Melistius (Imperium) vs. Frantisec (Vampirfürsten / Untotenlegion)




Meisterzauberer Melistius hatte eine schwere Wahl zu treffen gehabt. Angegriffen von gleich einer Vielzahl feindlicher Armeen, konnte das schon weit ausgedehnte Herrschaftsgebiet des Imperiums in den Düsterlanden nicht überall zeitgleich verteidigt werden. Erzlektor Hassenstein und seine Armee waren direkt von Legionen des Chaos, die dem Seuchengott huldigen, angegriffen worden und konnten nirgendwo sonst zur Verteidigung hin eilen, während die verbündeten Zwerge unter Führung des Zwergenfürsten Logan Trotzberg erst gerade mit Verstärkungen aus dem Nordosten angekommen waren und noch weit vom Kernland der vom Imperium dominierten Düsterlande entfernt waren. Entlang der Küste des Schwarzen Golfes war überraschend eine Untotenlegion aus dem Norden aufgetaucht, die aus den südlichen Grenzgrafschaften über die Meerenge gelangt war und die dortigen Minenanlagen des Imperium bedrohte. Bislang hatte das Imperium nur Gerüchte von vampirischen Untoten weit im Süden gehört, war jedoch soweit nie mit ihnen direkt in Konflikt geraten. Nur kurze Zeit nach dem Auftauchen dieser Bedrohung war zudem eine Armee Krieger des Chaos aufmarschiert, die ebenfalls aus den anarchischen Grenzgrafschaften kam und die direkt auf die Zwergenwehrstadt Barak-Varr zusteuerte, welche unter dem Schutz des Imperiums stand. Die Entscheidung wo Melistius mit seiner Armee zur Verteidigung hin aufbrechen würde, war eine schwierige, doch schließlich entschied sich der findige Meisterzauberer, die Minenanlagen am Schwarzen Golf gegen die Untotenlegion zu verteidigen, da diese Region deutlich verwundbarer erschien als Barak-Varr selbst. Er vertraute darauf, dass sich die Krieger des Chaos weiter östlich auch ohne aktive Verteidigung durch das Imperium an den soliden Mauern der Wehrstadt die Zähne ausbeißen würden. So marschierte er also mit seiner Streitmacht gen Norden, um den düsteren Vampir abzufangen, der die Untotenlegion befehligte. Die Fliegende Festung des irren Zauberers Fozzrik schwebte indes direkt oberhalb der imperialen Armee und Melistius spürte wie sich die Winde der Magie in der Nähe der Festung auftürmten und auch durch den Boden unter ihm flossen. Der Wind des Ghyran umspielte seine nackten Füße und Melistius war begierig die Macht des Lebens zu entfesseln und über die Untotenlegion und ihren düsteren Kommandanten kommen zu lassen… 
 
Meisterzauberer Melistius


Vampirfürst Frantisec Fariac führte seine jüngst ausgehobene Untotenlegion direkt in die verwundbaren Bereiche des vom Imperium gehaltenen Territoriums der Düsterlande. In der Dunkelheit der Nacht waren sie über die kurze Meerenge außerhalb der Sichtweite der Wehrstadt Barak-Varr übergesetzt und bedrohten nun das Kernland der Menschen des Imperiums. Frantisec konnte bereits spüren wie die Winde der Magie mit jedem Schritt gen Süden stürmischer wurden und er war sich bewusst, dass dies nur an der Nähe zu Fozzriks Fliegender Festung liegen konnte. Frantisec wusste diese zusätzliche Macht zu nutzen und, erfüllt mit zusätzlicher nekromantischer Energie, ließ er seine Legion in ungewohnter Geschwindigkeit die Küste entlang marschieren. Die untote Horde passierte auf ihrem Weg mehr und mehr verlassene Fischerdörfer und am Horizont konnte der Vampirfürst stets die Trecks fliehender Dorfbewohner ausmachen. Nach dem Überrennen der ersten unbedeutenden Fischerdörfer hatte sich die Kunde scheinbar wie ein Lauffeuer ausgebreitet, dass Untote an der vermeintlich sicheren Küstenregion zum Schwarzen Golf umgingen. Erst nach mehreren Kilometern Marsch konnte Frantisec am Horizont Banner ausmachen, die sich nicht wie die vielen Wagentrecks von seiner Legion wegbewegten, sondern auf sie zuhielten. Der Vampirfürst spürte zudem wie eine Präsenz, die der Wind des Ghyran umspielte und ihr wie eine Art Anker diente, in ihr befindlich war. Es musste sich dabei um einen vergleichsweise mächtigen menschlichen Zauberer handeln, darin war sich Frantisec Fariac sicher. Dass es ausgerechnet ein Meister der Lehre des Lebens zu sein schien, fand der Vampirfürst zudem äußerst amüsant und irgendwie ironisch. Frantisec freute sich darauf dem Meisterzauberer eigenhändig die Lebenskraft zu entziehen und das ganze Areal in ein Paradies des ewig stagnierenden Unlebens zu verwandeln…
 
Vampirfürst Frantisec Fariac

Am Rande eines zerstörten Fischerdorfes und in Sichtweise der nahen Küste prallten die Armeen aufeinander. Magische Stürme peitschten über das Land und türmten Felsen und Gelände in Wirbeln roher Magie auf. Vom Fischerdorf standen lediglich die Überreste der Umzäunung, der alte steinerne Wachturm, eine verlassene Gralskapelle kreuzfahrender Bretonnen sowie das massive Haupthaus des Dorfes. Umsäumt war das Dorf zudem von lichten Wäldern und einem von Küstenwasser gespeistem Moor. Von dem Wachturm hingen nun jedoch die ausgebluteten Leichen der tapferen Milizionäre, die nur Stunden zuvor ihr Dorf gegen die Untotenlegion zu verteidigen versucht hatten, und im großen Haupthaus des Dorfes lagen die frischen Leichen der gesamten dahingemetzelten Dorfbevölkerung, die dorthin vor Verzweiflung geflohen war…


Melistius (Imperium) vs. Frantisec (Vampirfürsten / Untotenlegion) [Sturm der Magie - D1]


 

Vampirfürst Frantisec Fariac beobachtete mit ruhigen Blicken, wie die Armee des Imperiums Stellung bezog. Große Regimenter Staatstruppen begaben sich auf Befehl ihres magiebewanderten Kommandanten in die Nähe der Arkanen Fokusse, die den Wachturm umsäumten. Ihre Aufgabe schien für Frantisec simpel und klar. Sie sollten diese Arkanen Fokusse und die Imperiums-Zauberer, die sich ihre Macht zu Nutze machen wollten, gegen den Zugriff seiner eigenen Armee schützen. Mehrere Kanonen begaben sich hinter der Infanterie in Position und eine Einheit düsterer Ordensritter schwenkte an der rechten Flanke der Armee des Imperiums entlang. Frantisec sah viele Zauberer in bunten Roben, die die Zugehörigkeit zu ihren Magieakademien symbolisierten. Nur ein Zauberer war gänzlich nackt und sein muskulöser Oberkörper war von allerlei gewundenen Tätowierungen bedeckt. Der Vampirfürst schmunzelte im Angesicht dieser primitiv anmutenden Gestalt, doch wich dieser Ausdruck dem eines gewissen Erstaunens, als eine mehrköpfige, brüllende Hydra an seiner Seite erschien. Doch nicht nur das Imperium hatte ungewohnte Verbündete. Frantisec ließ einen düsteren Lammasu und einen schattenumwobenen Fimir-Fluchunhold auf die Arkanen Fokusse in seiner unmittelbaren Nähe Position beziehen und warf seine Truppen in Richtung Feind. Zischende Jagdrudel Gruftghule sprangen vorwärts, begierig darauf ihre Reißzähne in frisches Menschenfleisch zu schlagen. Rotten von Vargheists stürzten durch die von Magie geschwängerte Luft,  während sich an den Flanken der Streitmacht zwei Flederbestien auf löchrigen Schwingen dem Feind näherten. Frantisec führte seine eigenen Skelettbogenschützen zielstrebig vorwärts, während sein junger Vampir-Akolyth mit der von ihm angeführten Einheit Skelettbogenschützen die nahe Gralskapelle betrat. Die bizarren Harpyien, die Frantisec kürzlich in mitten des magischen Sturmes entdeckt und magisch an sich gebunden hatte, flogen kreischend in Richtung der verwundbar wirkenden Kriegsmaschinen des Imperiums und bemühten sich dabei im Tiefflug an der wehrhaften Infanterie des Imperiums vorbeizukommen.


Die Winde der Magie peitschten über das Schlachtfeld und insbesondere der Wind des Shyish bäumte sich über dem Schlachtfeld auf, so dass die aufgehängten Leichen am Wachturm zu zucken begannen und das Wehklagen der Geister der gemarterten Zivilisten aus dem Herrenhaus über das Schlachtfeld klang. Ein aus dem Boden hervorgebrochenes Magieportal hinter den Reihen des Imperiums ließ einen funkensprühenden Feuerball inmitten der Bihandkämpfer niedergehen und zwei der in Plattenrüstung gehüllten Krieger vergingen in magisch hervorgerufenem Feuer. Das Lammaus begann auf der Spitze eines der Arkanen Fokusse mit seinen ledrigen Flügeln zu schlagen und manifestierte seine diabolische Magie, während es die Winde der Magie und allen voran den Wind des Shyish ein und auszuatmen schien. Violette Stränge von Magie strömten auf die Besatzung der Höllenfeuer-Salvenkanone zu und hüllten sie ein. Frantisec selbst badete ebenfalls in der anbrandenden Todesmagie und mit funkelnden Augen lösten sich knisternde dunkle Strahlen von selbigen in Richtung der schreckenerregenden Hydra am Rande des nebelverhangenen Moores. Meisterzauberer Melistius sah die düstere Magie und stieß seinen Stab krachend auf den Boden. In wenigen Sekundenbruchteilen schossen grüne Ranken aus dem Erdreich vor der Hydra und das magische Geschoss prallte in die magisch hervorgerufene Vegetation, die daraufhin schlagartig verwelkte, die Hydra dahinter jedoch unversehrt ließ. Die maligne Intelligenz des Lammasu war ebenfalls darum bemüht, weiterhin Tod und Verderben zu verbreiten. Es verwickelte den halbnackten Magiewirker auf dem ihm gegenüberliegenden Fokus in ein magisches Duell, aber dieser konnte dem mentalen Angriff allein durch seine Willenskraft, die seiner augenscheinlichen Körperkraft in nichts nachzustehen schien, wiederstehen. Das Lammasu hatte sich jedoch an der rohen Magie, die es für alle sichtbar umtoste, übernommen und eine markerschütternde Detonation erschütterte den Fokus und den monströsen Lammasu selbst, welches mit einem lauten Krachen vom Himmel fiel. Der Lichtzauberer in den Reihen der Bihandkämpfer erkannte seine Chance und griff nach der diffusen Magie, die von dem gebeutelten Fokus abgeleitet wurde. Schon immer ein Gespür für die eher diffusen Stränge der Magie, verwob der Zauberer diese und sprach einen Verbannungszauber auf die Skelettbogenschützen innerhalb der Gralskapelle. Ein helles Leuchten umspielte die zerstörten Fenster des Gebäudes und die losen Knochen von über einem halben Dutzend der untoten Krieger stürzten heraus. Am ganzen Körper Magie ausdünstend bäumte sich das Lammasu dennoch wieder auf die Hinterläufe und versuchte mit letzter Anstrengung sich der Seele der Hydra habhaft zu machen, doch auch diesen Versuch vereitelte Meisterzauberer Melistius mit einem Schwenk seines Stabes und einigen arkanen Worten. Die Besatzung der Höllenfeuersalvenkanone rang noch immer mit den vioeltten Energien, die sie zu überfluten drohten, und einer von ihnen verging, als die Energie seinen Kopf einhüllte und ihn erstickte. Kaum verstarben die magischen Angriffe für den Moment, da begannen die eher klassischen Fernkampfangriffe und beide Skelettbogenschützen-Einheiten ließen einen Pfeilhagel auf die von gegnerischen Zauberern besetzten Fokussen nieder. Eine Vielzahl der Pfeile prallten harmlos an den magischen Verwirbelungen, die die Fokusse umgaben, ab, aber einige wenige trafen die Zauberer auf ihnen. Der leicht bekleidete Magieanwender nahe der Hydra wurde von zwei Pfeilen in der Brust getroffen und sank auf die Knie, doch erhob er sich bereits kurze Zeit später mit einem grimmigen Blick im tätowierten Gesicht. Der imperiale Himmelszauberer gegenüber wurde ebenfalls von einem zu ihm durchdringenden Pfeil getroffen, der sich tief in seine Schulter bohrte und ihn mit schmerzverzerrtem Gesicht aufschreien ließ, doch auch er blieb standhaft und stützte sich auf sein reichverziertes Schwert...



 

Meisterzauberer Melistius hatte genug von der Defensive. Nun war es an ihm und seinem Magierzirkel, zurückzuschlagen. Es war in der Tat ein ganzer Magierzirkel, besetzt durch Zauberer aus beinahe jedem Orden der Magie in Altdorf, die Melistius begleitet hatten, um im Schatten von Fozzrik’s Fliegender Festung gegen die Untotenlegion zu kämpfen.  Zu ihnen gehörten allen voran Casimir Schreiber, der belesene Himmelszauberer, der Melistius schon bei seinen Feldzügen gegen die Dunkelelfen unterstützt hatte, sowie der Lichtzauberer Volkwin Luipoldus, einer der wenigen Überlebenden der Schlacht um Ekrund und den Berg Grimmzahn. Weiterhin gehörte dem Zirkel der grobschlächtige Zauberer des Bernsteinordens Meister Eckhart und der heißblütige Feuerzauberer Ferdinand Feuersbrunst an. Unterstützt wurden sie zudem von einem enigmatischen Zauberer, der sich ihnen kurz vor der Schlacht mit seiner monströsen Hydra angeschlossen hatte. Melistius kannte die Geschichten seines Ordens über die geheimnisumwitterten Bewahrer von Albion, die den Zauberern seines eigenen Ordens und ihren druidischen Vorläufern aus dem jungen Imperium gar nicht so unähnlich waren. Viele der tätowierten Zeichen auf der Haut des Bewahrers waren Melistius in der Form oder leicht abgewandelt ein Begriff. Melistius wusste jedoch, dass der Kampf nicht alleine durch Magie und die Zauberwirker gewonnen werden konnte, wenn er auch durch sie dominiert werden würde. Es gab im Schatten der umherwirbelnden Winde der Magie, eine Schlacht zu schlagen, die durch Blut und Stahl entschieden werden würde. Ein kurzer Schulterblick der schwergepanzerten Gestalt des kahlköpfigen und grimmig dreinschauenden Erzlektors Gottfried von Grunburg sowie ein kurzes verständiges Nicken durch ihn und Melistius, veranlasste die Schwertkämpfer der Fechtmeister von Altdorf zu einem Frontalangriff auf die fledermausartigen Kreaturen im Schatten des geschändeten Wachturmes. Der Wachturm und die von ihm herabhängenden Leichen schienen, die wilde blutrünstige Raserei dieser Kreaturen noch zu verstärken. Aber auch die imperialen Staatstruppen wurden in Anbetracht dieser blasphemischen Schändung der Leichen imperialer Freibürger und den frenetischen Gebeten Gottfried von Grunburgs von Hass erfüllt. Mit wildem Kriegsgeschrei und von Hauptmann Siegbert hoch erhobener Armeestandarte stürmte die imperiale Infanterie in den Nahkampf. An der rechten Flanke taten es ihnen die Ordensritter des Schweren Kavallerieregiments Karl Prinz von Altdorf gleich. In Begleitung des berittenen Feuerzauberers Ferdinand Feuersbrunst stießen sie im schnellen Galopp und mit gesenkter Lanze in die gerade aus dem Blutforst hervorgekrochenen Ghule. Die Bihandkämpfer, genannt Wappen von Melistius, und der sie begleitende Volkwin Luitpoldus vom Lichtorden marschierten geradewegs in Richtung Feindesgebiet. Ihre Aufgabe war, den Lichzauberer mit ihrem Leben zu beschützen, damit dieser seine wirkungsvolle Magie des Lichts gegen die Ausgeburten des Unttodes wirken konnte. Mit unaussprechlichen und fremdländisch klingenden Silben befahl der primitiv anmutende Bewahrer seine Hydra ebenfalls vorwärts, während er sich ohne mit der Wimper zu zucken einen feststeckenden Pfeil aus der Brust zog. 
 

Die Winde der Magie peitschten in die Höhe und wirbelten am Himmel umher, so dass Casimir Schreiber vom Celestial-Orden seine Chance nutzte und die aufgeladenen Energien der Azyr-Winde zu einem Donnerkeil formte, der blitzartig von Himmel schoss und auf die Harpyien in unmittelbarer Nähe des von ihm besetzten Fokusses zielte. Kurz bevor der Blitzschlag die kreischenden Missgeburten erreichen konnte, leitete der mächtige Vampirfürst ihn ab, indem er mit einem beiläufigen Schwenk seiner Hand einen Blitzableiter aus Knochen formte und die Energie des Blitzes harmlos in den Boden erden ließ. Meisterzauberer Melistius saugte indes die ganze in der Erde innewohnende Macht des Ghyran in sich auf, um den schwer verwundeten Bewahrer mit der Macht des Lebens zu heilen. Doch auch hier hatte der Vampirfürst andere Pläne und korrumpierte die lebenspendende Magie mit seiner nekromantischen Macht, bevor sie ihre Wirkung entfalten konnte. Melistius fluchte leise und nutzte die letzten Stränge der ihm zur Verfügung stehenden Lebensmagie, um die Todesmagie zu bannen, die die Besatzung der Höllenfeuer-Salvenkanone umschlungen hielt und ihnen auf kurz oder lang den sicheren Tod gebracht hätte. Der Meisterzauberer atmete tief durch. Magisch war den verderbten Untoten bislang nicht beizukommen und das trotz der vielen Magieanwender in den Reihen der imperialen Armee. Wie auf ein Zeichen, war das Donnern der feuernden Kanonen zu hören und mit einem kaum minder lauten Zischen spien die vielen Köpfe der Hydra gallertartige Brocken grünlichen Schleims auf den vom stierähnlichen Lammasu besetzten Fokus. Das dunkelhäutige Monster wurde mehrfach von dem hochgradig toxischen Auswurf getroffen und sein Unbehagen wurde durch ein lautes wütendes Brüllen deutlich. Die abgeschossenen Kanonenkugeln schlugen nur wenige Herzschläge später ähnlich zielgenau auf. Das erste Projektil traf einen der monströsen Vargheists und zerschmetterte mehrere Knochen der vampirartigen Kreatur, jedoch hielt es die Kanonenkugel durch seine eigene Masse auf und verhinderte somit einen Pfad der Zerstörung hinter sich. Eine zweite Kanonenkugel flog über die Varheists hinweg und schlug inmitten des Arklanen Fokusses ein, der vom Lammasu besetzt war. Gesteinsbrocken und entladene Magie flogen umher, als die schiere physische Zerstörungswut der Kanonenkugel den Fokus traf, und auch der bereits angeschlagene Lammasu stürzte tödlich getroffen in die Tiefe und regte sich nicht mehr. Die dritte Kanonenbesatzung stand ihren Kameraden in puncto Präzision in nichts nach und eine weitere von ihnen abgeschossene Kanonenkugel traf die nebelverschleierte Silhouette des Fimirs auf dem zweiten Arkanen Fokus. Auch hier richtete die massive Metallkugel die erwünschte Zerstörung an und zerschmetterte die Gestalt des Fimir-Fluchunholdes gänzlich, so dass kaum etwas Erkennbares von dem einäugigen Wesen verblieb.


Ein Jubeln ging durch die Reihen des Imperiums, wurde jedoch alsbald durch wilden Kampflärm abgelöst, denn die Fechtmeister Altdorfs waren im Schatten des geschändeten Wachturmes auf die bestienhaften Vargheists getroffen und Schwert und Klaue rangen um Leben und Tod. Hauptmann Siegbert kämpfte wie immer in vorderster Front. Mit Armeebanner und zwergengeschmiedetem Schild in der einen Hand und Breitschwert in der anderen stürmte er auf eines der geflügelten Wesen zu und erschlug es mit präzisen und kraftvollen Schwüngen seiner Klinge, bevor es sich vor ihm aufbäumen konnte. Der beutehungrige Vargheist unmittelbar daneben pflügte mit Krallen und Zähnen in die Reihen der Schwertkämpfer und war begierig darauf, seine Fänge in das warme Fleisch der Lebenden zu graben. Die Kreatur tötete mit erschreckender Leichtigkeit drei der Fechtmeister von Altdorf, als sie ihrer ungezügelten Wut und ihrem zehrenden Hunger freien Lauf ließ. Weder Schild noch Schwertkunst noch Kettenhemden boten Schutz gegen diese raubtierhafte Wildheit und Kraft. Erzlektor von Grunburg trotzte jedoch den Schlägen einer weiteren dieser hochaufragenden, aber dennoch menschenähnlichen, Kreaturen. Seine Rüstung war aus verzaubertem Meteoreisen geschmiedet und bot Schutz selbst gegen die messerscharfen Klauen dieser gestaltgewordenen Finsternis, die auf ihn eindrang. Von Grunburg selbst schwang mit lauten Gebeten auf den Lippen seinen schweren Zweihandhammer und schlug die Bestie mit knochenzertrümmernder Wucht zu Boden. Voller Hass in ihren Augen drangen die Fechtmeister Altdorfs auf jene Kreatur ein, die in ihre Reihen gebrochen war und verwundeten sie mehrfach mit von allen Seiten ausgeführten Streichen ihrer treuen Langschwerter. Letztlich lagen alle drei dieser abstoßenden Vampirwesen mit durchbohrtem Herz oder zerschmettertem Brustkorb am Boden und vergingen. Zur beinahe gleichen Zeit trafen am anderen Ende des Schlachtfeldes die edlen Ordensritter des Schweren Kavallerieregiments Prinz Karl von Altdorf auf die  hässlichen und verkrümmten Gruftghule. Die Lanzen der Ritter bohrten sich durch ihre schmutzige und dunkle Haut, während gleichzeitig mehrere der Ghule die Ritter im vollen Galopp ansprangen und sie aus dem Sattel zu reißen versuchten. Ein halbes Dutzend der Ghule wurde durch den initialen Angriff aufgespießt und von den Streitrössern zu Boden getrampelt, während die meisten Ghule an den Schilden und schweren Plattenrüstungen abprallten oder sich an selbigen die spitzen Zähne ausbissen. Lediglich ein einzelner Ordensritter wurde aus dem Sattel gerissen und durchs geöffnete Visier von geifernden Mäulern und gefletschten Lippen begrüßt und zerfleischt. Der Zauberer des Feuerordens, der adlige Ferdinand Feuersbrunst, schwang todesmutig sein zeremonielles Schwert, doch boten seine wallenden Roben bei weitem nicht den Schutz der stählernen Rüstungen der Ordensritter. Schmutzige vor Gift triefende Klauen gruben sich in seinen Oberschenkel und drohten, ihn vor Schmerz ohnmächtig werden zu lassen. Der verblieben Ghule wurden letztlich schmucklos niedergetrampelt oder flohen in den nahen Blutforst. Die Ritter selbst stoppten vor dem dichten Waldstück, um nicht Opfer der dichten Vegetation darin zu werden, und richteten sich für einen Angriff auf die Hauptlinie der Untoten aus...



 
 
Mit einem unirdischen Kreischen stieß die linke Flanke der Untotenlegion vorwärts. Die Vargheists schossen mit wenigen Schlägen ihrer großen, faserigen Flügel voran auf die giftspeiende Hydra zu. Die Flederbestie erhob sich hinter den eigenen Linien indessen auf zerfetzten Flügeln und schwang sich am Arkanen Fokus vorbei auf die exponierten Ordensritter des Imperiums. Krachend landete die monströse Kreatur halb im Unterholz  des Blutforstes und mit dem rechten Hinterlauf im sumpfigen Gelände des nebligen Moores und dies wurde ihr schließlich zum Verhängnis, bevor Ritter und Flederbestie überhaupt einen Schlag ausgetaucht hatten. Denn kaum war sie gelandet, da versank ihr von dicken Muskelfasern umgebener Hinterlauf im Morast. Im Nebel des Moores konnten zudem schwach gelbliche Lichter ausgemacht werden, die  wie einzelne zyklopische Augen anmutende. Die Menschen der Region sprachen häufiger hinter vorgehaltener Hand von einäugigen dämonischen Kreaturen, die in Sümpfen hausen und des Nachts Frauen und Kinder  rauben. Die Flederbestie schlug jedenfalls verzweifelt mit den Flügeln, als ihr die schlagartigen Bewegungen und ihre große Masse schließlich zum Verhängnis wurde und sie Stück für Stück in das neblige Moor sank. Schließlich versank sie ganz und nur das Blubbern im Morast verwies auf ihren Abgang. Den Vargheists ging es bei ihrem gewagten Angriff nur geringfügig besser, als die Hydra ihnen aus kürzester Entfernung Brocken voll ätzendem Gift entgegenspuckte. Zwei der Vargheists vergingen sofort, als sich das Gift durch Rückenkämme, Flügel und drahtige Muskulatur fraß, und nur ein dampfender Knochenhaufen von ihnen verblieb. Am anderen Ende des Schlachtfeldes schwang sich eine weitere Felderbestie an der Gralskapelle vorbei und brach durch die Baumwipfel des vor ihm liegenden Waldes, bevor es mit knirschenden Knochen nicht unweit des Regiments Bihandkämpfer landete. Die Harpyien versuchten verzweifelt, die naheste Kanone und ihre wehrlos anmutende Besatzung zu erreichen, die starken Winde in der Nähe des Arkanen Fokusses und ihres Himmelszauberers ließen sie jedoch nicht weit kommen und so schien die Kriegsmaschine des Imperiums für den Moment sicher. Frantisec bellte zornige Befehle und ließ seine beiden Nekromanten die vakanten Fokusse besetzen, um die magische Dominanz in der Schlacht nicht zu verlieren. Den Verlust der beiden zauberkundigen Kreaturen, die er hervorgerufen hatte, hatten seine Schlachtpläne schwer getroffen und er war fest entschlossen, dem Feind diese Möglichkeit nicht für sich nutzen zu lassen. Einer der Nekromanten schwebte auf einer Säule von Knochen und Schädeln empor, während der andere Nekromant auf den Schwingen ätherischer Geister empor gehoben wurde.
 

Die Winde der Magie bliesen nach wie vor stark über das Schlachtfeld, doch schienen die aszendenten Winde weiter in die Höhe zu steigen und diffuser zu werden. Vampirfürst Frantisec Fariac war nicht gewillt den Sturm der Magie von Winden wie Azyr oder gar Hysh geprägt zu sehen und so riss er mit Hilfe seiner verderbten Nekromanten an den diffusen Strängen der Magie und ließ den Wind des Todes – Shyish – das Schlachtfeld dominieren. Beide Nekromanten schienen, sich an dem verblichenen Lammasu ein Beispiel genommen zu haben, und nutzten die Todesmagie um den Feind in Fluten aus tödlicher magischer Energie einzuhüllen. Die Besatzung der Höllenfeuer-Salvenkanone, die noch immer verzweifelt auf den Feuerbefehl des Meistertechnikusses wartete und sich gerade vom letzten magischen Angriff erholt hatte, wurde Opfer des ersten magischen Angriffe dieser Art, während die Hydra von der Magie der Nekromantin, einer alten Strigani-Hexe, erfüllt wurde. Die Todesmagie wandte sich um die Hälse und Köpfe der Hydra, doch Melistius, der Meisterzauberer des Imperiums wollte die Schlagkraft der Hydra im Angesicht der monströsen Gegner nicht verlieren und bannte die aufgestaute Todesmagie um das vielköpfige Monster. Die Strigani-Hexe lachte nur gehässig und zeigte mit einem ihrer krummen und knochigen Finger auf den Bewahrer, der die Spitze des ihr gegenüberliegenden Arkanen Fokusses in Besitz hielt. Beide Magiewirker, die unterschiedlicher nicht sein konnten, starrten sich für einen kurzen Moment an. Der vor Körperkraft und physischer Gesundheit strotzende Bewahrer, der die Magie der Natur nutzte, und die verkrüppelte Strigani-Hexe, die die Magie des Todes manipulierte. Plötzlich verloren  die Augen des Bewahrers jeden Glanz und er stürzte bäuchlings vom Fokus, während seine geraubte Seele bereits im Griff der Strigani-Hexe kreischte und von ihr dem Wind des Todes überlassen wurde. Der Bewahrer war tot, bevor sein Körper auf dem Boden vor dem Fokus aufschlug, und seine bereits vom Äther verschlungen. Der Versuch des männlichen Nekromanten es der Strigani-Hexe gleichzutun und die Seele des ihm gegenüber befindlichen Himmelszauberers zu rauben, gelang jedoch nicht. Mit dem Tod des Bewahrers hatten die untoten Magiewirker eine magische Dominanz erreicht und die Strigani-Hexe nutzte diese Möglichkeit, um einen der berüchtigtsten Zauber des Amethyst-Ordens zu wirken. Stränge amethystfarbener Magie wurden gewoben und zogen sich um die Ordensritter zusammen. Die Streitrösser wieherten nervös und ihre Reiter stießen erschrocken Worte der Warnung aus, doch nichts konnte den Aufbau der Magie aufhalten. Meisterzauber Melistius stand mit weit aufgerissenen Augen da, als er sah welche unglaublichen Mengen magischer Energie die Strigani-Hexe zusammenzog und dabei wie von Sinnen lachte. Mit einem Mal waren die Ritter und der sie begleitende Feuerzauberer verschwunden und nur Reste der Todesmagie waberten dort, wo sich noch Augenblicke zuvor die elitären Kavalleristen befunden hatten. Der plötzliche Abriss der Magie, hatte jedoch zu Folge, dass es die manische Hexe mit einem ohrenbetäubenden Knall in der Luft zerriss. Der Arkane Fokus, auf dem sie sich nur Momente zuvor befunden hatte, fegte über das Schlachtfeld und kam schließlich in dessen Zentrum zum Stehen. Erneut spannten die untoten  Bogenschützen ihre Bögen und ließen dutzende von unirdisch präzisen Pfeilen fliegen. Die magischen Verwirbelungen um den Arkanen Fokus des imperialen Himmelszauberers schützten den Magier, so dass er unbeschadet blieb. Der Bogenschützenmiliz des Imperiums erging es weniger gut und über ein halbes Dutzend der in Deckung befindlichen Plänkler wurde von rostigen Pfeilspitzen durchbohrt und getötet. Die Flederbestie, die in unmittelbarer Nähe zu den Bihandkämpfern gelandet war, öffnete ihren von hervorspringenden Zähnen umrandeten Kiefer und ließ ein seelenzerfetzendes Kreischen erklingen. Beinahe ein halbes Dutzend der schwer gepanzerten Bihandkämpfer hielten sich die blutenden Ohren und brachen schließlich inmitten ihrer Kameraden leblos zusammen. Am anderen Ende des Schlachtfeldes schlug der letzte verbliebene Vargheist in rasender Wut auf die sich vor ihm auftürmende Hydra ein. Seine Klauen durchdrangen die feste Schuppenhaut des mehrköpfigen Ungetüms, während sein hervorschnellender Biss an den harten Schuppen abglitt. Die meisten Verletzungen waren jedoch nur oberflächlich und begannen, sich zum Teil auch bereits wieder zu regenerieren. Die Köpfe der Hydra schnellten dafür nacheinander blitzartig herab und rissen den Vargheist prunklos in kleine blutige Stücke, die das Monster entweder gierig verschlang oder einfach in der Gegend verteilte…





Erneut blies der Wind des Azyr mächtig über den sturmumtosten Himmel. Casimir Schreiber, der Zauberer des Clestial-Ordens, schwebte bereits wenige Meter über dem wirbelnden Fokus getragen auf den Schwingen seiner in Aszendenz befindlichen Himmelswinde. Meisterzauberer Melistius nickte dem Himmelszauberer entschlossen zu und schloss sich im Laufschritt den Schwertkämpfern der Fechtmeister Altdorfs in ihrem Marsch auf die Einheit des kommandierenden Vampirfürsten an, während er die stark ausgedünnten Bogenschützenmiliz hinter sich ließ. Nach nur ein paar gewechselten Worten mit Erzlektor von Grunburg, waren sich die beiden Männer einig, dass sie den verderbten Blutsauger in den Reihen der Skelettbogenschützen stellen und ausschalten mussten, um die Schlacht endgültig zu gewinnen und die Untoten aus ihrem Land zu vertreiben. Er war der treibende Motor, die düstere Präsenz und der finstere Wille auf dessen Befehl die untote Legion voranschritt und den stillen Tod mit sich brachte. Die Bihandkämpfer setzten ebenfalls und trotz der schweren Verluste durch das ohrenbetäubende Gekreische der monströsen Flederbestie weiter vor und auf den von einem verhüllten Nekromanten besetzten Fokus zu. Die wild fauchende Hydra wuchtete ihren massigen Körper beinahe parallel zu den Fechtmeistern Altdorfs und entlang des nebligen Moores vorwärts, begierig darauf mehr Feinde in Stücke zu reissen. Meisterzauberer Melistius sah mit Befriedigung, wie seine Armee im Gleichschritt auf den Gegner zu eilte, und fing erneut an, den Wind des Ghyran aus Boden und Umgebung zu ziehen. In gewisser Weise frustrierte es den Meisterzauber, dass er die meiste Zeit damit beschäftigt war, die magischen Angriffe des Gegners zu kontern, anstatt den Feinden selbst mit der Macht des Lebens zuzusetzen. Zunächst bannte er den mächtigen Zauber, der die Ordensritter und Ferdinand Feuersbrunst jenseits von Zeit und Raum gefangen hielt. Es war kein einfaches Unterfangen, aber es gelang Melistius das Schwere Kavallerieregiment Prinz Karl von Altdorf wieder in einem Stück auf das Schlachtfeld zu befördern. Ein lauter Knall kündigte indes von der Magie des Himmelszauberers Casimir Schreiber, der erneut versuchte die störenden Harpyien aus dem Himmel zu jagen, doch auch diesmal leitete der Vampirfürst diese Magie kurzerhand ab. Meisterzauberer Melistius witterte seine Chance und wirkte einen seiner mächtigsten Zauberer, in dem Versuch den verfluchten Vampirfürsten ein für alle Mal auszulöschen. Als der Nekromant auf dem Fokus sah, wie Elementarwesen aus dem Boden inmitten der Skelettbogenschützen um seinen Vampirmeister hervorbrachen, lass er arkane Silben von einer alten Papyrusrolle, die die Wesen wieder leblos zusammensinken und die Lebensenergie des Zaubers verpuffen ließ. 


Das laute Knallen hinter dem Meisterzauberer zeugte vom Beschuss durch die verlässlichen Großkanonen. Die Geschütze mit den Namen Die verlässliche Valerie und Dicke Dora feuerten auf den geflügelten Schrecken, der Nahe den Bihandkämpfern gelandet war und sie mit seinem ohrenbetäubenden Gekreische malträtiert hatte. Beinahe gleichzeitig schlugen beide Kanonenkugel vor dem riesigen Skelettmonstrum auf und trafen es mit einem lauten Krachen. Das Erste Geschoss durschlug eines der löchrigen Flügel nahe am stark verwesten Körper und zersplitterte dabei einige der freiliegenden Knochen. Das zweite Projektil traf den großen, dämonischen Schädel und ließ selbigen herumfahren, während kapitale Zahnfragmente umherflogen. Die letzte Großkanone, Sigmars Hammer genannt, feuerte schließlich ebenfalls und traf den wirbelnden und von kreischenden Geistwesen umgebenen Fokus des buckligen Nekromanten. Mit lautem Getöse schlug die Kanonenkugel zielgenau auf den Fokus knapp unterhalb des Nekromanten, so dass sich Gesteinsbrocken und Irrlichter von ihm lösten, doch gewann er sogleich seine Konsistenz aufs Neue und der Nekromant selbst blieb – sehr zum Verdruss der Kriegsmaschinen-Besatzung von Sigmars Hammer – unbeeindruckt und unverletzt an Ort und Stelle stehen. Die riesige Flederbestie bäumte sich jedoch schwer getroffen auf, da sahen die drei überlebenden Jäger der ausgedünnten Bogenschützenmiliz eine Möglichkeit, sich für das Ableben ihrer Kameraden zu rächen. Nur wenige Herzschläge später ließen sie drei präzise abgeschossene Pfeile auf das Ungetüm fliegen. Zwei der gefiederten Projektile prallten am knochigen Schädel der Bestie ab, doch der dritte bohrte sich tief in das Auge der untoten Kreatur und in das kleine Gehirn dahinter. Ein letztes Mal bäumte sich das untote Geschöpf auf und schlug verzweifelt mit den zerfetzen Flügeln, als die nekromantische Magie entwich, die es am Leben hielt. Jubelschreie gingen erneut durch die Reihen der Geschützmannschaften und der vorrückenden Infanterie des Imperiums. Wenn ihre Magie schon kaum Schaden verursachen würde, so dachte Meisterzauber Melistius, ihre verlässlichen Kriegsmaschinen würden dem Feind schon zeigen, was es bedeutet sich gegen das Imperium zu stellen…

 



Vampirfürst Frantisec Fariac aus der Blutlinie derer von Carstein fluchte innerlich. Jedwedes aristokratisches Verhalten seinerseits war verflogen und seine animalische Seite kam mehr und mehr zum Vorschein. „Tod den Lebenden!“, hauchte der Vampirfürst, so dass es über das ganze Schlachtfeld zu hören war und seine Untergebenen entsprechend in Aktion rief. Die Ghoule im Zentrum stürzen sich zähnefletschend auf die Bihandkämpfer vor ihnen, die gerade versuchten, zwischen den Arkanen Fokussen hindurch zu manövrieren, ohne dabei die geordnete Formation zu verlieren. Die Skelettbogenschützen in der Gralskapelle nicht unweit davon, verließen selbige unter Führung ihres Vampirs. Fratisec eigene Einheit Skelettbogenschützen formierten sich indes in stiller Präzision neu, um auf die unmittelbar bevorstehenden Angriffe durch die Truppen des Imperiums vorbereitet zu sein. Findig wie der Vampirfürst war, wollte er die Soldaten des Imperiums durch einen vorschnellen Angriff ihrerseits in das neblige Moor vor sich locken. Seine übernatürlichen Sinne erkannten die einäugigen Schrecken, die sich seit Beginn des Sturmes der Magie darin tummelten und begierig darauf waren jeden, der nicht schnell genug war, tiefer in das Sumpfgebiet zu ziehen. Mit gewisser Befriedigung sah Frantisec zudem, dass die Harpyien endlich die erste Kriegsmaschine des Feindes erreicht hatten und sich nun für die angerichtete Zerstörung in seiner Armee ausgiebig revanchieren konnten. Das magische Portal in ihrer Nähe überflutete sie zwar auf dem Flug mit schädlicher Todesmagie, aber Frantisec war sich sicher, dass dies ihrem Blutdurst keinen Abbruch tat. 




Der Vampirfürst selbst atmete die allgegenwärtige Todesmagie ein, auch wenn ihr Wind nicht mehr im Aszendenten stand. Zwar gelang es ihm nicht die Magie für ein magisches Geschoss auf die sich stetig nähernde Hydra zu bündeln, doch ließ er den schrecklichen Fluch der Jahre über den Pulk imperialer Infanterie nebst ihrer wichtigsten Anführer kommen. Melistius, der Meisterzauberer des Imperiums, ließ dies jedoch nicht zu und bannte den nekromantischen Alterungsfluch mit einem kurzen Anschwellen von dazu konträrer Lebensmagie um die Seinen. Der Versuch des Nekromanten auf seinem Fokus sich der Seele des Meisterzauberers habhaft zu machen, scheiterte ebenfalls an der unumstößlichen Willenskraft des Meisters der Lehre des Lebens. Weniger Glück hatte Casimir Schreiber, den der Nekromant in eine Flut aus Todesmagie einhüllte. Zuletzt wurde der Himmelszauberer gesehen, wie er umgeben von amethystfarbener Energie und keuchend vor Atemnot rücklings vom Arkanen Fokus in die Tiefe stürzte. 

 
Die Skelettbogenschützen um Vampirfürst Fariac schossen einen Pfeilhagel auf die sich unerbittlich nähernde Hydra, aber keiner der Pfeile konnte die dicke Schuppenhaut des mehrköpfigen Ungetüms durchdringen. Die Skelettbogenschützen, die sich gerade aus der Gralskapelle gelöst hatten, waren erfolgreicher und erlegten zwei der Schwertkämpfer im Zentrum des Schlachtfeldes. 
 



Zwischen der Skelettbogenschützen und ihrem Ziel trafen nun die Gruftghule auf die Bihandkämpfer. Wild fauchend stürzen sich die Aasfresser auf die Staatstruppen und den verwundbar erscheinenden Lichtzauberer in ihren Reihen. Gleich mehrere Ghule versuchten dabei ihre schmutzigen Klauen in das Fleisch des blassen Magieanwenders zu schlagen, während die Mehrzahl versuchte, Lücken in den Plattenrüstungen der Bihandkämpfer zu finden. Mehrere Krallen schnitten mit Leichtigkeit durch die weißen Roben des Zauberers und verwundeten ihn schwer, während ein einzelner Bihandkämpfer schmucklos zu Boden gerissen wurde und ein unrühmliches Ende zwischen den nadelspitzen Zähnen der Leichenfresser fand. Die elitären Bihandkämpfer schwangen daraufhin beinahe unisono ihre Großschwerter und dekaptierten mehrere der verabscheuungswürdigen Kreaturen mit präzisen Schlägen, bevor der Lichtzauberer ihnen zum Opfer fallen konnte oder ihr gefallener Kamerad in Gänze verspeist worden wäre. Die restlichen Ghule wurden schließlich verstreut oder kurzer Hand niedergestreckt. Die Harpyien hatten indes ganze Arbeit geleistet und die blutigen Überreste der Kriegsmaschinen-Besatzung großflächig über ihr Geschütz verteilt, bevor sie sich direkt auf die benachbarte Großkanone und deren Besatzung warfen…

  

Den Verlust von Leben hinter den Linien des Imperiums spürte Melistius in jeder Faser. Mit einem kurzen Schulterblick befahl er den wenigen Bogenschützenmilizionären, dort im Kampf der Kanonenbesatzung gegen die geflügelten Harpyien auszuhelfen. Er selbst marschierte mit den Fechtmeistern Altdorfs, Erzlektor von Grunburg und Hauptmann Siegbert weiter voran, um das Regiment Schwertkämpfer in die Flanke der Skelettbogenschützen zu manövrieren. Jedenfalls hatte Melistius keinen Bedarf, die Staatstruppen unter seinem Befehl in das neblige Moor voller unnatürlicher Kreaturen zu führen. Telepathischen Einflüsterungen des Meisterzauberers folgend trampelte auch die monströse Hydra vorwärts und begab sich in eine Position an der den Schwertkämpfern gegenüberliegenden Flanke. Meister Eckhardt, der zerzaust wirkende Zauberer des Bernsteinordens, erreichte schließlich den vakanten Fokus, der am weitesten vom eigentlichen Schlachtgeschehen entfernt war, und begab sich getragen von Winden der Magie auf seine Spitze. Die Ordensritter des Schweren Kavallerieregiments Prinz Karl von Altdorf schwenkten ebenfalls in eine Flankenposition zu den Skelettbogenschützen, nachdem sie sich von ihrem unfreiwilligen Ausflug in die außerweltliche Dimension des Kristalllabyrinths erholt hatten, und senkten angriffsbereit ihre Lanzen. Ferdinand Feuersbrunst löste sich vorsichtshalber von den Ordensrittern, da er bei einem Frontalangriff auf einen so mächtigen Vampirfürsten lieber nicht in der ersten Reihe stehen mochte. Der gleichwohl verwundete Lichtzauberer Volkwin Luitpoldus verließ ebenfalls die Bihandkäpfer in denen er sich befunden hatte, nachdem diese sich den aus der Gralskapelle strömenden Skelettbogenschützen, die ebenfalls von einem Vampir angeführt wurden, zugewandt hatten. 
  


Luitpoldus stützte sich schwer auf seinen Stab, als er bemerkte wie die Winde des Hysh an Macht gewannen und plötzlich im Aszendent standen. Der Zauberer des Lichtordens zögerte nicht lange und begann, die diffusen Stränge der Lichtmagie zu bündeln, um einen mächtigen Verbannungszauber auf die Untoten zu wirken. Er war jedoch zu schwach und die schwer greifbare Magie entglitt ihm, bevor sie zum gewünschten Zauber verwebt war. In diesem Moment ergriff Meisterzauberer mit erschreckender Routiniertheit die verbliebene Magie und beschwor erneut die Bewohner der Tiefe, um das gefährlichste Regiment des Feindes und ihren Vampirfürsten in den Schoß von Mutter Erde zu verbringen. Vampirfürst Fariac war nicht in der Lage, die geballte Lebensmagie unwirksam zu machen, und so brachen elementare Kreaturen aus dem Erdreich und begannen Skelett um Skelett in die Tiefe zu ziehen. Auch den Beinen des Vampirfürsten bemächtigten sich einige der erdigen Wesen, doch riss er sich problemlos frei, während etwa die Hälfte der Skelettbogenschützen-Einheit unter der Erde, aus der sie sich nur Wochen zuvor durch nekromantische Zauber erhoben hatte, begraben wurde. Die sich langsam verflüchtigende Lebensmagie reichte sogar noch aus, um den berittenen Zauberer des Feuerordens Ferdinand Feuersbrunst von seinen schmerzhaften Verletzungen zu heilen. 
 



Die Kanoniere der Großkanone Sigmars Hammer visierten, trotz sorgenvoller Blicke gen der Besatzung der anderen Großkanonen sowie ihrer sterblichen Überreste, wieder den einsamen Nekromanten auf dem Fokus an und trafen ihn diesmal direkt, so dass sein zerschmetterter Leichnam noch viele Meter weit weggeschleudert wurde. Die Harpyien ließen ihrer Mordlust weiter freien Lauf und massakrierten die nächsten verzweifelten Kanonenschützen. Diese Zurschaustellung roher Gewalt und das Vernehmen kläglicher Schmerzensschreie veranlasste die Bogenschützenmiliz in unmittelbarer Entfernung zu einer Kehrtwendung und zur panischen Flucht vor den geflügelten Unwesen. Die mittlerweile blutverschmierten Harpyien selbst hasteten nach getaner Arbeit in Richtung der letzten Kriegsmaschine des Imperiums vor, begierig darauf weitere wehrlose Opfer in Stücke zu reißen…

 




Es bedurfte nicht der überirdischen Sinne eines Vampires, um zu erkennen das Frantisec Fariac und seine Einheit Skelettbogenschützen von den Truppen des Imperiums eingekreist waren. Der Vampirfürst war vom Jäger zum Gejagten geworden und erkannte dies mit gewissem Missmut. Blitzschnell analysierte Frantisec seine Optionen: Kampf, Flucht Gegenangriff; wohin, worauf, womit. Für einen Moment gedachte er, den berittenen Feuerzauberer anzugreifen, doch dann sah er, dass die Ordensritter ihn womöglich vorher abfangen würden können. Der Bestienzauberer auf dem weit entfernten Fokus, wäre sicher auch ein lohnenswertes Ziel, doch war sich Frantisec sicher, dass er ihn selbst mit seiner vampirischen Schnelligkeit nicht in Kürze erreichen würde können. In dessen unmittelbarer Nähe sah er zudem, wie sich die kreischenden Harpyien auf ihre nächsten Opfer in Form der letzten verbliebenen Großkanone und ihrer Geschützmannschaft sowie ihren nahen Meistertechnikus stürzten. Schließlich sprintete der Vampirfürst mit übermenschlicher Geschwindigkeit zwischen den Schwertkämpfern des Imperiums und dem nebligen Moor hindurch und wandte sich im Rücken der Staatstruppen zu ihnen um. Die Skelettbogenschützen wandten sich indes langsam den Ordensrittern und dem einsamen Feuerzauberer um und präsentierten den Schwertkämpfern somit ihre verwundbare Flanke. Die Skelette hatten jedoch ihren Soll erfüllt, war sich Frantisec gewiss, zudem könnte er sie jederzeit ohne Probleme wiederbeleben. Der Vampir in der Skelettbogenschützeneinheit nahe der Gralskapelle schlich ebenfalls aus seiner Einheit, in dem Versuch die sich nähernden Bihandkämpfer zu umrunden, während die Skelettbogenschützen selbst im langsamen Gleichschritt auf die Elitesoldaten des Imperiums zugingen. 
 



Der unerfahrene Blutsauger versuchte mit Hilfe seines rudimentären Verständnisses von Nekromantie, weitere untote Krieger aus ihren Gräbern zu wecken, doch, kaum regten sich die ersten morschen Knochen der gefallenen Krieger, da fielen sie auch schon wieder in sich zusammen, als dem jungen Vampir die Magie zur Kontrolle entglitt. Vampirfürst Fariac tat selbiges, doch war seine Macht über die Toten und seine nekromantischen Künste deutlich ausgeprägter und stärker, als die seines Handlangers, so dass sich ein halbes Dutzend zuvor erschlagener Skelette wieder aus dem Erdreich erhoben. Doch Frantisec hatte noch lange nicht genug. Er badete in dunkler Magie und nahm immer mehr Todesmagie in sich auf. Erneut sprach er den mächtigen Fluch der Jahre aus, doch erneut bannte der Meisterzauberer des Imperiums diese unheilige Magie mit all seiner Macht. Vampirfürst Fraiac fletschte die Zähne vor Wut und ballte mehr dunkle Magie zusammen. Unter ihm wurde der Boden rissig und über ihm ballte sich ein unnatürlicher Sturm zusammen. Violette Blitze zuckten am Himmel und der Erdboden bebte merklich, als würde er gegen seine schiere Präsenz selbst revoltieren. Mit einem lauten Grollen entluden sich kohärente Strahlen reiner Schwärze von seinen Augenpaaren und schossen in Richtung des Feuerzauberers auf seinem Ross. Zwei Ordensritter gaben ihren Streitrossen die Sporen und warfen sich schützend mit erhobenen Schilden in den Weg des magischen Geschosses. Die Schilde rosteten innerhalb eines Herzschlages zu nichts als rostiger Schlacke und der zerstörerische Strahl bahnte sich weiter seinen Weg auf den hilflosen Zauberer des Feuerordens zu. Ferdinand Feuersbrunst wurde direkt von der dunklen Magie erfasst und innerhalb weniger Augenblicke lösten sich Haut, Fett und Muskeln von seinem Körper, so dass schließlich nur geschwärzte Knochen von ihm und seinem Reittier verblieben. Sein gequältes Schreien hing für einige kurze Momente über dem Schlachtfeld, bis sie vom unirdischen Heulen des Vampirfürsten selbst übertönt wurden. Wie bereits im Kampf gegen die Armee des Gruftkönigs im Frühling, hatte sich Frantisec Fariac in seiner Arroganz und seinem Übereifer an der schieren dunklen Magie übernommen und die Kontrolle über sie verloren. Er erkannte seinen fatalen Fehler und spürte, wie das Reich des Chaos an ihm zog. Mit einem markerschütternden Knall war der Vampirfürst von der materiellen Ebene verschwunden und nur sein Hass auf das Imperium waberte auf den umherpeitschenden Strängen von Todesmagie über das Schlachtfeld und begann dabei, sich langsam in den rudimentären Geistern der Untoten zu verankern. Zunächst ließen die Skelettbogenschützen jedoch überall auf dem Schlachtfeld ihre Bögen sprechen. Der Lichtzauberer Casimir Schreiber wurde von mehreren Pfeilen in der Brust getroffen, obgleich sich mehrere nahe Bihandkämpfer aufopferungsvoll in die Schussbahn warfen. Von ihren Plattenrüstungen prallten die Pfeile harmlos ab, doch Casimir Schreiber sank tödlich getroffen zusammen, als sich seine weiße Robe von arteriellem Blut rot färbte. Meister Eckhardt, dem Zauberer des Bernsteinordens, erging es kaum besser, als sich zwei Pfeile in Brust und Hals bohrten und er unrühmlich von seinem Arkanen Fokus glitt. Zuletzt waren es die Harpyien, die auch die letzte Geschützmannschaft und den Meistertechnikus unter lautem Gekreische in blutige Fetzen gerissen hatten…

 


 

Mit laut ertönender Fanfare ging das Schwere Kavallerieregiment Prinz Karl von Altdorf zum Angriff über. Mit gesenkter Lanze fuhren sie im schnellen Galopp auf die Skelettbogenreiter zu. Neben ihnen wuchtete die vielköpfige Hydra ihren massigen Leib ebenfalls mit überraschender Geschwindigkeit vorwärts auf die untote Infanterie zu. Die Bihandkämpfer des Wappens von Melistius begannen beinahe zeitgleich ihren Angriff auf die tiefgestaffelten Skelettbogenschützen im Schatten der Gralskapelle. Melistius war sich sicher, dass die Ordensritter und die monströse Hydra die Skelette im Alleingang pulverisieren würden, so dass er den Fechtmeistern Altdorfs befahl, sich in Richtung der angreifenden Bihandkämpfer und des letzten Vampirs sowie Magiewirkers der Untoten umzuformieren. 
 



Der Meisterzauberer wollte den Anführern der Untoten ein für alle Mal das Handwerk legen und sie bis auf den letzten Blutsauger vernichten. Melistius beschwor den Wind des Ghyran und begann einen mystischen Rankenthron zu formen, doch der Vampir ließ diesen auf mehr intuitive Weise mit einem Stoß Todesmagie verwelken. Von einem welpenhaften Spitzzahn wie diesem, so dachte Melistius, wollte er sich nicht in die Schranken weisen lassen. Er würde den ganzen Zorn der Natur beschwören, um diese unnatürlichen Ausgeburten auszulöschen. Seine Augen leuchteten grünlich und Gräser sprossen zu seinen Füßen aus dem zerklüfteten Boden, als er mit jedem Herzschlag Stränge von Lebensmagie in sich aufnahm und begann den kleinen Wald nahe der Gralskapelle zum Leben zu erwecken. Kleinere und größere Zweige wie Äste flogen plötzlich wie Geschosse aus dem Waldstück direkt auf den alleinstehenden Vampir zu. Dieser warf in Reaktion und mit Hilfe seiner eher rudimentär ausgeprägten Nekromantie einige der nahen Skelettbogenschützen in den Weg, die sofort zerschmettert wurden. Ein Großteil des Gehölzes erfasste ihn jedoch selbst und während das Meiste von seiner schweren Rüstung abprallte, grub sich ein spitzes Stück Eichenholz unterhalb des rechten Armes in seinen Brustkorb. Der Vampir wirbelte erzürnt herum, doch Meisterzauberer Melistius war noch nicht fertig mit dem Wirken seiner nicht immer friedvollen Magie. Erneut beschwor er die mächtigen Bewohner der Tiefe und auch wenn es zunächst den Anschein hatte, dass die rohe unnatürliche Kraft des Blutsaugers den Erdwesen mehr als gewachsen wäre, so wurde er doch mit einem Mal von mehreren grobschlächtigen Händen gepackt und von einem kurzen frustrierten Schrei untermalt in die Tiefe des Erdreiches gezogen. Melistius lächelte zum ersten Mal seit Schlachtbeginn. Alle feindlichen Zauberer waren ausgeschaltet, doch dann erkannte er, dass auch sein eigener Magierzirkel bis auf ihn ausgelöscht war. Hinter sich sah er gerade noch, wie die grimmigen Ordensritter in die Skelettbogenschützen fuhren, ohne dabei sichtlich an Geschwindigkeit zu verlieren. Die meisten Skelette wurden unmittelbar zu Knochenmehl verarbeitet als Lanzen sie in vollem Galopp erwischten oder sie unter eisenbeschlagenen Hufen schlichtweg zertrampelt wurden. Für die Hydra, die nur Momente später die Skelettbogenschützen erreichte, waren bereits keine Gegner mehr übrig, die sie hätte zermalmen können. Vor Melistius prallten nunmehr die Bihandkämpfer auf ihren Gegner. Diese Skelettbogenschützen waren durch die zufällige Magie des Magierportals plötzlich von unterstützender Lichtmagie erfüllt und schlugen mit unirdischer Geschwindigkeit auf ihre Widersacher ein. Einige Bihandkämpfer fielen, als die Skelette mit unerwarteter Geschwindigkeit rostige Dolche nach ihnen schwangen und zum Teil sogar ihre zwergengeschmiedeten Plattenrüstungen durchdrangen. Die Bihandkämpfer schlugen jedoch mit aller Härte zurück und zerschmetterten mehrere Brustkörbe und die Knochen von Extremitäten, während sie die Skelette weiter zurückdrängten.

 




Der Sieg gehörte dem Imperium. Daran war kein Zweifel mehr. Die wenigen verbliebenen Untoten schlurften führungs- und orientierungslos aus dem Fischerdorf, während die vom Kampf schwer gezeichneten Truppen des Imperiums die Siedlung sicherten. Vom Kampf gezeichnet, aber dennoch erhobenen Hauptes, war die Armee des Imperiums unter Führung des Meisterzauberers Melistius siegreich, während der Sturm der Magie langsam abebbte und die Sonne noch immer schwach am Himmel zu erkennen war. Die Untoten vertrieben und die unmittelbare Gefahr gebannt, machten sich die Soldaten des Imperiums auf Weisung von Meisterzauberer Melistius und Erzlektor von Grunburg sofort daran, all die Überreste der vampirischen Kreaturen auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen, auf das sie nie wieder auferstehen würden…

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