Slann-Magierpriester Zetec blinzelte nacheinander mit seinen
beiden leicht aus dem Schädel hervorstehenden Augen und blickte wie in Trance
auf die zusehends trockner werdende Landschaft vor seiner Armee Echsenmenschen.
Die Skinks um ihn herum zischten und schnalzten aufgeregt, als sie sahen wie ihr
Meister irritiert zwinkerte und mit seiner kapitalen Zunge über den eigenen
Bausch schleckte. Weitere Skinks versammelten sich rasch um Lord Zetec und
begannen mit langen Palmwedeln Luft in Richtung des Slann zu fächern und ihn mit
klarem Wasser aus tönernen Kelchen zu besprenkeln. Die Luft war trocken und das
sagte dem Slann-Magierpriester überhaupt nicht zu. Ohne erkennbar mit der Wimper
zu zucken, ließ Zetec die Luftfeuchtigkeit um sich herum mit Hilfe seiner
mächtigen Magie leicht ansteigen. Zu einem solch kleinen Zauber war Zetec
bereits in der Lage gewesen, als er kaum mehr als eine Kaulquappe gewesen war
und die Vorfahren der heutigen Elfen noch nackt auf Bäumen lebten. Die Skinks
huschten aufgeregt hin und her, als sie die merkliche Veränderung der
Luftfeuchtigkeit bemerkten und hielten mit ihren Bemühungen inne, ihren Meister
mit Luft und Wasser zu benetzen. Es war in der Tat eine trockene und karge
Gegend, die beinahe völlig ausgestorben wirkte, wenn man von den vereinzelten
Geiern hoch in den Lüften absah. Warum Lord Zetec diese Marschroute ausgewählt
hatte, wussten selbst die obersten Skinkdiener nicht und es kümmerte sie auch
nicht. Keiner der Skinks oder der muskelbepackten Sauruskrieger würde die
Entscheidung des Slann-Magierpriesters auch nur für einen Moment in Frage
stellen und so marschierten sie steten Schrittes durch die staubige Ebene auf
ein unbekanntes Ziel zu, welches sich schon bald am Horizont abzeichnen
sollte…
![]() |
| Slann-Magierpriester Lord Zetec |
Hohepriesterin des Todes Eutra’ta war im Hinterland des vom
Geierfürsten gehaltenen Territoriums geblieben, um es gegen etwaige Angriffe der
Vampirfürsten aus den Sümpfen zu verteidigen oder um gegebenenfalls selbst gegen
diese vorzugehen. Durch die Augen der heiligen Todesgeier des Ualatp konnte die
Hohepriesterin jedoch frühzeitig erkennen, dass ein Angriff aus einer gänzlich
unerwarteten Richtung und von einem gänzlich unerwarteten Feind drohte.
Echsenmenschen waren aus dem Süden in die Steppe eingedrungen und hielten auf
das Kernland der Gruftkönige in den Düsterlanden zu. Eutra’ta war überrascht und
als sie die Kohorten der Echsenkrieger in ihren ihnen ureigenen Kampfmonturen
sah, keimte so etwas wie Erinnerung im verwitterten Schädel der Hohepriesterin.
Alle Spezies, mit oder gegen die sie in den letzten Jahrhunderten gekämpft
hatte, waren nicht mehr mit dem zu vergleichen, was Eutra’ta noch aus Lebzeiten
gekannt hatte. Die Echsenmenschen, die sie nun erblickte, sahen jedoch genauso
unverändert aus, wie vor all den Jahrtausenden, als Eutra’ta noch eine junge
sterbliche Tempeldienerin zur Blütezeit in Zandri gewesen war und sie diese
kaltblütigen Wesen zum ersten Mal dort erblickt hatte. Hätte Eutra’ta noch
Muskeln oder gar Haut im Gesicht gehabt und wäre diese nicht durch eine Maske
aus feinstem Porzellan verdeckt gewesen, hätte der geneigte Beobachter
möglicherweise ein schwaches Lächeln auf ihrem makellosen Gesicht erkennen
können. Doch dies war nicht der Fall und es gab auch keinen lebendigen
Beobachter in dieser lebensfeindlichen Steppe. Und so rückte die Kupferne Legion
wortlos und vom aufgewirbelten Sand gänzlich unbeeindruckt aus, um die
Eindringlinge im Süden zurückzuwerfen und um eine alte Auseinandersetzung wieder
aufflammen zu lassen…
![]() |
| Hohepriesterin des Todes Eutra'ta |
Die Armeen trafen nicht Unweit der Grenze zu den Sümpfen des
Vergessens weiter im Osten aufeinander. Die Luft flimmerte vor Hitze, die vom
durch die unerbittliche Mittagssonne aufgeheizten Steppenboden aufstieg. Eine
arkane Ruine der Elfen dominierte das Zentrum des Schlachtfeldes, während karge
und teilweise von giftigen Pflanzen durchzogene Wälder und ein von heißen
Quellen gespeister Fluss sowie Ausläufer der nahen Sümpfe die Randbereiche
dieser ansonsten trockenen Ebene charakterisierten. Beide Armeen marschierten im
stoischen Gleichschritt in die Ebene. Stolze von Edelmetallen wie Kupfer, Bronze
oder Gold umsäumte und mit mannigfaltigen Edelsteinen verzierte Standarten
glänzten in der Sonne hoch erhoben in den vordersten Schlachtreihen der Krieger
beider Armeen. Für eine Weile verweilten die Armeen an Ort und Stelle, während
sich vereinzelte Gruppen Skelettbogenreiter in vorgerückte Positionen begaben
und eine Brut Chamäleonskinks nahe des heiß brodelnden Flusses auftauchte, doch
schließlich setzte sich die Armee der Echsenmenschen langsam in
Bewegung…
Eutra'ta (Gruftkönige) vs. Lord Zetec (Ogerkönigreiche / Echsenmenschen) [Blut und Ehre - C7]
Slann-Magierpriester Zetec ließ seine eigene Kohorte
Tempelwachen, in deren Mitte er selbst positioniert war, an Ort und Stelle
verharren. Der Dschungelschwarm zu seiner Rechten zischte aus vielerlei vor Gift
triefenden Mündern und blieb ebenso bewegungslos, genauso wie das gewaltige
Bastiladon zur Linken, während die weiter zur Rechten des Magierpriester
positionierten Skink-Plänkler und der angeschlossene Skink-Schamane nur wenige
nervöse Schritte auf den Feind zumachten. Jenseits der noch weiter zur Linken
befindlichen arkanen Ruine, die die Winde der Magie im starken Maße anzuziehen
schien, begannen die Saurus-Krieger indes auf den Feind hinzu zu rücken,
flankiert von einem weiteren sich windenden Dschungelschwarm. Die nahen
Skink-Plänkler inklusive des sie begleitenden Skink-Schamanen sprangen
währenddessen laute Schnalztöne ausstoßend aus den heißen Fluten des brodelnden
Flusses und näherten sich ebenfalls dem Feind. Die kundschaftenden
Chamäleonskinks schlichen indes vorsichtig vorwärts an den Rand desselben
Flusses und luden ihre langen Blasrohre mit vergifteten Pfeilspitzen. Während
die linke Flanke seiner Armee vorrückte, zeichnete Lord Zetec mit seinen langen vielgliedrigen Fingern bereits komplexe
Muster in die Luft und kanalisierte
dabei höchst diffuse Lichtmagie. Nacheinander begannen alle seine abgespreizten
Fingerspitzen stark zu leuchten und gleißend helle Strahlen schossen mit einem
Mal auf die Streitwagenschwadron der Gruftkönige zu. Die gleißenden Strahlen
schlugen um die leichten Streitwagen ein und rissen dabei Erdfontänen in die
Höhe, doch nur einer der Streitwagen wurde durch einen direkten Treffer in
Mitleidenschaft gezogen, als sich die linke Hälfte seines Fahrgestells oberhalb
des Rades in hellen Flammen auflöste. Lord Zetec beließ es jedoch nicht dabei
und kanalisierte anstatt dessen immer mehr Lichtmagie in seine nach vorne
ausgestreckten Arme, so dass die Handflächen in Gänze grell weiß leuchteten.
Dicke Strahlen hell gleißender Lichtmagie schossen nun aus den geöffneten Händen
des Slann-Magierpriesters auf die verwundbar erscheinenden Streitwagen zu, doch
die Hohepriesterin des Todes Eutra’ta wusste um die Anfälligkeit ihrer Truppen
gegenüber Zaubern der Lehre des Lichts und bannte die Magie, kurz bevor diese
ihre Streitwagendivision auslöschen konnte. Die nahen Skink-Plänkler warfen
daraufhin ihre vergifteten Wurfspeere und holten auf diesem Wege einen der
aufgerückten Skelettreiter von seinem bis auf die Knochen verwesten Reittier. Am
anderen Ende des Schlachtfeldes entluden indessen die Chamäleonskinks ihre
Blasrohre und fällten damit den Großteil der leichten Skelettreiter, die ihnen
gegenüber standen. Die von den Skinks benutzten Gifte, waren keine gewöhnlichen
Gifte, sondern spezielle Tinkturen, die mit Wasser aus dem Stillen Teich von
Xlanhuapec angerührt worden waren und Spuren von für die Untoten zerstörerische
Lichtmagie in sich trugen…
Hohepriesterin des Todes Eutra’ta setzte ihre Legion langsam
in Bewegung. Sie wusste um die zerstörerische Wildheit dieser kaltblütigen
Kreaturen aus den Dschungeln der Südlande und wollte deren Reihen zunächst aus
der Distanz ausdünnen, bevor es unweigerlich zum Nahkampf kommen würde. Die
Streitwagen der malträtierten Phakth-Division stießen zwischen dem nahen Wald
und der arkanen Ruine im Zentrum des Schlachtfeldes vor, die leeren Augenhöhlen
der Wagenlenker stetig auf die schwer bewaffneten Sauruskrieger der Tempelwache
gerichtet. Die nahen Skelettbogenreiter ritten an ihre verwundbare linke Flanke,
während die leichten Kavalleristen an der gegenüberliegenden Flanke Richtung
Schlachtfeldzentrum steuerten und Distanz zu den Chamäleonskinks und ihren
überaus effektiven Blasrohren gewannen. Im Zentrum rückten die gewaltigen
Kriegerstatuen der Ushabti in mechanischer Präzision weiter nach links, damit
sie ihre Großbögen auf das gepanzerte Ungetüm hinter der arkanen Ruine richten
konnten. Der Platz zwischen ihnen und den an Ort und Stelle verharrenden
Skelettbogenschützen weitete sich somit und ließ die mächtige Gestalt der Faust
Usirians, des in göttlicher Gunst stehenden Hierotitanen, passieren. Mit jedem
seiner Schritte bebte die Erde sichtlich. Das riesenhafte Konstrukt begab sich
nah an die Seite der Skelettbogenschützen und blickte über das Schlachtfeld, bis
selbst seine kolossale Gestalt von dem ausladenden Schatten der Necrosphinx
verdeckt wurde, die über ihn und die Ushabti hinwegsetzte. Staub wurde
aufgewirbelt, als die gewaltige Kriegsbestie abhob und mit lautem Donnern vor
der Schlachtlinie in Richtung nahender Sauruskrieger schauend wieder aufsetzte.
Der Staub hatte sich noch nicht gänzlich verzogen, als der steinerne Deckel der
mit arkanen Hieroglyphen beschriebene Lade der verdammten Seelen bereits
angehoben wurde und gepeinigte Seelen aus ihrem aus Granit gehauenem Gefängnis
hervorbrachen. Die kreischenden Seelen kamen jedoch nicht weit, denn der
Slann-Magierpriester auf seiner Sänfte nutzte Stränge aus Lichtmagie um die
heulenden Geister in einem magischen Netz einzufangen. Die gepeinigten Seelen
schrien frustriert auf, ob dieser erneuten Bewegungshinderung, und wurden
schließlich wieder laut heulend in das Innere der steinernen Lade gezogen. In
den Reihen der Skelettbogenschützen hob indes eine ausgemergelte Gestalt ihren
knöchernen Schädel. Der Schädel wirkte gänzlich schwarz unter der welken und
beinahe transparent anmutenden Haut, die über ihn gespannt war. Leere
Augenhöhlen starten in Richtung der lebendigen Wildheit der Sauruskrieger, die
sich auf ihn und die Kupferne Legion zu bewegte. Kaum war das Wehklagen der
Seelen aus der Lade verstummt, krächzte Hothep, der unsagbar alte Hohepriester des Usirian,
kaum zu vernehmende Silben in einer unbekannten und längst toten Sprache. Ein
violettes Flackern erschien mit einem Mal in seinen leeren Augenhöhlen und eine
grelle Sonne violetten Lichts manifestierte sich vor ihm, welches das Abbild des
schkalsköpfigen Djaf, Gott des Krieges und des Todes, trug. Diese Manifestation einer hohen
Gottheit Nehekharas schnellte vorwärts, pflügte in mitten durch die trägen
Sauruskrieger und verwandelte dabei über ein Dutzend der kaltblütigen Echsenkrieger in
nichts als purpurnen Staub, der vom Steppenwind sogleich davon getragen wurde. Die Skinks
dahinter waren etwas reaktionsschneller, doch auch eine Handvoll der ihren
erlitt dieses Schicksal, als es ihnen nicht gelang, schnell genug zur Seite zu springen.
Eutra’ta griff nach der Todesmagie, die durch diese vielen Tode unter den
Sauruskriegern freigesetzt worden war, und intonierte Ptras Inkantation des
Niederschmetterns auf die mächtigen Ushabti, so das helles Licht aus den
Augenhöhlen der belebten Konstrukte zu brennen begann. Die steinernen Statuen der Götter
Nehekharas schossen daraufhin in überraschender Geschwindigkeit Salve auf Salve
ihrer mannsgroßen Pfeile in Richtung des schwer gepanzerten Bastiladons der
Echsenmenschen. Ein halbes Dutzend der beinahe zwei Meter langen Pfeile trafen
den massigen Kaltblüter krachend und, während ein Pfeil vom massiven Rückenpanzer der
Kreatur abgelenkt wurde und ein weiterer in den Knochenplatten selbst hingen
blieb, ohne ins verwundbar Fleisch vorzudringen, schmetterten vier der schweren
Geschosse in den Leib des Bastiladons und verwundeten ihn dabei beinahe tödlich. Der massige Vierbeiner schnaufte vor
Schmerzen und schmiss seinen im Vergleich zum Körper winzigen Kopf hin und her,
in dem vergeblichen Versuch, die in ihm feststeckenden Pfeile loszuwerden. Die
Skink-Besatzung hielt sich mühsam auf dem Rücken des schwerfälligen Kaltblüters fest,
war jedoch genauso wenig in der Lage, etwas am Zustand der feststeckenden Pfeile
zu ändern. Die Skelettbogenschützen visierten währenddessen die ausgedünnten
Sauruskrieger vor ihnen an und ließen ihre von Asaph gesegneten Pfeile fliegen, wodurch mehrere bestialischen Kreaturen gefällt wurden.
Die wenigen überlebenden Sauruskrieger ließen sich jedoch unabhängig all der
Verluste durch Magie und Beschuss nicht beeinflussen und rückten weiter vor. Die
Skelettbogenreiter beider Flanken versuchten mit präzisen Schüssen, Schaden
unter den jeweiligen Dschungelschwärmen zu verursachen, waren aber wenig
erfolgreich die vielen giftigen Kleintiere zu erwischen. Die Skelettkrieger auf
den Kampfplattformen der Streitwagen schossen gleichfalls mit ihren Bögen und
trafen auch einige der stoischen Tempelwachen vor ihnen, doch blieben die abgeschossenen
Pfeile alle zwischen den harten Schuppen oder in den bronzenen Rüstungsplatten und den mit Echsenhaut überzogenen Schilden der Saurus-Elite stecken, ohne auch nur einen der ihren zu
Boden zu schicken…
Laut brüllend warfen sich die beiden überlebenden
Sauruskrieger, der Bruterste und der Totemträger, vorwärts auf die sie mehrfach überragende Necrosphinx. Die Skinks
hinter ihnen waren hingegen deutlich vorsichtiger und schlichen angeführt durch
ihren in einen Federumhang gekleideten Schamanen näher zur arkanen Ruine zu
ihrer Rechten. Der Dschungelschwarm schlängelte indes hinter den angreifenden Sauruskriegern
her. Die Chamäleonskinks durschwammen blitzschnell den heißen Fluss und sprangen
geschickt ans nahe Ufer, ihre großen Augen durchgängig auf die Lade der
verdammten Seelen und ihren Hüter und ihre Wächter gerichtet. Lord Zetec ließ
auf seiner Flanke die disziplinierte Tempelwache langsam vormarschieren, stetig flankiert von
den Skink-Plänklern, dem Dschungelschwarm und dem schwer angeschlagenen
und äußerst behäbigen Bastiladon. Die dickgepanzerte Bestie wankte gleich einer Festung auf Beinen
vorwärts und es war ihr kaum anzumerken, wie schwer getroffen sie war. Die
Skinkbesatzung stimmte indes Weihgesänge an Chotec - des Gottes der Sonne - an und versuchte dabei frenetisch, die Sonnenmaschine auf dem Rücken des
Bastiladons zu aktivieren. Die Glyphen und Kristalle bewegten sich zwar in eine
geeignete Konstellation, so dass einige von ihnen hellrot zu leuchten anfingen.
Als sich jedoch gerade ein blendender Strahl großer Hitze von der Maschinerie aus lösen
wollte, bannte die Priesterschaft der Gruftkönige die Magie, die um die arkane
Maschine zusammengezogen wurde. Die gleißenden Strahlen aus den Fingerspitzen
von Lord Zetec hingegen schlugen nur Augenblicke später in die
vorgerückten Streitwagen der Kupfernen Legion ein und beschädigten dabei ein
weiteres Gefährt. Erst als der Slann-Magierpriester erneut die geballte
Lichtmagie aus seinen Händen entfesseln wollte, griff die Hohepriesterin des Todes ein und
manifestierte eine aufgewirbelte Wand aus Wüstensand vor der Phakth-Division, um
den Zauber zu bannen und wirkungslos verpuffen zu lassen. Die Skink-Plänkler
ließen wiederholt ihre lustriansichen Wurfspeere auf die Skelettbogenreiter niedergehen und warfen mit
Hilfe dieser Wurfgeschosse drei untote Kavalleristen aus dem knöchernen Sattel.
Der Nahkampf zwischen den bestialischen Sauruskriegern und der sie überragenden
Necrosphinx war kurz und einseitig. Die beiden Echsenmenschen sprangen die
marmorne Kriegsbestie mit raubtierhafter Wildheit an, doch glitten sowohl ihre
Waffen aus Vulkangestein und Bronze als auch ihre Reißzähne an der glatten steinernen
Haut ab, während ein Aufstampfen der Necrosphinx genügte, um beide Echsenkrieger
unter ihren tonnenschweren Füßen zu zermalmen…
Kaum war das Donnern der Erschütterung verklungen, da hob die
zugleich majestätisch und alptraumhaft anmutende Necrosphinx mit einem großen Satz
vom Erdboden ab und glitt durch die Luft, bevor sie sich auf ihre Beute in Form
der Skink-Plänkler im Schatten der arkanen Ruine warf. Diese schleuderten in
Verzweiflung ihre vor Gift triefenden Wurfspeere auf den kolossalen Angreifer,
der sich aus der Luft zu ihnen absenkte, und beschädigten ihn dabei leicht an
der goldverzierten Außenhaut des hoch aufragenden Oberkörpers. Die Skelettbogenschützen wurden von Eutra’ta im
langsamen Gleichschritt näher an den Feind herangeführt, jetzt da die Bedrohung
durch die Sauruskrieger an ihrer Flanke ausgemerzt war und die zerstörungswütige Necrosphinx den
Kampf bereits zum Gegner trieb. Die Ushabti und der Hierotitan schwenkten indes
weiter zur Linken in Richtung der näher kommenden Echsenmenschen, während die
dortige Streitwagendivision langsam vom sich nähernden Feind abrückte und der
letzte verbliebene Skelettreiter zurück in den nahen Wald galoppierte. Die
Skelettreiter an der weit entfernten rechten Flanke ritten indessen wieder auf
die Chamäleonskinks zu, um ihnen den direkten Weg zur Lade der Verdammten Seelen
zu versperren. Der gewaltige Hierotitan wandte indessen seinen Blick auf den
geschwächten Bastiladon, als seine riesigen Augenhöhlen zu leuchten begannen.
Mit einem Mal schossen gleißend helle Lichtstrahlen aus den Augenhöhlen des
untoten Konstrukts über die arkane Ruine hinweg und trafen die gepanzerte Echse
mittig am Rumpf. Die Skink-Besatzung hastete schnell hinter die Konstruktion auf
dem Rücken des Bastiladons, aber als sich die hellen Strahlen wieder auflösten,
waren nur schwache Schmauchspuren auf dem knöchernen Rückenpanzer des massigen
Kaltblüters zu sehen. Eutra’ta intonierte diesmal noch lauter die Inkantation
des Niederschmetterns, um all ihre Krieger in unmittelbarer Nähe mit der Macht
des Sonnengottes Ptra zu erfüllen. Der Slann-Magierpriester schien dies jedoch
nicht für eine gute Idee zu halten und, während er noch darüber kontemplierte,
ob dieser von der Hohepriesterin angerufene Sonnengott von dem Alten namens
Chotec inspiriert wäre, bannte er die Magie mit einem Schwenk seiner langen
amphibischen Arme. Hothep, der am anderen Ende der Bogenschützen positioniert
war und dem Eutra’ta kaum weniger traute als Herakh, dem Hohepriester des Ualatp
und ihrem Widersacher am Hof des Geierfürsten, krächzte erneut düstere Silben
und ließ durch seine Todesmagie mehrere der kleinen Dschungelkreaturen des
Schwarms weiter entfernt vor ihnen zerplatzen. Die Ushabti spannten ihre
Großbögen und schossen erneut mannsgroße Pfeile auf den schwer gezeichneten
Bastiladon der Echsenmenschen. Zwei der messingbeschlagenen Projektile
durschlugen den Panzer der schwerfälligen Kreatur und bereiteten ihr und ihrer
Besatzung schließlich ein jähes Ende. Beinahe gleichzeitig gingen Pfeile der
Streitwagenlenker und der Bogenschützen der Kupfernen Legion auf die Tempelwache
der Echsenmenschen nieder und ein einzelner der Tempelwächter ging mit einem im
Hals steckenden Pfeil zu Boden. Die Skelettreiter unmittelbar vor den
Chamäleonskinks ließen ebenfalls ihre Bögen sprechen, jedoch prallte der eine
präzise geschossene Pfeil an der Schuppenhaut der kleinen, quirligen
Echsenmenschen ab. Kaum war die Necrosphinx inmitten der kleinen Skink-Plänkler
gelandet, ließ sie die gigantischen Klingen an ihren Armen niedersausen und
zerteilte mit jeder einen der winzigen Echsenmenschen. Der Skink-Schamane
entging nur knapp dem gleichen Schicksal, als eine der Klingen ihn in
horizontaler Bewegung erwischte und rotes Blut zwischen seinen blaugrünen
Schuppen hervorquoll. Die Skinks sprangen das belebte Konstrukt in ihrer
Verzweiflung an und versuchten, mit Knüppel und Kurzspeer Schwachpunkte in der
steinernen und metallenen Haut des Ungetüms zu finden. Tatsächlich gelang es
ihnen sogar leichtere Beschädigungen an den Gelenken der Necrosphinx
hervorzurufen, bevor diese einen weiteren der nassforschen Skinks unter ihrem
tonnenschweren Leib zerquetschte. Das war letztlich zu viel für die nervösen
Plänkler und sie flohen vor der alptraumhaften Kreatur, die ihnen nachsetzte und
dicht auf den Fersen blieb…
Lord Zetec blinzelte erregt mit den Augen, als wäre er erst
jetzt gänzlich aus der Trance erwacht und würde sich erst jetzt über die
Situation auf dem Schlachtfeld bewusst werden. Mit einem seiner langen dünnen
Arme zeigte der Slann-Magierpriester in Richtung der Skelettstreitwagen vor sich
und gab einen lautes kehliges Quaken von sich. Es bedurfte keiner aufwendigen
Diskussion um die Interpretation dieser Weisung und so marschierten sowohl die
Tempelwachen als auch die vom Skink-Schamanen angeführten Skink-Plänkler an der
rechten Flanke auf den nahen Feind zu. Auch der Dschungelschwarm zwischen ihnen
schlängelte und kroch wie von einer höheren Intelligenz geleitet durch das
Unterholz vorwärts. Lediglich das von Pfeilen gespickte Bastiladon blieb
unverändert tot liegen, während die überlebende Skink-Besatzung verzweifelt
versuchte, die auf dem Rücken der verstorbenen Bestie befestigte Sonnenmaschine
zu bergen. Der ausgedünnte Dschungelschwarm weiter im Zentrum schlängelte sich
indes auf die gigantische Necrosphinx zu und die fliehenden Skink-Plänkler
unmittelbar vor dem steinernen Ungetüm sammelten sich in einem überraschenden
Anflug von Tapferkeit in seinem Schatten. Die Chamäleonskinks luden
währenddessen in kaltblütiger Ruhe ihre Blasrohre nach. Lord Zetec blickte noch
immer erregt blinzelnd über die versammelten Feinde und begann erneut den
flüchtigen Wind des Hysh zu kanalisieren. Menschliche Zauberer hätten für so
etwas ganze Akolythenzirkel, minutenlangen meditativen Gesang und tiefe geistige
Kontemplation gebraucht, doch der Jahrtausende alte Slann schloss nur kurz seine
Augen und erfüllte sich und seine Tempelwache mit zeitverzerrender Lichtmagie.
Doch damit nicht genug. Lord Zetec hatte erst begonnen, seine mächtige Magie zu
wirken. Mit einem langgezogenen tiefen Quak-Ton begannen, seine Hände und
schließlich sein ganzer amphibischer Körper hell weiß zu leuchten. Es gab einen
lauten Knall und die blendend weiß leuchtenden Handflächen des Magierpriesters
entluden sich schlagartig in Richtung der nahen Streitwagendivision der
Gruftkönige. Als die reine Lichtmagie auf die Streitwagenschwadron traf,
pulverisierte sie über die Hälfte der Kampfwagen und ihrer Besatzungen.
Brennende Räder, in Stücke gerissene Holzrahmen und zerschmetterte
Schädelknochen flogen in alle Richtungen durch die Luft. Die unbändige
Lichtmagie vernichtete nicht nur eine Vielzahl der feindlichen Streitwagen,
sondern auch beinahe ein Dutzend Tempelwachen vergingen in dem reinen tödlichen
Licht, das vom Slann-Magierpriester ausging. Das schien Lord Zetec jedoch gar
nicht zu realisieren oder nicht zu kümmern und seine bis in den Tod loyale
Tempelwache rückte einfach wieder zusammen und schloss die Formation um ihren
ehrwürdigen General. Doch auch Lord Zetec auf seiner Sänfte schien durch die
Anstrengung gezeichnet, als das Licht verblasste und leichter Nieselregen auf
die Truppen beider Armeen niederging. Seine Fingerspitzen blitzen zwar noch
einmal auf, als er die letzte verbliebene Lichtmagie in einen Zauber Formen
wollte, doch diesmal gelang es der Hierophantin der Gruftkönige diese Magie zu
bannen. Der Körper des altehrwürdigen Slann-Magierpriesters dampfte leicht, als
ihn das Wasser des herabregnenden Niederschlags traf und Lord Zetec schien
zumindest für den Moment wieder in einen Zustand mentaler Transzendenz zu
fallen. Die Skink-Plänkler verfehlten mit ihren Wurfspeeren ob dieses
beeindruckenden Schauspiels jedwedes Ziel, doch ihre Chamäleonskink-Brüder
schalteten die letzten Skelettbogenreiter an ihrer Flanke mit präzisen Schüssen
aus ihren Blasrohren aus und öffneten somit den Weg zur mit düsteren
Hieroglyphen beschriebenen Lade…
Großhierophantin Eutra’ta schwenkte ihre
Bogenschützen-Division auf die einzig echte verbliebene Kampfeinheit der
Echsenmenschen und ihren Slann-Anführer zu. Gleichzeitig befahl sie den letzten
Skelettbogenreiter an der Flanke in den Weg der anrückenden
Echsenmenschen-Streitmacht, um sie so lange wie irgend möglich zu behindern und
aufzuhalten. Die stark beschädigten Streitwagen und die Ushabti ließ sie indes
weiter vom Feind abrücken, während der Hierotitan Faust des Usirian mit
donnernden Schritten gen rechte Flanke umschwenkte und somit im Wirkungsbereich
der Priesterschaft des Todes blieb. Die Necrosphinx sprang mit einem mächtigen
Satz in die Skink-Plänkler vor sich, doch diese warfen erstaunlich unbeeindruckt
ihre vergifteten Wurfspeere. Diese Skinks waren geübte Jäger aus den Urwäldern
Lustrias und hatten Übung darin, die großen Dschungelechsen aus ihrem
Heimatkontinent zu jagen und zu fangen. Sie zielten auf die Gelenke und die
beweglichen Teile der löwenhaften Kreatur, so dass mehrere der Wurfspeere dort
stecken blieben und die riesige Necrosphinx unfähig zu eigener Bewegung zum
Umsturz brachten. Der Hüter der Lade sah die kleinen Echsenmenschen auf sich zu
bewegen und versuchte in hastigen Silben die gefangenen Seelen der Lade zu
entfesseln, während die Wächter der Lade sich mit ihren großen
Khopesh-Schwertern bereits bereit für den Kampf machten. Die Anrufung des Hüters
war jedoch unvollständig und fehlerhaft, so dass sich der Deckel der Lade keine
Handbreit bewegte. Eutra’ta realisierte dieses Unvermögen, während sie schon
ihre eigene Inkantation des Niederschmetterns begann, um die Gunst des Ptra über
ihre Armee zu bringen. Mit immer lauter werdenden Silben sprach sie die
Inkantation des Sonnengottes selbst aus und die leeren Augenhöhlen aller ihrer
Krieger leuchteten wie kleine Sonnen hellgelb auf. Eine Handvoll
Skelettbogenreiter erhob sich wieder mit noch immer in ihren Brustkörben
steckenden Wurfspießen und auch ein Skelettstreitwagen setze sich wie von
Geisterhand wieder zusammen. Kaum hatte die Hohepriesterin ihre Anrufung zu Ende
intoniert, befahl sie ihren Beschusstruppen wortlos, das Feuer auf die
ausgemachte Hauptbedrohung in Form der Tempelwache der Echsenmenschen zu
eröffnen. Salve auf Salve abgeschossener Pfeile schossen von den
Streitwagenbesatzungen, den Skelettreitern sowie den Skelettbogenschützen auf
die Tempelwache zu. Dazu gesellten sich die Pfeile der Großbögen der
Ushabti-Wächterstatuen, die die Größe von Speeren hatten. Nach dem gebündelten
Geschosshagel lag beinahe ein halbes Dutzend der elitären Tempelwachen von einer
Vielzahl Pfeilen durchbohrt tot oder strebend am Boden, doch ihre Kampfgenossen stiegen
in ihrer heiligen Pflicht unbeeindruckt über die Leichname ihrer erschossenen Kameraden und schlossen die
lichter werdenden Reihen um den Slann-Magierpriester…
Hornnackenveteran Chekax brüllte einen urzeitlichen
Kriegsschrei und führte die Suaruskrieger der heiligen Tempelwache durch eine
Lücke zwischen der leichten Kavallerie des Gegners und den überwucherten Ruinen
im Zentrum des Schlachtfeldes. Wie in Zeitraffer bewegten sich die elitären
Krieger der Echsenmenschen noch immer erfüllt von der die Zeit selbst krümmenden
Lichtmagie ihres ehrwürdigen Slann-Magierpriesters Lord Zetec. Die
Großhierophantin der Kupfernen Legion stieß einen leisen Fluch aus, als sie sah
wie die verschwommenen Silhouetten der feindlichen und ansonsten nicht für ihre
Schnelligkeit berüchtigten Echsenkrieger schneller voran schnellten, als es
selbst angreifende Kavallerie normalerweise tat. Die Tempelwache mit ihrem
Hornnackenveteran an ihrer Spitze und mit Lord Zetec in ihrer Mitte prallte
direkt auf die Streitwagendivision, die unbeweglich und ausmanövriert den
wilden Angriff entgegennahm. Ohne durch Magie beschleunigt zu sein, stürmten
auch die Skink-Plänkler mit ihrem mit Rattenfellen behangenen Schamanen in die
Skelettbogenreiter vor ihnen, begleitet durch den hervorschnellenden
Dschungelschwarm zu ihren Füßen. Der Skink-Schamane im Federumhang sah, wie sein
ehrwürdiger Meister begleitet durch seine loyale Tempelwache und auch der wilde
Schamane der Grünschuppen die schändlichen Feinde angriff, und er wusste, dass
es nun an ihm war, seine Magie zu wirken. Er manifestierte einen Blitz vom
mittlerweile bewölkten Himmel und ließ diesen mit einem Krachen in die
Wächterstatuen hinter der arkanen Runie fahren. Mit einem lauten Knall schlug er
dort ein und ließ eine der hochaufragenden Gottstatuen in die Knie gehen, als goldener
Zierrat von ihr qualmend abfiel und sich ein kapitaler Riss über dem Torso
auftat. Nur einen kurzen Moment später drängte sich eine mächtige mentale
Präsenz in den Geist des überraschten Skink-Schamanen, denn Lord Zetec, der sich
nunmehr im hektischen Gewirr des Nahkampfes befand, hatte ungefragt
telepathischen Kontakt aufgenommen und blickte nun aus den Augen des Skinks. Mit
starrem Blick wirkte der Slann-Magierpriester durch seinen arkanen Vasalen seine
mächtige Magie und grelle Lichtstrahlen schossen auf die Ushabti-Statuen zu, die nur
Augenblicke zuvor Ziel des Blitzschlages gewesen waren. Der düstere Hohepriester
des Todes Hothep lass mit leise krächzender Stimme von einer Jahrtausende alten
Pergamentrolle, die in Folge zu Staub zerfiel, und bannte das magische Geschoss,
bevor es seine zerstörerische Wirkung auf die mit Großbögen bewaffneten
Wächterstauen aus Amenemhetums eigener Pyramide entfalten konnte. Der
ferngesteuerte Skink ließ weitere Strahlen der Lichtmagie in Richtung des
Hierotitanen schießen, aber diesmal lenkte Eutra’ta selbst die Magie ab, auf
dass die ehrbare Gestalt der Faust des Usirian keinen Schaden nahm. Die
Skink-Plänkler warfen daraufhin ihre vergifteten Wurfspeere auf den düsteren
Hierotitanen und, während viele der Wurfgeschosse harmlos an dem riesenhaften
Konstrukt abprallten, entfaltete einer der präzise geworfenen Speere das
magische Gift auf seiner Spitze, um die Verzauberungen des Hierotitanen zu
schädigen. Die Chamäleonskinks verließen sich ebenfalls auf die Wirkung des
hochpotenten Gifts und ließen einen Hagel aus Blasrohrschüssen auf den Hüter und
die Wächter der Lade der verdammten Seelen niedergehen. Jeder von ihnen wurde
von einer Vielzahl winziger Pfeile durchbohrt und das darauf befindliche Gift
ließ jeden von ihnen nur wenige Herzschläge später in einen qualmenden Haufen
Knochen zusammenbrechen. Bevor der Hüter jedoch gänzlich in sich zusammenbrach,
sprach sein sich auflösender Schädel einen letzten Fluch. Die mächtigen
Inschriften auf dem steinernen Deckel der Lade leuchteten unheilvoll auf, bevor
er zerbrach und alle in ihr gebundenen Seelen schlagartig entfesselte. Die
befreiten Seelen kreischten, ob dieser plötzlichen Befreiung und stürzten sich
sogleich auf die nahesten Lebewesen, bevor sie gänzlich vom Schlachtfeld
entfleuchten. Die Chamäleonskinks wussten gar nicht wer oder was sie traf, als
plötzlich ein halbes Dutzend von ihnen mit gräulich gefärbten Schuppen zu Grunde
ging und tot liegen blieb. Die Skink-Plänkler an der rechten Flanke und der sie
begleitende Dschungelschwarm kamen wie eine einzelne Urwaldbestie über die
Skelettbogenreiter und rissen alle untoten Reiter aus ihren Sätteln, so dass sie
unmittelbar über die zertrümmerten Knochen hinwegsetzen konnten, um näher an
ihre großen Brüder aus der elitären Tempelwache zu kommen. Lord Zetec wurde sich
in dem Moment wieder seiner eigenen Umgebung gewahr, gerade als die Tempelwache
begann, ihre gewaltigen zeremoniellen Hellebarden in Richtung Gegner zu
schwingen. Die Wirkung des Zeitkrümmungszaubers war vergangen, doch die
Streitwagenbesatzung des Gegners und ihre Zugtiere hatten noch immer das
gelbliche Leuchten ihres geheiligten Schöpfergottes in ihren Augenhöhlen. Die so
gesegneten Krieger auf den Kampfplattformen der Streitwagen stachen sogleich mit
Speer und Khopesh nach den angreifenden Echsenmenschen und schalteten zwei von
ihnen aus, bevor diese mit ihren schweren bronzebeschlagenen Waffen zuschlugen.
Die Hellebarden zerschmetterten Knochen und hieben durch die Fahrgestelle der
Wagen, wie durch welkes Papyrus. Die leichten Streitwagen und die untoten
Krieger, die von deren Kampfplattformen aus kämpften, waren der ganzen
reptilischen Wildheit nicht gewachsen und so wurde die ganze angeschlagene
Division in einem einzigen urzeitlichen Angriff ausgelöscht. Die trotz ihrer
rohen Wildheit erschreckend disziplinierte Tempelwache wandte sich nach getaner
Arbeit mit ihrem kommandierenden Hornnackenveteran in der vordersten Reihe den
nahen Ushabti zu, um diesen nicht ihre vergleichsweise verwundbare Flanke für
einen Gegenangriff zu präsentieren…
Anstatt einen Gegenangriff zu wagen, ließ Hohepriesterin
Eutra’ta ihre Ushabti und ihre Bogenschützen jedoch geräuschlos rückwärts
schreiten. Lediglich die Faust Usirians, der altehrwürdige Hierotitan, der den
mumifizierten Leib von Eutra’tas vor Jahrtausenden verstorbenen Lehrmeister im
Rumpf trug, griff mit immer schneller werdenden Schritten, welche die Erde zum
Beben brachte, die winzigen Kriechtiere des Dschungelschwarms an. Eutra’ta
erkannte, dass die Schlacht ein kritischen Moment erreicht hatte. Sie selbst
entfernte sich ebenfalls innerhalb der Reihen ihrer Bogenschützen-Division
merklich vom Feind. Ihre Fernkampftruppen mussten die kampfstarken Krieger des
Feindes aufhalten, bevor sie die eigenen Linien überrennen würden. Zumindest
müssten sie ausreichend geschwächt werden, so dass die Wächterstatuen aus der
Pyramide von Zandri sie im Nahkampf binden und zerschmettern könnten, dachte die
Großhierophantin andächtig und begann ihre mächtigsten Inkantationen zu
intonieren, um ihre Krieger durch die Macht des Sonnengottes Ptra zu
unterstützen. Was mit einem leisen rhythmischen Flüstern begann, endete mit
einem über das gesamte Schlachtfeld hörbaren Choral. Warmes gelbes Licht
durchströmte die Oberste Hohepriesterin und Großhierophantin von Zandri und
breitete sich in alle befreundeten Einheiten aus. Der Riss im Rumpf der
beschädigten Wächterstatue in den Reihen der Ushabti schloss sich und auch die
geschwächten Bindungen des Heirotitanen gewannen wieder an Kraft. Warmes gelbes
Licht strahlte auch aus dutzenden Augenhöhlen der belebten Konstrukte, wie auch
der Bogenschützen in Eutra’tas unmittelbarer Nähe, ihr selbst sowie des
Hohepriesters Hothep und des Gruftprinzen Aphas. Doch die Segnungen des Ptra
sind wie die Sonne selbst: Mächtig und tödlich zugleich. Selbst eine überaus
erfahrene Oberste Hohepriesterin wie Eutra’ta, die nahezu jede Silbe aller
Inkantationen des Nehekharanischen Pantheons auswendig kannte, fiel es schwer,
die Kontrolle über diese übermächtigen heiligen Energien aufrecht zu erhalten,
und so entluden sich die der Sonne gleichen Mächte um sie herum. Mit einer
plötzlichen Druckwelle, die ihr Epizentrum um Eutra’ta hatte, fing ein
Skelettbogenschütze nach dem anderen Feuer, als sich das gelbe Leuchten in den
Augenhöhlen der untoten Krieger über den ganzen Knochenbau ausbreitete. Etwa
dreiviertel der Bogenschützen-Division fand ein jähes Ende. Eutra’ta selbst
blieb unverletzt, als ihr goldenes Amulett, das allen Göttern Nehekharas geweiht
war, aufleuchtete und sie vor den destruktiven Kräften der außer Kontrolle
geratenen Magie bewahrte. Die emotionslosen Skeletbogenschützen schlossen indes
ihre Reihen, legten ohne erkennbares Zögern und in schnellen mechanischen
Bewegungen Pfeile auf ihre Sehnen und ließen selbige auf die sich wieder
nähernden Skink-Plänkler fliegen. Ein halbes Dutzend der flinken Plänkler fand
den Tod, als Pfeile mit kupfernen Spitzen sie durchbohrten. Die Wächterstatuen
der Ushabti taten es ihnen gleich, doch feuerten sie ihre speergroßen Pfeile auf
die stetig näherkommende Tempelwache der Echsenmenschen. Über ein halbes Dutzend
such dieser kaltblütigen Echsen fand den Tod, als die Pfeile sie mit der Wucht von Speerschleudern durchbohrten und Fontänen aus Blut und Knochenfragmenten entfesselten. Nur wenige der langen Projektile glitten an
den verzierten Schilden oder der harten Schuppenhaut der Tempelwache ab, doch
ließen sich die überlebenden Elitekrieger der Echsenmenschen nichts anmerken und
schritten einfach weiter über die Kadaver ihrer tödlich getroffenen Kammeraden
hinweg. Jedwede Warmblüter wären womöglich bereits in Panik verfallen, doch die
stoische Tempelwache hielt im Angesicht der Vernichtung stand, um in absoluter Pflichterfüllung ihren
Slann-Magierpriester zu schützen und ihn zu begleiten, wo immer er sie hinführen
würde. Die Faust Usirians zertrampelte am anderen Ende des Schlachtfeldes
unzählige Schlangen und Kleinechsen unter seinen tonnenschweren Füßen. Sein
riesiges Schwert fuhr herab und zerteilte Dutzende weitere. Zwar gelang es
einigen der Kleintiere in die Ritzen an den Beinen des belebten Konstrukts zu
kriechen und zu gleiten und dort geringfügigen Schaden anzurichten, aber es
dauerte nur wenige Augenblicke und es war von den schwärmenden Kreaturen keines
mehr zu sehen, so dass sich der riesige Hierotitan mit knirschenden Gelenken in
Richtung der verbliebenen Skink-Plänkler umwandte…
Mit einem raubtierhaften Brüllen führte der Hornnackenveteran
der Echsenmenschen die Tempelwache in einen Angriff auf die geräuschlosen
Ushabti der Gruftkönige, während Lord Tepec der Einheit auf seiner Sänfte
hinterherglitt. Der Dschungelschwarm in ihrem Rücken schwärmte im Windschatten
der langbeinigen Verwandten ebenfalls vor. Die wendigen Skink-Plänkler an der
rechten Flanke bewegten sich hinter ihre großen Brüder, während sich jene im
Zentrum des Schlachtfeldes dem Schatten des nahenden Hierotitanen näherten und
ihre vergifteten Wurfspeere bereit machten. Der Skink-Schamane in ihren Reihen
wurde von Lord Zetec erneut als arkaner Vasal genutzt und reine Lichtmagie
schoss alsbald aus den Armen des Schamanen auf die Skelettbogenschützen zu.
Weder Eutra’ta noch Hothep reagierten in irgendeiner Form und so vergingen
beinahe zwei Dutzend Bogenschützen durch diesen mächtigen Verbannungszauber. Als
dann noch die schlangenartigen Augen des Skinkpriesters vor weißem Feuer zu
leuchten begannen und sich gleißende Strahlen Bahn brachen, sprach Eutra’ta
arkane Silben, die die Strahlen auf nicht einmal der halben Strecke ersterben
ließen. Darauf folgend war bereits das typische Geraschel zu hören, als die
Skink-Plänkler ihre Wurfspeere auf den über ihnen türmenden Hierotitanen warfen;
doch prallten alle Wurfgeschosse harmlos am harten Panzer des belebten
Konstrukts ab. Auch die vor Gift triefenden Pfeile aus den Blasrohren der
Chmäleonskinks blieben diesmal hinter ihren Erwartungen zurück und konnten unter
den Truppen der Gruftkönige keinen nennenswerten Schaden anrichten. Als die
Tempelwache schließlich auf die Reihen der einschüchternden Ushabti-Monumente traf, schwangen die
Wächterstatuen der Gruftkönige ihre riesigen vergoldeten Bögen, jadeverzierten Fäuste aus Stein und
goldenen Ritualklingen ohne dabei ein erkennbares Geräusch zu machen. Lediglich
das leise Knirschen von Stein auf Sand hätte vernommen werden können, wenn nicht
das urzeitliche Gebrüll der Echsenmenschen all dies übertönt hätte. Drei der
elitären Tempelwachen wurden von knochenbrechenden Hieben niedergestreckt, bevor
sie ihre schweren Stangenwaffen überhaupt einsetzen konnten, und auch der
erfahrene Hornnackenveteran Chekax trug eine blutige Verwundung davon, noch ehe er seinen riesigen mit Obsidianklingen bewährten Bronzeknüppel in Richtung
der monströsen Infanterie des Gegners schwingen konnte. Dann fuhren jedoch die zeremoniellen unnd mit heiligen Glyphen versehenen Hellebarden herab und beschädigten eine
schlangenköpfige Wächterstatue derart, dass sie auf ein Knie niederging, bevor
der alte Hornnackenveteran ihr mit einem Schwung seiner mit Vulkangestein verstärkten Waffe den marmornen
Kopf von den Schultern trennte. Jede der Wächterstatuen war jedoch nicht nur
anderthalb mal so groß wie die muskulösen Echsenmenschen, die lebenden Abbilder der Götter Nehekharas
war der ausgedünnten Tempelwache nun auch zahlenmäßig deutlich überlegen und so
wurde ein weiterer Echsenkrieger im Gedränge des Nahkampfes von den belebten
Wächterkonstrukten niedergetrampelt, bevor diese sich mit maschineller Präzision
tiefer staffelten. Schließlich standen nur noch der Saurus-Hornnackenveteran und der Erste Wächter der Tempelwache zwischen den Ushabti und dem ihnen
Schutzbefohlenen, dem altehrwürdigen Slann-Magierpriester Lord
Zetec…
Die hoch aufragende Gestalt des Hierotitanen begab sich mit
langen erderschütternden Schritten in Richtung der wagemutigen Skink-Plänkler.
Als sich die Schritte des riesigen Kolosses jedoch stetig beschleunigten,
verging den kleinen schreckhaften Echsenmenschen ihr Wagemut und sie wandten sich vor lauter
Entsetzen zur Flucht. Einzelne von ihnen warfen noch verzweifelt Wurfspeere in
Richtung des unverwundbar erscheinenden Hierotitanen, doch auch diese prallten
wirkungslos an ihr ab. Die fliehenden Skinks und ihr Schamane kamen nicht weit,
denn sie wurden bereits nach wenigen Metern von den erbarmungslosen Schritten
der Faust des Usirians, die jede die Länge eines Schlachtrosses hatte, eingeholt
und zertrampelt. Eutra’ta und ihre Begleiter Prinz Aphas und der Hohepriester
Hothep sowie der Bannerträger der Bogenschützendivision rückten näher an die
Arkane Ruine, die eindeutig elfischer Bauart war und die göttlichen Winde der
Magie anzuziehen schien. Eutra’ta und Hothep begannen sogleich, die heiligen
Energien zu kanalisieren. Hotheps leere Augenhöhlen leuchteten in dunklem
violett, als er Flüche aus dem Reich der Toten über die Tempelwache und ihren
Slann-Magierpriester zu bringen versuchte. Lord Zetec ließ die Todesmagie, die
sich ihrer Seelen selbst habhaft machen wollte, jedoch mit einem kurzen
Aufglimmen von Lichtmagie verpuffen und damit auch den unterweltlichen Fluch
unwirksam werden. Eutra’ta wählte indes weniger schadvolle Magie, als sie Nerus
Inkantation des Schutzes anstimmte und somit den Segen der Mondgöttin über die
Ushabti brachte. Neru war die erste Göttin gewesen deren Weihung Eutra’ta zu
Lebzeiten erfahren hatte und so war sie ihr bis heute als Oberste Hohepriesterin
im Besonderen verbunden. Ein schwacher, gelblich fahler Schimmer war an den
marmornen Oberflächen der Ushabti zu erkennen und zugleich erhob sich die
kopflose Wächterstatue, die das Abbild des schlangenköpfigen Gottes Qu’aph trug,
zu neuem Leben. Eutra’ta hatte ihre Anrufungen jedoch noch nicht abgeschlossen.
Kaum waren die Formeln der Inkantation des Schutzes verklungen, ging sie in die
mächtige Inkantation des Niederschmetterns über und intonierte die Anrufung des
Schöpfer- und Sonnengottes Ptras mit lauter werdender Stimme. Lord Zetec konnte
oder wollte diese Magie nicht bannen und so wirkte die Magie von Nerus
göttlichem Ehemann über große Teile des Schlachtfeldes. Mehrere
Skelettbogenschützen, die noch Minuten zuvor in greller Lichtmagie vergangen
waren, erhoben sich erneut mit ungeschwärzten Knochen und auch die Gestalt der
Faust Usirians nahm augenscheinlich wieder mehr Form an. Zu dem schwachen
Schimmer, welches die Ushabti umgab, gesellte sich nun ein warmes gelbes
Leuchten in den Augenhöhlen aller verbliebenen Vasalen aus Eutra’tas Armee. Der
schnelle Beschuss der gerade neu erweckten Skelettbogenschützen tötete
vereinzelte Kriechtiere hinter den Tempelwachen, doch war es der hartumkämpfte
Nahkampf zwischen den Ebenbildern der Götter und Göttinnen Nehekharas und den Tempelwachen der
Echsenmenschen, der alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Ushabti-Statuen hackten den
letzten loyalen Tempelwächter, den Ersten Wächter, in blutige Stücke, während sich der
Saurus-Hornnackenveteran wild brüllend zwischen attackierende Wächterstatuen und
dem Slann-Magierpriester warf. Eine Vielzahl von Schlägen ging auf den uralten
Kommandanten der Echsenmenschen nieder, doch, trotz klaffender Wunden, schien
nichts den zähen Krieger aufhalten zu können. Mit erbarmungsloser Effizienz
zertrümmerte der Saurus-Anführer zwei der über ihm türmenden Wächterstatuen,
als wären sie aus feuchtem Kalkstein und nicht aus feinstem Marmor konstruiert.
Auch Lord Zetec griff nun physisch in den Nahkampf ein. Ein Vorgang, der bislang
nur einmal vor knapp zehntausend Jahren vorgekommen war, als sich der
Slann-Magierpriester einer zu nah herangeflogenen Libelle hatte erwehren müssen.
Lord Zetecs Zepter traf einen nahen Ushabti mehr zufällig genau auf der Brust,
so dass eine vorherige Beschädigung erneut aufbrach und beim Zusammenprall mit
Überresten der soeben noch neben ihr stehenden Wächterstatue, die gerade durch
den Hornnackenveteran in Stücke geschlagen worden war, längsseits aufriss und
den besagten Ushabti schmucklos zweiteilte…
Während Saurus-Hornnackenveteran Chekax über die Steintrümmer
der zerbrochenen Ushabti stampfte, orderte Lord Zetec seine Skink-Vasalen näher
an den Feind heran und begann erneut in den Geist des verbliebenen
Skink-Schamanen zu dringen. Die schwärmenden Echsen schlängelten und krochen
indes in den Nahkampf zwischen dem Saurus-Anführer und den
Wächterstatuen der Ushabti. Der Wind des Hysh wurde von Lord Zetec wiederholt
mühelos zu einem mächtigen Verbannungszauber gewoben und auf die Führerkaste der
Gruftkönige ausgesprochen. Diesmal reagierte Eutra’ta schnell und bediente sich
erneut der Macht der nahen Arkanen Ruine, bevor die Lichtmagie sie und ihre
Begleiter auslöschen konnte. Der im Anschluss formulierte Angriffszauber konnte
von ihr jedoch nicht gebannt werden und so trafen gleißend helle Strahlen auf
die zeremonielle Rüstung und die darunter liegenden Bandagen von Prinz Aphas
mumifizierten Torso. Der Gruftprinz überstand diesen magischen Angriff jedoch
unbeschadet auch wenn einige der harzgetränkten Fasern zu qualmen begannen. Kaum
waren diese magischen Angriffe abgeklungen, prallten winzige vergiftete Pfeile
aus den Blasrohren der Chamäleonskinks in den Rücken der
Skelettbogenschützeneinheit. Zwei der jüngst erneut zum Leben erweckten Skelette
brachen in sich zusammen, als das verzauberte Gift seine Wirkung entfaltete.
Auch Eutra’ta selbst wurde von einem Blasrohrpfeil im Halswirbel getroffen und sie
spürte wie das Gift die Bindungen, die ihre Seele an ihren verfallenen Körper
banden, angriff, doch dann leuchtete erneut der Talisman um ihren Hals auf und
der Segen von Neru und Asaph schützte sie vor weiterem Unheil. Der
Standartenträger der Bogenschützeneinheit wurde schließlich als letzter seiner
Einheit ausgelöscht, als ein zielgenau geworfener Wurfspieß der näher gerückten
Skink-Plänkler seinen Schädel durch eine seiner Augenhöhlen durchbohrte. Die
Asaph-Division war ausgelöscht und Großhierophantin Eutra’ta, Hohepriester
Hothep und Prinz Aphas standen ohne Truppenunterstützung inmitten des
leichenübersäten Schlachtfeldes. Für Lord Zetec und den
Saurus-Hornnackenveteranen galt letztlich das Gleiche, denn auch sie kämpften
beinahe alleine auf weiter Flur umgeben von den Leichen der Tempelwache. Beide Kohorten der Sauruskrieger waren
gänzlich vernichtet. Der zur Unterstützung angerückte Dschungelschwarm wurde unmittelbar unter den
steinernen Füßen der Ushabti zerquetscht oder in Stücke geschlagen, während der
Hornnackenveteran allen auf ihn gerichteten Angriffen mit raubtierhaftem
Geschick auswich und dabei dennoch den Slann-Magierpriester erfolgreich beschützte. Diesmal
beschützte jedoch auch der Segen Nerus die Ushabti und keine der Wächterstatuen
trug irgendeinen nennenswerten Schaden durch die massive Keule des Sauruskommandanten
davon…
Die Faust Usirians näherte sich mit donnernden Schritten
wieder dem Hauptfeld der Schlacht, während sich Eutra’ta und ihre höfischen
Begleiter dem letzten Nahkampf der Schlacht zuwandten. Helle Strahlen schossen
plötzlich aus den Augenhöhlen des Hierotitanen und verzehrten die letzten
Chamäleonskinks im heiligen Feuer des Ptra, für die Anmaßung die Oberste
Hierophantin zuvor physisch angegriffen zu haben. Hothep nutzte die Magie der
Arkanen Ruinen indes, um einen ähnlich rachsüchtigen Zauber zu formulieren, als
er erneut die violett glimmende Astralgestalt Djafs vor sich manifestierte und
blitzschnell auf den Slann-Magierpriester und den marodierenden
Saurus-Anführer zuschießen ließ. Der Hornnackenveteran reagierte
überraschend schnell und warf sich selbstaufopfernd in den Weg dieses
todbringenden Magiewirbels. Für einige winzige Augenblicke lang wirkte es
beinahe so, als könnte dieser tausende Jahre alte kaltblütige Krieger, dieses
uralte und ohne jedwede Raffinesse agierende Wesen, diese göttliche Manifestation
aufhalten, doch dann fuhr es durch ihn hindurch und lediglich eine violette
Staue des Sauruskriegers verblieb. Doch diese winzigen Augenblicke hatten
schließlich ausgereicht, dass Lord Zetec mit seiner Sänfte dem Magiewirbel und
dem manifestierten Gott des Todes des Nehkharanischen Pantheons ausweichen
konnte. Ganz im Gegensatz zu einigen überraschten Skink-Plänklern. Nicht
ausweichen konnte der Slann-Magierpriester jedoch den nun auf ihn niedergehenden
Schlägen der aufrückenden Ushabti, so dass Lord Zetec spürte, wie er physischen
Schaden nahm. Einige der Schläge prallten zwar an der mächtigen magischen Verteidigung des Schilds der Alten ab und der
Slann-Magierpriester war auch bereits in der Lage gewesen, durch transzendente Heilung wieder zu
regenerieren, aber nun begann die Sonne und damit die Wärme, langsam zu
verschwinden, so dass Lord Zetec entschied, sich durch Teleportation vom
Schlachtfeld zu entfernen. Einen Lichtblitz später war er verschwunden. Die
verbliebenen Skink-Plänkler und der Skink-Schamane in ihren Reihen waren zwar
nicht der Teleportation mächtig, aber auch sie taten es ihrem Anführer insofern
gleich, als dass sie vom Schlachtfeld, wenn auch getragen auf ihren Beinen,
verschwanden...


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen