[unterirdisch] D'kan (Chaoszwerge / Dämonen des Chaos) vs. Thungnison (Zwerge) vs. Moreek (Skaven)


D'kan (Chaoszwerge / Dämonen des Chaos) vs. Thungnison (Zwerge) vs. Moreek (Skaven) [Triumph & Treuebruch - Unterirdisch]



D’kans menschlicher Wirt war kaum mehr in der Lage die anwachsende dämonische Macht des Herolds in sich zu tragen. Seine Beine waren bereits derart deformiert, dass sie nicht mehr wirklich als menschlich zu bezeichnen waren. Dennoch lechzte es D’kan nach mehr Seelen, die er seinem dämonischen Meister Slaanesh auf dem Schlachtfeld opfern könnte. Die freigesetzten Energien der Erdensteine und die Seelen der Zwerge hatten ihn berauscht, aber D’kans Gier war grenzenlos und nicht mit sterblichen Maßstäben zu messen. Diesen Monat würde er sich der Skaven annehmen, nachdem er gerade erst die königliche Zwergenarmee zerstreut und ihren König in die Wehrstadt zurückgedrängt hatte. Die Seelen der Rattenmenschen waren sicher nicht so belebend, dafür aber zahlreich. Außerdem entsprach dies dem Abkommen mit seinen Verbündeten, den sterblichen Anhängern des Nurgle, und dieses Abkommen wollte er zumindest für den Moment ehren...

Herold des Slaanesh D'kan Fri'wol
                                                                                     

Morgrim war mit einem Teil der loyalen Trotzberg-Armee gen Westen gezogen, entlang der alten unterirdischen Zwergenstraßen. Er wusste, dass hier viele düstere Gefahren drohten, die über die gewohnten Begegnungen mit Trollen und Squigs hinausgingen. Aufgrund seiner Jahrhunderte alten Erfahrungen erkannte Morgrim die Spuren der Thagorraki, der Rattenmenschen, lange bevor die Bergwerker und Grenzläufer ihm aufgeregt über ihre Entdeckung berichteten. Thagorraki oder Skaven, wie sie die Menschen allgemein bezeichnen, hasste er beinahe so sehr wie Grünhäute und Elfen. Der alte Runenmeister rieb sich seine kapitale rote Nase und nahm ein Schluck Starkbier aus dem handlichen Zehnliterfass an seinem Gürtel. Der Geruch von verängstigten Skaven lag in der Luft und etwas anderes, was für Morgrim wie ein elfischer Männer-Harem roch. Einige Runen der Ringe an Morgrims wurstigen Fingern begannen schwach zu glimmen und der alte Runenmeister wusste, dass dies nicht auf dünnhäutige Elfen hindeutete, sondern auf etwas noch viel widerwärtigeres. Er spuckte verächtlich auf den Höhlenboden und gab den Truppen den grummelnden Befehl sich für die Schlacht bereit zu machen...

Runenmeister Morgrim Thungnison
 

Moreek lief die Schlachtlinie aufgeregt auf und ab. Es schien als sei er umzingelt worden. Er konnte es nicht fassen, dass dem mächtigsten Feldherren diesseits von Skavenblight so etwas passieren konnte. Der Kriegsherr war es gewohnt die Initiative zu haben, anzugreifen, wenn er es wollte, Hinterhalte zu legen und aus dem Verborgenen hervorzubrechen. An diesem ungünstigen Zustand war eindeutig sein unfreiwilliger Verbündeter vom Seuchenklan mit seinen lärmenden Gefolgsleuten Schuld. Es wäre sicher hilfreich, wenn sich diese ehrbaren Verbündeten für die erfolgreiche Sache opfern und den Gegenangriff frontal anführen würden, dachte Moreek, während er gedankenversunken auf seinem verwarzten Schwanzende kaute. Der Kriegsherr schreckte erst wieder auf, als sich sein Nackenpelz spürbar aufrichtete und seine Schnurrbarthaare angeregt durch den Geruch von Ozon und Zwergenbier zuckten. Der oder die Feinde mussten ganz nahe sein, so dass Moreek seine ersten Befehle quiekte, um so seinen grandiosen Schlachtplan in die Realität umzusetzen.

Kriegsherr Moreek
 


Ein unirdisches Kreischen erfüllte den schwach illuminierten Höhlenkomplex, als D’kan auf seinem bizarren, aus dem Fleisch zum Teil noch Lebender konstruierten Jagdstreitwagen zwischen unterirdischem Fluss und des mit magischen Schriftzeichen verzierten Turmes entlang schoss. Er war fest entschlossen die sich langsam versammelnden Zwerge zu erreichen, bevor diese sich vollends formiert und ihm zugewandt hatten. Es lechzte ihn nach weiteren Seelen zum Verschlingen und nach der Pein jener, die durch die Klingen seines dämonischen Gefährtes aufgeschlitzt würden. Die Unmengen von quiekenden Rattenmenschen zu seiner Rechten überließ der Herold mit Freuden seinen zahlreichen dämonischen Konkubinen und Haustieren, in Form der Dämonetten und Slaaneshbestien, zum Ausweiden und Verschlingen. Lediglich seine sterblichen Verbündeten, die schwer gepanzerten Anhänger des Nurgle, sandte D’kan ebenfalls in Richtung des Turmes und der Zwerge…


Morgrim erinnerte sich an diese Höhle. Es musste über hundert Jahre her gewesen sein, dass er sie betreten hatte. Das letzte Mal war sie leer, still und dunkel gewesen. Nun vernahm er das unnatürliche Gekreische von ekelerregend anmutenden Dämonen und das Gequieke von zahllosen in Raserei befindlichen Rattenmenschen, so dass er dem Meistermaschinisten und seiner Artillerie mit mürrischen Worten befahl, Stellung zu beziehen und den Feind nach eigenem Ermessen unter Beschuss zu nehmen. Morgrim selbst hingegen schulterte seinen Runenhammer und führte seine loyalen Klankrieger die marode Treppe zum Turm vor sich hinauf, um ihn gegen etwaige Angriffe zu halten. Es dauerte auch nicht lange, da stürzten aus dem Dunkel bereits in stark angelaufene Rüstungen gehüllte und mit schweren, rostigen Klingen bewaffnete Chaoskrieger die Treppe hinter ihnen hinauf. Ihnen eilte ein ekelerregender Gestank voraus, welcher selbst den alten Runenmeister kurz stocken ließ. Gleichzeitig tauchten hinter den Linien der Zwerge plötzlich unvermittelt in schwarz gekleidete Rattenmenschen auf und bedrohten die befestigten Stellungen der Zwerge…


Moreek sah wie die pinkfarbenen Kreaturen vor ihm entlang stießen. Die Farbe erinnerte ihn an einen frischen Wurf haarloser Skaven, so dass er sofort einen starken, unbändigen Hunger verspürte. Nur der berauschende Duft dieser Wesen erinnerte weniger an eine Säuglingsstation in seinem Bau. Die in verlauste Roben gehüllten Seuchenmönche und ihre maroden Konstrukte zu Moreeks Linken hatten die dämonischen Wesenheiten bereits ausgemacht und steuerten mit Schaum vor dem Mund und Huldigungen an die Gehörnte Ratte kreischend zielsicher auf sie zu. Für ihre Verhältnisse hielten sich die Jünger des Seuchenklans noch zurück und verließen sich überraschend kontrolliert auf ihre baufälligen Kriegsmaschinen und deren überaus pestilente Wirkung. Die fauligen Dämpfe, die zu Moreek und seinen Sturmratten hinüber zogen, ließen den Kriegsherrn sauer aufstoßen. Nur einen Moment später stürzten sich seine Horde elitärer Sturmratten und er auf die über ihnen türmenden Bestien, die sich ihnen und dem nahen Seuchenkatapult zuvor bedrohlich genähert hatten…



Die ungepanzerten und tätowierten Zwerge sprangen vor den klingenbewährten Rädern des dämonischen Streitwagens zunächst überraschend agil zur Seite, so dass nur einer der ihren in Stücke geschnitten wurde, während ihr mit zwei Äxten bewaffneter Anführer versuchte auf den Streitwagen zu springen. Bevor er jedoch auch nur mit einem Fuß seiner kurzen Beine auf der Kampfplattform des Streitwagens landen konnte, hatte der Herold des Slaanesh ihm bereits den nackten Bauch aufgeschlitzt und seine dampfenden Eingeweide über den Streitwagen verteilt. Die Chaoskrieger des Nurgle bestürmten währenddessen den nahen Turm, obwohl sie fortwährend von den Kriegsmaschinen der Zwerge unter Feuer genommen wurden. D’kan zischte wilde Drohungen, dass er sie zum Schweigen bringen und sich aus der noch lebenden Haut ihrer Besatzung ein Banner machen würde. Das Banner des Herolds in der Einheit Dämonetten am anderen Ende des Schlachtfeldes schien nämlich unter dem ätzenden Beschuss und der verdorrenden Magie der Rattenmenschen schließlich langsam zu vergilben...



Morgrim selbst stand  am oberen Ende der Treppe und schlug dem verseuchten Anführer der Chaoskrieger seinen Runenhammer mit voller Wucht vor die Brust, als er auf ihn zugestürzt kam. Die Runen auf dem Hammer leuchteten kurz auf und für jeden anderen sterblichen Menschen hätte dieser Schlag den sicheren Tod bedeutet. Dem pockengesichtigen Chaoschampion, der ihn zuvor zum Zweikampf herausgefordert hatte, lief jedoch nur dickflüssiger Eiter aus der Rüstung und so schwang dieser unbeeindruckt seine riesige schartige Axt nach dem Runenmeister, so dass dieser beinahe von der schmalen Treppe gefegt wurde. Im letzten Moment blitzte jedoch die Rune des Trotzes auf dem Amulett um Morgims Hals auf und stoppte den Schlag in der stickigen Luft wenigen Zentimeter vor Morgrims kapitaler Nase. Die zweite Einheit Klankrieger wandte sich gerade den schwarz bepelzten Skaven in ihrem Rücken zu, als ein zielgenauer Schuss der Grollschleuder alle dieser Gosseläufer bis auf einen, der sich gerade noch blitzschnell wegducken konnte, tötete. Die Slayer unterhalb der Treppe wurden von dem bizarr anmutenden Karren des dämonischen Herolds nach und nach überrollt oder von ihrem Fahrer aufgespießt. Einen ehrenvollen Tod hatten sich diese sicher anders vorgestellt und so brüllte Morgrim den weiter entfernten Klankriegern zu, sich dieser Gefahr ein für alle Mal anzunehmen, während er und seine ihn begleitenden Klankrieger sich unter schweren Verlusten daran machten, sich der übelriechenden Chaoskrieger am Fuß den Turmes zu erwehren...


Die Sturmratten waren weiterhin damit beschäftigt die Slaaneshbestien mit den schweren Klingen ihrer Hellebarden auf Distanz zu halten, aber dennoch pflügten die dämonischen Bestien mit ihren rasiermesserscharfen Klauen durch die Rüstungen und Leiber der Skaven, als währen sie aus dünnem Stoff. Nur die magische Rüstung des Häuptlings, der das Klanbanner trug, konnte den Angriffen der Dämonen soeben standhalten. Nach und nach rangen die schwarzfelligen Skaven und ihr Kriegsherr jedoch die eine oder andere der zahlenmäßig unterlegenen Bestien nieder. Nach kurzem Flackern der Realität, tauchten jedoch wieder neue dämonische Bestien auf und hieben mit ihren widernatürlichen Scherenhänden auf die durch ihren betörenden Geruch benebelten Skaven ein. Hinter den Sturmratten bewegte sich währenddessen ein einsamer Warpflammenwerfer des Klan Skryre auf die Unzahl von Dämonetten vor den Seuchenmönchen zu. Der Graue Prophet Todgenaght hatte darauf bestanden, dass dieser Moreeks Armee zur Verstärkung, wie er gesagt hatte, begleitete. Gerade als der Kriegsherr einen kurzen Schulterblick hinter sich riskierte, explodierte die Kriegsmaschine in einem flammenden Pils im Rücken der Sturmratten und ließ glühendes Schrapnell auf sie nieder regnen. Diesen eindeutigen Anschlag auf sein wertvolles Leben würde der Graue Prophet büßen, dachte Moreek, während er seine verzauberte Klinge in den Leib einer der chimärischen Stelzer trieb…
 


Die widerwärtige Magie der frenetischen Gebete des Seuchenpriesters auf seinem Menetekel, ließ selbst die unirdischen Körper der Kinder des Slaanesh zusehends verdorren und vergilben, während sie von den giftigen Dämpfen des Menetekels eingehüllt wurden, welches ihre dämonische Substanz selbst anzugreifen schien. Dass die Schönheit seiner Konkubinen derart pervertiert wurde, gefiel D’kan nur bedingt. Umgekehrt fielen jedoch auch eine Vielzahl der verseuchten Rattenmenschen durch die immer wieder knallend hervorzuckende dämonische Peitsche der sie anführenden Heroldin und ihrer Magie. D’kan zögerte jedoch nicht mehr als einen Wimpernschlag und steuerte seinen wendigen Streitwagen schließlich blitzschnell an den sich ihm zugewandten Zwergenkriegern vorbei, um in die verwundbare Kriegsmaschinenbesatzung an ihrer Seite zu stoßen…
 

Viele tote Klankrieger und auch mehrere erschlagene Chaoskrieger säumten den Eingang zum Turm, aber schließlich ließen die wenigen verbliebenen Anhänger des verderbten Seuchengottes von ihnen ab, nachdem Morgrim den aufgeblähten Körper ihres erhabenen Anführer mit Hilfe seines Runenhammers zerschmettert und von der Treppe befördert hatte. Der Runenmeister riskierte einen Blick über das Schlachtfeld des geräumigen Höhlenkomplexes. Soeben wurde die Einheit Klankrieger jenseits des Turmes Opfer eines Volltreffers des weit entfernten Seuchenkatapults der Skaven, aber nur vergleichsweise wenige der widerstandsfähigen Zwerge gingen daraufhin kampfunfähig zu Boden. Die übrigen Dämonen und Rattenmenschen hatten sich ineinander verbissen und ihre Haupteinheiten prallten gerade in einer Mischung aus unirdischem Gekreische und frenetischem Gequieke aufeinander. Sollten sie sich doch gegenseitig abschlachten, dachte der alte Runenmeister, während ihm Schweißperlen von der tiefzerfurchten Stirn tropften und er bierdurstig nach seinem kleinen Fässchen am Gürtel tastete. Er konnte gerade noch am anderen Ende der Höhle sehen wie sich die Bergwerker durch die Wand schlugen und hinter den Reihen der Skaven mit den Seuchenschleuderern zusammenprallten. Leider war der Meistermaschinist zu geizig gewesen, ihnen Sprengladungen mitzugeben. Die hätten gegen die anstürmenden irren Rattenmenschen mit ihren Seuchenflegeln jetzt sicher geholfen…
 

Kriegsherr Moreek befahl seinen ausgedünnten Sturmratten sich tiefer zu staffeln, da sie bereits dabei waren sich im Angesicht des überraschend hartnäckigen Feindes, in Form der Slaaneshbestien, zu überdehnen. Mit Befriedigung sah er jedoch, wie endlich die das Seuchenmenetekel schiebenden Seuchenmönche in die jauchzenden Dämonetten vor ihnen stießen. Dem geschobenen Menetekel selbst gingen die nach wie vor sehr agilen Dämonen geschickt aus dem Weg und begannen sogleich mit überirdischer Geschwindigkeit die wildgewordenen Seuchenmönche auszuweiden, bevor diese wiederum in wahnwitziger Raserei über die nur noch schemenhaft zu erkennenden Dämonen herfielen. Nach einem kurzen intensiven Gemetzel, hatten sich beide Seiten beinahe vollständig ausgelöscht, so dass die verbliebenen Dämonen schließlich den Halt in der Realität verloren und sich vollständig auflösten, während die übriggebliebenen Seuchenmönche mit dem Menetekel im Schlepptau weiter voran in Richtung Turm und weiteren Gegnern rannten. Das war alles genau nach Plan, dachte Moreek und rieb sich die Pfoten, als er befriedigt sah wie auch die nahen Seuchenschleuderer sich in Skaven-untypischer Weise aufopferten, um die plötzlich aufgetauchten Zwerge hinter ihnen zu zerschmettern und der letzte überlebende Gossenläufer am anderen Ende der Höhle Katz und Ratte mit der Hauptarmee der Zwerge spielte…



D’kan kreischte vor Lust, als er mit seinem klingenbewehrten Jagdstreitwagen ungebremst durch die Besatzung der Orgelkanone pflügte, die sich im tapferen Versuch ihre Kriegsmaschine zu beschützen, dem dämonischen Herold und seinem Höllengefährt in den Weg stellten. Die Orgelkanone selbst wurde dabei unliebsam umgerissen und D’kans Streitwagen schoss, ohne groß Geschwindigkeit zu verlieren, weiter vorwärts in Richtung der befestigten Grollschleuder, während der Herold des Slaanesh auf ihr wie von Sinnen lachte und das Zwergenblut von seinem mit üblen Haken versehenen Säbel leckte. Die wenigen verbliebenen Chaoskrieger des Nurgle umrundeten mittlerweile den arkanen Turm, während die verseuchten Rattenmenschen und ihr baufälliges Konstrukt ihnen dicht auf den Fersen waren. D’kans geschmeidige Haustiere, die Slaaneshbestien, wurden wiederum wiederholt von den schwerer gepanzerten Skaven und ihrem frenetisch quiekenden Heerführer angegriffen und waren nach wie vor sehr erfolgreich darin diese durch ihre öligen Ausdünstungen aufzuhalten und mit ihren tödlichen Klauen fachmännisch auszuweiden…


Mit laut grollender Stimme gab Meisterrunenschmied Morgrim vom Turm aus den unter ihm befindlichen Klankriegern den Befehl dem dämonischen Streitwagen und ihrem widernatürlichen Fahrer nachzusetzen. Die Grollschleuder gab auf Befehl des Meistermaschinisten noch einen letzten verzweifelten Schuss auf das Seuchenkatapult, das gleich einer irren Parodie der Grollschleuder die Zwerge unentwegt mit ekelerregender Munition beschoss, kurz bevor der dämonische Herold und sein Streitwagen auf ihre befestigte Stellung krachte. Obwohl das marode Konstrukt der Skaven getroffen wurde, fegte das steinerne Geschoss nur einen der Rattenmenschen nebst einem morschen Stützbalken von der Kriegsmaschine. Diesmal kam der dämonische Streitwagen jedoch zum Stehen, nachdem er die erste Besatzung der Kriegsmaschine schmucklos niedermähte. Doch plötzlich brannten Morgrims Augen wie Feuer und er sah mit vor Tränen verschwommenen Augen, wie die irren Seuchenmönche der Skaven auf den von den Zwergen besetzten Turm zuhielten und ihr Anführer seine krankheitsbringende Magie wirkte. Das schmutzverkrustete Seuchenmenetekel beförderte währenddessen giftige grüne Gase in den Turm und es dauerte nicht lang bis die ersten Zwerge röchelnd aus den Festern des Turm taumelten und in den Tod stürzten…



Der einlullende Duft und die überraschende Grazilität der dämonischen Bestien machte es den Sturmratten beinahe unmöglich ihre schweren Hellebarden erfolgreich einzusetzen und Moreek quiekte zunehmend frustrierter seine Angriffsbefehle. Zufrieden sah er jedoch zu seiner Linken wie die Seuchenmönche und der irre Seuchenpriester wie von Wahnsinn getrieben den von Zwergen besetzten Turm angriffen. Das Menetekel prallte dabei mit voller Wucht gegen den massiven Turm und Moreek erwartete nun eigentlich, dass das hölzerne Gefährt dabei auseinanderbrechen würde; es hielt jedoch überraschend stand. Der kränkliche Seuchenpriester sprang daraufhin unerwartet kraftvoll vom Menetekel auf einen erhöhten Balkon und schlug wie von Sinnen auf den mittlerweile Gift und Galle spuckenden Runenmeister ein. Dieser schwang jedoch denkbar unbeeindruckt seinen Runenhammer und katapultierte den Abgesandten vom Seuchenklan mit einem knochenzertrümmernden Schlag über die Einheit Seuchenmönche hinweg vom Turm ins Dunkel der Höhle, wo er mit einem dumpfen Aufprall schließlich zur endgültigen Ruhe kam. Viele der Seuchenmönche kletterten mit bloßen Klauen den Turm hinauf, in ihrem Eifer ins Innere zu gelangen und Zwerge zu erschlagen, während das Seuchenpendel des Menetekels in die Unterseite des Turmes schlug und dabei mehrere Zwerge in den dadurch gelösten Trümmern begrub. Hinter sich sah Moreek noch wie die Seuchenschleuderer schließlich den letzten Bergwerker der Zwerge einholten und erlegten, während das nahe Seuchenkatapult nach merkwürdigem Gekicher ihrer Besatzung zielgenau den einsamen Gossenläufer auf der anderen Seite des Schlachtfeldes beschoss…
 


Ein unirdisches Kreischen diesseits und jenseits des hörbaren Spektrums erfüllte Höhle und als D’kan seinen überproportional großen und bizarr verformten Kiefer wieder schloss, fiel der Meistermaschinist der Zwerge mit geplatztem Trommelfell und geplatzten Augäpfeln auf die Knie und war tot bevor er auf dem Boden aufschlug. Hinter D’kan drehten sich die umrundeten Klankrieger jedoch auf Befehl ihres Runenmeister-Generales wie ein Zwerg um und stürzten schwere Hämmer schwingend auf ihn zu, während ein einsamer Bartling der Besatzung der Grollschleuder mit Schraubenschlüssel in den Händen tapfer die Stellung hielt. D’kan schlug zwei Zwergen, die direkt auf ihn zuhielten, die Köpfe ab, bevor diese überhaupt ihre Hämmer heben konnten. Die meisten dieser Zwerge machten sich jedoch daran mit ihren massiven Hämmern sein höllisches Gefährt zu bearbeiten, welches im Verlauf der Schlacht bereits so viele Zwergenleben genommen hatte, und schlugen dabei das aus zum Teil noch lebenden Leibern bestehende Gebilde zu Klump. Mehr und mehr Zwerge umrundeten D’kan und der Herold merkte wie ihre stoische, Magie trotzende Aura seinem dämonischen Wesen die Substanz kostete und ihm die Kontrolle über seinen Wirt verlieren ließ, welcher schließlich nebst Streitwagen bewegungslos und qualmend zu Boden ging…



Morgrim und die wenigen verbleibenden Klankrieger hatten die Skaven unter horrenden Verlusten für den Moment zurückgeworfen, aber sie würden zurückkommen, soviel war sich der alte Runenmeister sicher. Dieses Ungeziefer kommt immer zurück, dachte Morgrim hasserfüllt und befahl seinen wenigen überlebenden Klanbrüdern den Turm rückseitig zu verlassen, denn einen weiteren Ansturm dieser vor Krankheit treifenden Rattenmenschen würden sie womöglich nicht überleben. Draußen mit den giftigen Dämpfen der Skaven noch immer im Nacken angekommen, sah Morgrim, wie der Jubel der Klankrieger und der einzig überlebenden Grollschleuderbesatzung über das Ableben des dämonischen Generals ein jähes ende fand, als  ein Volltreffer des Seuchenkatapults der Skaven auf einen Schlag beinahe ein Viertel der Klankrieger-Einheit tötete. Beinahe gleichzeitig ging der stolze Bartling der Grollschleuder von einem vor Säure triefenden Stein, abgeschossen durch einen einsamen Gossenläufer, tödlich getroffen zu Boden. Die verbliebenen Klankrieger gerieten im Angesicht dieser zynischen Wendung des Schicksals in Panik und flohen Richtung Höhlenausgang. Morgrim konnte es nicht fassen und befahl vor Frust und aufsteigendem Groll den Überresten seiner eigenen Einheit Klankrieger, die wenigen verbliebenen Chaoskrieger in ihrer Nähe anzugreifen. Nach einem kurzen Handgemenge mit Verlusten auf beiden Seiten, trieben die Zwerge schließlich den letzten überlebenden der seuchentragenden Chaoskrieger in den Fluss, in dessen Untiefen er schließlich ertrank, und machten sich daran, die Höhle zu verlassen und sie den verhassten Skaven zu überlassen…


Die Sturmratten unter Moreeks Kommando vernichteten schließlich die letzten dämonischen Ausgeburten, mit denen sie sich den Großteil der Schlacht auseinandergesetzt hatten, und stützten weiter voran, um die letzten verbliebenen Gegner in Form der versprengten Zwerge zu erreichen. Die rasenden Seuchenmönche hatten schließlich vom Turm abgelassen, nachdem die Zwerge ihn durch den Hinterausgang verlassen hatten, und versuchten nunmehr das schwere und herrenlose Seuchenmenetekel um den Turm herum zu schieben. Das Schlachtfeld und die Höhle waren eindeutig in Hand seiner überlegenen Skaven, dachte Moreek freudig und rieb sich die Pfoten. Nicht nur dies, auch der Tod des lästigen Seuchenpriesters, kam Moreek sehr gelegen, da ihn der scheinbare Kontrollbesuch durch den Seuchenklan gar nicht zusagte. Und der eindeutige Anschlag auf sein Leben durch den Grauen Prophet und seiner sabotierten Kriegsmaschine vom Klan Skryre, würde der intrigante Skavenzauberer bitterlichst bereuen, so viel war sich Moreek schon jetzt sicher, während er sich über seine gelben Zähne leckte…


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen