Der vierte Monat des Jahres, Sigmarzeit, war geprägt von
gebrochenen Bündnissen und unerwarteten Auseinandersetzungen. Zudem führte der
Zustrom neuer Kräfte zu einem Höhepunkt von Schlachten, die in den Düsterlanden
geschlagen wurden. Insbesondere der Norden wurde von schweren Kämpfen
überzogen, die sich von der Küste des Schwarzen Golfes über die Wehrfestung
Barak-Varr bis zum Weltrandgebirge hinzogen. Überall konnten der
allgegenwärtige Schlachtenlärm und umherziehende Kampfverbände beinahe aller
Fraktionen wahrgenommen werden.
Die Orks & Goblins waren weiterhin darum bemüht gewesen,
Länder im Norden und Westen anzugreifen und ihren Herrschaftsbereich
auszudehnen. Lediglich Angriffe in Richtung der Sümpfe des Vergessens und ihren
vampirischen Bewohnern hatten die Grünhäute nach wie vor vermieden.
Nachtgoblin-Waaaghboss Stilton, Skarsniks zweite Speerspitze, hatte die als
Sturmring bekannte Region angegriffen, die vom Gruftkönig Amenemhetum und
seiner Goldenen Legion gehalten wurde. Die Schlacht in den nebligen Gefilden
des Sturmringes führte zu keinem wirklichen Sieger und so rückten beide Armeen
unverrichteter Dinge voneinander ab, ohne dass eine Seite einen echten Vorteil
hatte erringen können. Der mental etwas aus der Bahn geratene Ork-Waaaghboss
Gahrr XXX hatte am Fuße des Weltrandgebirges indes eine Festung der
Ogerkönigreiche angegriffen, war jedoch nicht in der Lage, sie in diesem Monat
in Besitz zu nehmen. Dennoch hielt er die gering verteidigte Festung im
Würgegriff der Belagerung. Der verbündete Dämonenprinz Golgat hatte sich mit
seiner Seuchenlegion auf eine Festung des Imperiums gestürzt, doch wurde diese
erfolgreich von der Armee des Erzlektors Hassenstein verteidigt und Golgat vorerst
aus der Region vertrieben.
Die Dunkelelfen waren einerseits an der fortwährenden
Sicherung ihrer Küstenterritorien interessiert gewesen und andererseits darum
bemüht gewesen, in neue unbekannte Regionen vorzudringen. Die Hochelfenarmee
des Lehrmeisters Lasius hielt sich, ohne aggressive Handlungen vorzunehmen,
nahe ihrer Schiffe an der Küste zum Schwarzen Golf auf. Schreckensfürst Ardulaz
Kemscha hingegen hatte seine Streitmacht in die zwischen Dunkelelfen und
Imperium seit jeher umkämpfte Region im Schatten des Bergs Grimmzahn getrieben
und nahm diese schließlich beinahe widerstandslos ein. Seine Tochter die Erzzauberin
Zebeyana Kemscha war indes weit nach Süden in das Territorium der Vampirfürsten
vorgestoßen, um in die Nähe der versunkenen Stadt Mourkain zu gelangen. Dort
wurde sie vom Vampirfürsten Vigo Fariac und seiner untoten Streitmacht
abgefangen und besiegt. Zebeyana selbst wurde dabei schwer verletzt, kam aber
dank der Hilfe eines unerwartet loyalen Adligen unter ihrem Kommando knapp mit
dem Leben davon.
Die Vampirfürsten waren mit ihren Armeen ungewohnt weit
verstreut in den Düsterlanden unterwegs gewesen. Vampirfürst Frantisec Fariac
hatte eine Untotenlegion in den südlichen Bereichen der Grenzgrafschaften, die
voll von Hügelgräbern und uralten Grüften waren, ausgehoben und sie entlang der
Küste des Schwarzen Golfes in das Hinterland des vom Imperium gehaltenen
Reiches geführt. Im Schatten von Fozzriks Fliegender Festung und geprägt durch einen
Sturm der Magie fand dort eine Schlacht gegen die zur Verteidigung ihres
Reiches geeilte Armee des Imperiums unter Führung des Meisterzauberers
Melistius statt. Frantisecs Untotenlegion wurde vertrieben und der Vampirfürst
selbst erneut unfreiwillig in das Reich des Chaos geschleudert, aus dem er
bislang nicht zurückkehrte. Vampirfürst Vigo Fariac vertrieb inzwischen die
Dunkelelfen aus den Sümpfen des Vergessens und fand ausgesprochenen Gefallen
daran, seine Armee an der Spitze seiner Fluchritter zu befehligen und in den
Feind zu treiben. Ghulkönig Urzen war indes in das unverteidigte Territorium
und die dazugehörigen Minenanlagen der Dunkelelfen gepirscht und nahm diese
kurzerhand für die Vampirfürsten in den Besitz.
Die Gruftkönige waren ebenfalls quer über die Düsterlande
verteilt und in vielerlei Kämpfe verstrickt gewesen. Gruftkönig Amenemhetum der
Große war von den unzähligen Goblins des Nachtgoblin-Waaaghbosses Stilton
attackiert worden, bevor er seine Goldene Legion selbst in den Marsch hatte
setzen können. Zwar war er in der Lage, sich der Angriffe zu erwehren, aber er
konnte keinen ruhmreichen Sieg gegen die Grünhäute davon tragen. Der
Hohepriesterin des Todes Eutra’ta oblag es indes, das eigene Kernland zu
verteidigen und so mussten sie und ihre Kupferne Legion, weit im Süden
überraschend gegen eindringenden Echsenmenschen unter Führung des
Slann-Magierpriesters Zetec zu Felde ziehen. Eutra’ta konnte die Region dabei
behaupten und die Echsenmenschen zerstreuen. Der geheimnisvolle Meisterzauberer
des Chaos Arkain Baal war mit augenscheinlich eigener Agenda auf die Wehrstadt
Barak-Varr zu marschiert und eroberte die oberen Wehranlagen überraschend
mühelos mit seinen belagerungserprobten Kriegern des Chaos aus dem fernen
Norden.
Die Ogerkönigreiche waren ebenfalls vielerorts angegriffen
worden. Die Orks unter Führung des leicht debilen Ork-Waaghbosses Gahrr XXX
hatten es auf eine wehrlos erscheinende Festungsanlage nahe des
Weltrandgebirges abgesehen, doch obwohl keine Armee der Oger dort zur
Unterstützung hin geeilt war, ging das Territorium nicht verloren.
Fleischermeister Pein Schwackeheter hatte andere Pläne und war mit seiner Horde
eher gemächlich an den Westrand des eigenen Reiches gezogen. Deutlich schlimmer
erging es Oger-Tyrann Gurrut Eisfelsen, dessen Armee von aus dem Norden
vordringenden Zwergen attackiert worden war. In dieser hart umkämpften Schlacht
wurde Gurrut im Zweikampf vom General der Zwerge, Fürst Logan Trotzberg,
erschlagen und seine Armee vertrieben. Die Ogerkönigreiche boten den Zwergen
sogar ein jüngst von ihnen aus Ekrund geborgenes Relikt dar, um den Heerbann
schließlich zum Abzug zu bewegen und um die Möglichkeit zu haben, die Leiche
ihres verehrten Tyrannen unbehelligt vom Felde zu tragen.
Das Imperium war in diesem Monat am härtesten angegangen
worden. Von allen Seiten waren feindliche Armeen in ihr Reich geströmt und
griffen allerorts Festungen, Minenanlagen und Dörfer an. Erzlektor Mikael
Hassenstein war sogleich zur Verteidigung der Festung östlich von Barak Varr
geeilt, um diese gegen die verseuchten Legionen des Chaos angeführt vom
Dämonenprinzen Golgat zu behaupten. Unter schwersten Verlusten gelang es ihm die
Angreifer von den Mauern zu vertreiben und die Gefahr durch sie zu bannen.
Meisterzauberer Melistius hatte sich indessen der Bedrohung durch den
Vampirfürsten Frantisec Fariac und seiner Untotenlegion angenommen. Auch hier
waren die Verluste an Leben hoch. Viele Zauberer von Melistius Zauberzirkel
bezahlten den Kampf mit ihrem Leben. Schlussendlich verschwand der befehlshabende
Vampirfürst jedoch kreischend in einem selbstverschuldeten Dimensionsriss und
die Überreste seiner Armee wurden durch die Armee des Imperiums vertrieben.
Blau: Imperium
Grün: Ogerkönigreiche
Rot: Orks & Goblins
Türkis: Vampirfürsten
Gelb: Gruftkönige
Lila: Dunkelelfen

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