierten Angriff seiner elitären Streitwägen oder gar der titanischen Kriegssphinx denkbar ungeeignet. Die Katapulte der Bronzenen Legion hingegen richteten sich auf Karitamens Befehl hin auf die neue Bedrohung aus und begannen unablässig brennende Schädel in die Ghoulhorde zu schleudern. Die stark deformierten Gruftschrecken, die die Ghoule in großer Zahl begleiteten und überragten, gaben hierbei die besten Ziele ab und eine Vielzahl dieser verwachsenen Kreaturen verging im Feuer des kontinuierlichen Beschusses der Katapulte. Gleichzeitig versuchten die Bogenschützen der Bronzenen Legion den überrascht aufgetauchten Feind mit Pfeilen einzudecken, während das entfesselte Totenlicht der Lade der Verdammten Seelen die eine oder andere verderbte Seele aus den untoten Körpern der Ghoule und Gruftschrecken zerrte.

Inmitten der Ghoule stürzte Urzen gleich einem wilden Raubtier voran. Der Hass auf die Grünhäute schien mit Blick auf die Armee der Gruftkönige aus Zandri vergessen und so hielt der Strigoi-Ghoulkönig unablässig auf die in Bronze gerüstete Armee der untoten Nehekharaner zu. Das erste morsche Katapult, das Urzen erreichte, zerfetzte er mit wenigen Schlägen seiner rasiermesserscharfen und vor nekrotischen Gift triefenden Klauen, als wäre es aus Papyrus. Nur einen Augenblick später sprangen der Strigoi-Ghoulkönig  und seine kanibalistischen Handlanger über die Überreste des Katapults direkt auf die bedrohlich leuchtende Lade und ihre Wächter dahinter zu. Die wenigen Pfeile der Skelettbogenschützen aus dem morschen Gebäude noch weiter vor ihnen, konnten weder Urzen noch seine Ghoule aufhalten und mit Hilfe der nahen Beingrube beschwor Urzen die wenigen Verluste in seinen Reihen unentwegt zu neuem Unleben. Lediglich die hinter ihm befindlichen Gruftschrecken litten nach wie vor unter dem massierten Katapultbeschuss und dem unirdischen Totenlicht der Lade der Verdammten Seelen. Aber es war nicht nur der Hass auf die Priesterkönige von Nehekhara oder die Erinnerung an Alcadizaar, die Urzen unentwegt weiter voran trieb. Der Ghoulkönig war gerissen genug, um zu wissen, dass, sollte er beide der Beingruben, eigens angelegte Massengräber aus den Zeiten des Königreichs Strigos, auf dem Schlachtfeld in Besitz nehmen, er und seine nekromatischen Verbündeten unzählige Zombies und Skelette beschwören könnten und damit die Schlacht sicherlich für sich entscheiden würden.

  

Während die Ghoulhorde sich unter dem Beschuss der Bronzenen Legion mit nur geringen Verlusten unablässig durch die linke Flanke der Gruftkönige kämpfte, verharrte Hackpelz mit seinen um sich gesammelten Orks weiterhin in der Mitte der Tiefebene nahe des Flusses und bellte unter Gewaltandrohung Befehle an seine kampfeshungrigen Krieger, sich keinen Schritt zu bewegen. Die in uralte Rüstungen gehüllten Verfluchten im Westen näherten sich langsamen Schrittes der Beingrube auf ihrer Seite des Schlachtfeldes und der sie begleitende Vampir beschwor sogleich eine Handvoll verfaulter Zombies aus ihren moorigen Untiefen. Hackpelz eigene Einheit aus mehreren Dutzend muskelbepackten und schwer gerüsteten Schwarzorks hatte er fest im Griff. Dies waren loyale Krieger aus seinem eigenen Stamm und keine stänkernden Halborks aus dem Norden. Die Orkkrieger aus dem Mob, der entlang der flammenden Barrikade im Westen positioniert war, waren hingegen jung und undiszipliniert, aber der Schwarzork-Waaaghboss hatte ihnen mit eiserner Faust eingebläut, sich seinen Befehlen besser nicht zu widersetzen. Der erst seit kurzem in seine Armee aufgenommene Stamm Wildork-Moschas jedoch, machte Hackpelz die meisten Sorgen und es dauerte nicht lange, da stürzten sich die primitiven Stammeskrieger aus den Südlanden entgegen seines Befehles und angefeuert durch das wirre Gekreische ihres Schamanen und das wilde Gefuchtel des grenzdebilen Stammesführers und Totemträgers auf die steinerne Khemrische Kriegssphinx zu, die sich nahe ihrer Position am Rande des Flusses mit donnernden Schritten genähert hatte.



Es war der Jahrzehntelangen Erfahrung als General der Truppen Amenemhetums geschuldet, dass Karitamen erkannte, dass seine linke Flanke dem Ansturm der unzähligen Ghoule nicht lange würde standhalten können. Mit stummem Befehl ließ er seine Bogenschützen von der Befestigung nahe der Beingrube zurückfallen, als plötzlich unvermittelt wild brüllende Orks nahe dem Fluss an der rechten Flanke in hoher Geschwindigkeit auf die gigantische Kriegsphinx stießen. Einige der in wilder Kriegsbemalung verzierten Orks trugen einen riesigen Spieß mit einer Spitze aus vulkanischem Obsidian und dieser prallte wie in Zeitlupe auf die marmorne Oberfläche der Kriegsphinx und verursachte mit einem kreischenden Geräusch einen meterlangen Riss in ihrer Flanke. Karitamen zögerte keinen Augenblick und steuerte seinerseits mit der von ihm selbst angeführten Division Streitwägen frontal auf die irren Wildorks zu und in sie hinein. Der Gruftkönig und seine Einheit pflügten durch die vordersten Grünhäute wie eine Sichel durch ein Büschel Schilf und viele weitere der Grünhäute wurden von den Speeren der Wagenlenker niedergestreckt, während von der linken Flanke her die Anrufungen des Ptra intoniert durch den leitenden Priester des Todes und Hierophanten herüberhallten und die untoten Wagenlenker und Zugtiere mit heiliger Energie erfüllten. Die Kriegsphinx bäumte sich schwer angeschlagen auf, um das Ungeziefer unter sich zu zerschmettern, aber die Wildorks waren geübte Jäger aus den Urwäldern der Südlande, so dass sie den plumpen Angriffen des steinernen Ungetüms entgehen konnten und auch ihr feuriger Atem ihnen Dank ihrer magischen Kriegsbemalung nur wenig anhaben konnte. Schließlich schwangen sich einige der besten Jäger des Stammes am Hals der löwenhaften Statue hoch und brachten sie mit Hilfe angebrachter Lianen und zusammen mit ihrer hilflosen Besatzung zu Fall, so dass das belebte Konstrukt am Boden in tausend Teile zerbarst.
 


Strigoi-Ghoulkönig Urzen und seine Ghoule hatten das alte Gebäude, in dem sich die Skelettbogenschützen und die khemrische Priesterschaft verschanzt hatten, schließlich erreicht und bestürmten es unablässig. Als Urzen und seine Ghoule das Gebäude wiederholt attackierten und er gerade direkt in das erste Stockwerk des Gebäudes springen wollte, bemerkte er wie ein Priester des Todes in den zerschlissenen Gewändern der Priesterschaft des Usirian aus dem obersten Stockwerk düstere Anrufungen intonierte und einen mächtigen Geist aus der Unterwelt hervorrief. Dieser rachsüchtige Geist mit dem schmerzerfüllten Gesicht einer Frau stieß direkt auf ihn zu, aber Urzen konnte ihn gerade noch aus dieser Welt bannen, bevor er sich mit seiner möglicherweise auch für ihn tödlichen Umarmung nähern konnte. Ein kurzer Schulterblick und ein telepathischer Austausch mit seinem Vampirakolythen auf der anderen Seite des Schlachtfeldes, machte dem Ghoulkönig klar, dass seine Armee im Besitz beider Beingruben war und ihm somit die Schlacht gehörte, sofern er nicht unvorsichtiger Weise selbst sein Unleben auf dem Schlachtfeld verlieren sollte. Aber Urzen hätte nicht Tausende von Jahren überdauert, wenn er so unvorsichtig wie manch einer seiner Vorfahren gewesen wäre. So ließ der Ghoulkönig seine verbliebenen Ghoule mit dem sicheren Sieg vor Augen zurück, um das Gebäude ohne ihn einzunehmen, und entzog sich mit schnellen Sprüngen dem Wirkungsradius des düsteren Priesters des Usirian.

Hackpelz schäumte vor Wut. Seine früheren Verbündeten, die Vampirfürsten, hatten ihn zwar nicht direkt angegriffen, sich aber überall um seine Position herum postiert, ohne dass er eingegriffen hatte. Zudem beschworen sie unentwegt Verstärkungen aus den beiden von ihnen gesicherten Beingruben. Mittlerweile murrten sogar seine ihm treu ergebenen Schwarzorks unüberhörbar, da er ihnen eine lang ersehnte Schlacht entgehen ließ. Die nur mit Lendenschurz und Kriegsbemalung bekleideten Wildorks kämpften noch immer mit einer auf eine Handvoll zusammengeschrumpften Streitwägen der Bronzenen Legion, die schließlich im Getümmel des Nahkampfes beinahe gänzlich zum Stehen gekommen waren. Als aber der wirre Schamane von mehreren Speeren der Wagenlenker durchbohrt worden war und der Gargboss und Stammesführer in einer Herausforderung vom Todesskarabäus persönlich enthauptet und sein Leichnam nebst Totem und Armeebanner von den untoten Zugtieren des königlichen Streitwagens zertrampelt worden war, flohen die wenigen verbliebenen Wildorks, nur um unter den Rädern der Streitwagen-Division des Todesskarabäus zermalmt zu werden. 

 


Die letzte Hoffnung der Schwarzorks auf zumindest ein kleines Handgemenge verflüchtigte sich jäh, als der Gruftkönig und der letzte ihn begleitende Streitwagen mit dem Banner der Division kehrt machte und sich mit der Priesterschaft des Todes vom Schlachtfeld zurückzog. Ein Schwarzork nach dem anderen wendete sich einzeln oder in Gruppen von ihrem Waaaghboss ab und desertierte wortlos vom Schlachtfeld auf das sie einen Anführer mit mehr Gespür für ordentliche Prügeleien finden würden. Als die jungen Orkkrieger an der Barrikade dies sahen, verloren auch sie die Furcht und den Respekt vor ihrem Waaghboss und so flohen auch sie in alle Himmelsrichtungen vom Schlachtfeld.
 
Urzen sah mit Befriedigung wie sich sowohl die Armee der verhassten Grünhäute in alle Windrichtungen verflüchtigte, ohne dass er oder seine Armee auch nur Hand an sie gelegt hatten, als auch wie die Gruftkönige deutlich besiegt vom Schlachtfeld zogen. Beide Beingruben waren in seinem Besitz und die Strigani-Hexe sowie sein Vampirakolyth waren bereits damit beschäftigt die darin seit Jahrhunderten begrabenen Blutschwerter, die elitäre und zu Lebzeiten schwer bewaffnete Leibwache Ushorans, wiederzuerwecken. Sie hatten Ushoran vor dem Jahrtausende zurückliegenden Untergang Mourkains ewige Treue geschworen und würden diesen Schwur sicher auch im Untod einem seiner Nachkommen gegenüber erfüllen.

 Der Vampirfürst Frantisec Fariac könnte mit alledem sicher zufrieden sein…

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