Karitamen (Gruftkönige) vs. Mormett Hackpelz (Orcs & Goblins) [Schlacht um den Pass]


Karitamen (Gruftkönige) vs. Mormett Hackpelz (Orcs & Goblins) [Schlacht um den Pass]




Karitamen stand bewegungslos am Rande der tiefen Bergschlucht und blickte in die sich vor ihm erstreckende Talebene. In ihr befand der Zugang zum einzigen Pass im Osten der Drachenrücken genannten Bergkette. Tausende von Grünhäuten strömten unablässig auf den engen Gebirgssattel zu. Einer Termitenherde gleich floss das Grün dahin und kaum ein Flecken der trockenen Steppe darunter war zu sehen. Die Sonne brannte unablässig vom wolkenlosen Himmel herab und scharfkantig setzten sich die durch die Steilwände verursachten Schatten von der restlichen Talebene ab. Der Befehl des Geierfürsten, seines Herren, war eindeutig gewesen: Die Grünhäute mussten am Erreichen der Festungsanlagen auf dem Gipfel des von ihnen Berg Grimzahn genannten Bergkammes gehindert werden oder zumindest solange wie möglich aufgehalten werden. Für Karitamen war es eine Frage der Ehre. Nach seiner schmachvollen Niederlage gegen die vereinten Armeen der Vampire und Grünhäute im entfernten Osten der Düsterlande, war dies die einzige Möglichkeit seine Kriegerehre wieder herzustellen. Der Todesskarabäus war jedoch nicht nur ein erfahrener Krieger, sondern auch ein bewanderter Feldherr und dieser wusste, dass es gegen diese Unzahl von Grünhäuten keinen wahren Sieg würde geben können. Die Bronzene Legion, die hinter ihm im hellen Licht der Sonne aufgereiht war, war den anstürmenden Grünhäuten wenigstens eins zu zwanzig unterlegen. Im stillen Kontrast verharrten Karitamens loyale, vor Äonen verstorbene Krieger, während das Echo des wilden, lebendigen Gebrülls der degenerierten Grünhäute durch die Schlucht zu ihnen hinauf hallte. Es würde die letzte Schlacht der Bronzenen Legion werden und in ihrem letzten Aufbäumen gegen die schier endlose Zahl der grünhäutigen Parasiten, würden sie ihre Ehre wiedererlangen und Wiedergutmachung in den Augen des Geierfürsten erlangen...
 
Gruftkönig Karitamen
  

Mormett Hackpelz schob sich an die Spitze seiner dicht gedrängten Horde und schlug dabei links und rechts Orkleiber zur Seite, die so töricht gewesen waren, nicht schnell genug aus dem Weg zu gehen. Seine Goblin-Wolfsreiter hatten ihm berichtet, dass der schmale Pass vor ihnen durch wandelnde Knochen blockiert sei und nun wollte sich der Schwarzork-Waaaghboss selber ein Bild über die Knochen machen, die so unverfroren waren sich ihm und seiner unschlagbaren Horde in den Weg zu stellen. Die ersten Lager der am Berg Grimmzahn beheimateten Blaufratzenorks konnten nicht mehr weit entfernt sein und Mormett gierte danach diesen Orkstamm in seinen glorreichen Düsterland-Waaagh einzugliedern. Die Stimmung seiner Horde war in Aussicht auf die große Prügelei auf der Spitze des Bergs Grimmzahn, die er ihnen in Aussicht gestellt hatte, wieder blendend. Mehrere Stämme der westlichen Düsterlande hatten sich ihm in den letzten Tagen und Wochen angeschlossen und die meisten der kürzlich desertierten Orks und Schwarzorks waren ebenfalls zurückgekehrt, da anderswo keine wirklich bessere Prügelei auf sie wartete. Als Mormett am vorderen Ende seiner den Pass verstopfenden Horde angelangt war, sah er, was sich ihnen an der bislang etwa engsten Stelle des Zugangs zum Berggipfel entgegenstellte. Es waren die gleichen blank geputzten Knochen und Speere, wie er sie zu Beginn des Monats im Osten der Düsterlande erblickt hatte. Diesmal jedoch würde ihm kein wild gewordener Blutsauger aus den Sümpfen in die Quere kommen und ihm die Aussicht auf eine ordentliche Moscherei entreißen und so brüllte Mormett den vorderen, sich noch frei bewegenden Einheiten seiner den kompletten Pass bevölkernden Horde den Befehl zum Angriff zu…


Schwarzork-Waaaghboss Mormett Hackpelz
 Karitamen war Amenemhetums bester General gewesen, bevor er selbst zum König ernannt worden war. Die Wahl des Schlachtfeldes hatte er nicht dem Zufall überlassen. Er hatte bewusst die engste Stelle des kilometerlangen Passes gewählt, der an dieser Stelle zudem durch einen reißenden Gebirgsbach und dichter Vegetation erschwert begehbar war. Weiterhin hatte Karitamen ein kleines Dorf der heimischen Orks direkt an dem Bach vor der Schlacht ausradiert und sich um ihr krudes und scheinbar heiliges Götzenbild positioniert. Auf diese Weise könnte er die Grünhäute weiter provozieren und zu noch unüberlegteren Handlungen veranlassen. Die Jahrhunderte lange Erfahrung im Kampf gegen die Grünhäute kam dem Todesskarabäus hierbei zu Gute und er sah, wie die grobschlächtigen Ungetüme seinen Köder schluckten und die vorderen Reihen der unzähligen Horde auf ihn und seine glorreiche Legion zuströmten, während einige ihrer kruden Kriegsmaschinen in Position geschoben wurden…

 



An der Spitze seiner Schwarzorks stürmte Mormett Hackpelz voran. Zu seiner Linken und entlang der Steilwand und Begrenzung der Passschlucht  stürzten die Wildorks-Moschas der Blaufratzenorks unter dem Kommando eines wirren Großschamanen und Abgesandten des Blaufratzen-Stammes vorwärts. Diese hatten Mormetts Horde bislang wohlbehalten durch den Pass geleitetet und schienen mit dem Gelände soweit halbwegs vertraut. Inmitten des Flusses sowie jenseits davon stampfte je ein bulliger Troll vorwärts, geleitet durch das gebieterische Gebrüll des Schwarzork-Waaaghbosses persönlich. Dazwischen schoss ein einsamer Goblin-Schamane auf einem Riesenwolf am Flussufer entlang und kauerte sich hinter eine steinerne Brücke, die sich über den schnell fließenden Gebirgsbach spannte. Auf diese Brücke steuerte eine Einheit Orks zu, die noch weiter jenseits des Baches positioniert waren, und dort hinter versuchten Goblin-Wolfsreiter in Deckung der Vegetation vorwärts zu gelangen. Ihr vergleichsweise großgewachsener Anführer hatte sich gleich zu Beginn abgesetzt und steuerte auf einige Skelettbogenreiter zu, die unvermittelt hinter ihnen aufgetaucht waren. Dies führte sogleich dazu, dass die verbliebenen Wolfsreiter darüber in Streit gerieten, was denn der letzte Befehl ihres Anführers gewesen war. Vereinzelte Nachtgoblin-Squighoppaz steuerten ebenfalls auf die Kavallerie der Gruftkönige zu, als diese im Begriff war sich der Artillerie der Grünhäute zu nähern. Die Besatzung der besagten Artillerie zögerte nicht lange, als ihre Orktreiba die Peitsche knallen ließen, und versuchte zentnerschwere Steine sowie weitaus leichtere Kamikazegoblins auf die sauber aufgereihten und in der Sonne bronzefarben blitzende Streitwägen zu schleudern. Währenddessen versuchte der Wildork-Großschamane mit Hilfe von Gorks Hand den Goblin-Schamamen zu dessen geringer Begeisterung über den Bach und näher zum Feind zu tragen. Dies gelang zwar, kostete aber zwei der Wildorks neben dem Meisterschamanen die Integrität und den Inhalt ihrer dicken Schädel. Zwei Steine der Goblin-Steischleudaz verfehlten ihre Ziele nur knapp und die umherfliegenden Gesteinssplitter prallten harmlos an den leichten Streitwagen ab. Der vom Kamikazekatapult abgeschossene Kamikazegoblin erblickte hoch über dem Pass ein für ihn besser erkennbares Ziel in Form der merkwürdig leuchtenden Lade der verdammten Seelen hinter dem unübersehbaren Idol des Gork (oder war es Mork…). Der Goblin schlug zwar mit einem Flachköpfer zielgenau auf, konnte die Oberfläche der steinernen Lade dabei aber nicht einmal ankratzen…

  

Als Karitamen die unablässig auf seine Position zustürmende Horde der Grünhäute sah und die Geschosse ihrer grobschlächtigen Kriegsmaschinen seine Einheit beinahe erreichten, schwenkte die rechte Flanke seiner Legion langsam vorwärts, während die Todesgeier sich mit wenigen Schlägen ihrer gefiederten Schwingen in die Luft begaben und begannen, einige Meter über dem Pass zu kreisen. Die Streitwagen der Skarabäus-Division schwenkten nur wenige Meter vorwärts, um den auf ihnen befindlichen Bogenschützen ein besseres Schussfeld zu geben und den Nekropolenrittern neben sich den Weg zur Frontlinie zu ermöglichen. Zwei mächtige, hoch aufragende Kriegssphinxen schritten zur Rechten der Nekropolenritter vorwärts und die Erde bebte mit jedem ihrer tonnenschweren Schritte. Der Priester des Djaf intonierte verbotene Silben und versuchte, dem Goblin-Schamanen dessen unbedeutende Seele zu entreißen. Dies gelang ihm auch beinahe, aber im letzten Moment leuchtete ein albern anmutendes Amulett um den Hals des Schamanen einmalig auf und bewahrte ihn vor weiteren Schaden, bevor es in seine Einzelteile zerfiel. Der Hohepriester des Todes intonierte daraufhin Usirians Anrufung der Vergeltung und skelettierte Hände brachen aus dem Boden unter den überraschten Schwarzorks hervor, bevor das Totenlicht der Lade der verdammten Seelen das komplette Schlachtfeld erleuchtete und die temporär aus ihrem steinernen Gefängnis befreiten gequälten Seelen sich über die Squighoppaz und die überraschten Geschützmannschaften der Grünhäute hermachten. Nach lediglich wenigen Herzschlägen waren nur noch vereinzelt einige verwirrte Squighoppaz sowie eine Vielzahl vertrockneter Leichen verteilt um die Kriegsmaschinen der Grünhäute übrig. Die Skelettbogenschützen feuerten aus ihrer befestigten Position innerhalb des ehemaligen Ork-Dorfes auf die näher kommenden und noch immer stänkernden Goblin-Wolfsreiter auf der anderen Seite des Gebirgsbaches und schossen dabei eine der Kreaturen von ihren Wölfen, woraufhin die Goblins ihre Streitereien schlagartig beendeten. Nur Augenblicke später schossen die brennenden Katapultschüsse der Kriegsmaschinen der Gruftkönige kreischend über die Köpfe der Skelettbogenschützen. Wie von der Schlangengöttin Asaph persönlich geleitet, schlug eines ihrer brennenden Projektile inmitten der Schwarzorks nur wenige Meter von Mormett Hackpelz imposanter Gestalt selbst entfernt ein, während ein weiteres Geschoss den sich freimütig präsentierenden Wildork-Großschamanen unter sich begrub und an dessen Stelle nichts als einen schmierigen grünen Fleck hinterließ…




Erbost über die erschreckende Zielgenauigkeit der gegnerischen Katapulte und dem Verstummen der eigenen Kriegsmaschinen sowie über die skelettierten Hände, die sich an seinen stahlummantelten Schuhen zu schaffen machten, brüllte Mormett den Wildorks zu seiner Linken stetige Befehle zum Vorrücken zu. In ihrer Raserei waren diese Befehle gar nicht notwendig und ein Großteil der Wildorks hatte den Verlust ihres Schamanen nicht einmal mitbekommen, sondern wollte einfach nur den Todesgeiern ans faulige Gefieder. Seinem eigenen Gefolge gebot der Schwarzork-Waaghboss, anzuhalten und zunächst die aus dem Boden hervorbrechenden Skeletthände unter ihren Sohlen zu zertreten. Die Trolle rückten weiter vor und verließen beziehungsweise überquerten den Fluss und hatten ihre schwieligen Augen dabei ebenfalls ausschließlich auf die Todesgeier gerichtet. Die Ork-Krieger jenseits der Trolle begaben sich auf die Brücke über den Gebirgsbach und der einsame Goblin-Schamane auf seinem Riesenwolf kauerte nach wie vor in Deckung selbiger und fuchtelte wild mit den kurzen Armen, während er seine Waaagh-Flüche auf die Skelett-Bogenschützen wirkte.  Die Goblin-Wolfsreiter schossen an der Steilwand entlang auf das Ork-Dorf zu. Der Goblin-Gargboss griff die Skelettbogenreiter hinter den eigenen Reihen an und die verbliebenen Squighoppaz taten es ihm mit großen Sätzen gleich. Deren gemeinsame Aufmerksamkeit reichte aus, um die leichte Kavallerie der Gruftkönige gänzlich auszulöschen…

 



Von seinem königlichen Streitwagen aus überblickte Karitamen die gesamte Schlucht vor sich und durch die Kraft seines Willens allein, veranlasste er die Todesgeier zum Sinkflug unmittelbar vor die  Wildorks. Jahrzehnte lange Kriegsführung gegen die Grünhäute hatte ihm gelehrt, wie mit diesen Steinaxt schwingenden Wilden umzugehen ist. Mit etwas Glück könnte er mit einem solchen Manöver die gesamte Schlachtlinie der Orks durcheinanderbringen, so hoffte der Gruftkönig. Die immensen steinernen Kolosse in Form der Kriegssphinxen schritten weiter stetig voran auf die um ihren Anführer beraubten Wildorks zu. In Karitamens letzter Schlacht hatten diese Wilden tatsächlich eine der prachtvollen Kriegsshpinxen zu Fall gebracht und zerstört, und erst das zeitige Eingreifen des Todesskarabäus und seiner Streitwagen-Division, hatte die Grünhäute schließlich aufreiben und in die Flucht schlagen können. Dieses Mal müssten die Wildorks mit gleich zwei dieser götterhaften Stauen fertig werden und Karitamen war zuversichtlich, dass diese unter den marmornen Füßen der Sphinxen zermalmt werden würden. Die Skarabäus-Division um Karitamen rückte gleichermaßen vor, um den Bogenschützen auf den Kampfplattformen ein erneut besseres Schussfeld zu ermöglichen. Die Nekropolenritter rückten ebenfalls zwischen den Einheiten durch und begaben sich in eine Position, in der sie sowohl die Wildorks als auch die sich möglicherweise nähernden Schwarzorks bedrohen könnten, sofern diese bis zu ihnen durchbrechen würden. Das Totenlicht der Lade fiel diesmal über die nahen Goblin-Wolfsreiter her und löschte dabei die halbe Einheit dieser schnellen Reiter aus, so dass der Rest versuchte, hastig vom Schlachtfeld zu fliehen, und schließlich im Versuch die Steilwand zu erklimmen, gänzlich umkam. Der Priester des Djaf war diesmal erfolgreich darin die geschwächte Seele des Goblin-Schamanen aus dem Körper zu reißen, so dass der leblose Körper steif wie ein Brett in den Gebirgsbach fiel und sein Riesenwolf schleunigst das Weite suchte, während der Hohepriester erneut die geisterhaften Hände unter den Schwarzorks manifestierte. Die Skelett-Streitwagen schossen Pfeile auf den vordersten Troll, was dieser mit einem säuerlichen Unbehagen in Form eines gequälten Rülpsers quittierte. Die vom jüngst verstorbenen Goblin-Schamanen verfluchten Skelettbogenschützen schossen währenddessen einige der sich nähernden Orks von der Brücke, als die Schädelkatapulte ebenfalls einstimmten und erneut das Feuer eröffneten. Ein brennender Schädel fuhr genau auf den Anführer der Grünhauthorde nieder und, während alle anderen Schwarzorks einen Schritt zur Seite machten, wurde der Waaaghboss voll erwischt. Ein kurzes, wie ein langgezogenes Grunzen klingendes Raunen, welches von den Hängen wiederhalte, ging durch die gesamte Grünhaut-Armee, als sie ihren Anführer in einer flammenden Detonation verschwinden sahen. Brennende Schädelfragmente flogen umher und latenter Brandgeruch hing in der Luft. Doch Mormett Hackpelz schritt unbeeindruckt aus dem Qualm der Explosion, klopfte sich den Aschestaub von der Brust, zog einige qualmende Schädelfragmente aus seiner Haut und bellte seiner Armee erzürnte Angriffsbefehle zu…

 


Die Trolle stürmten quer vor den Schwarzorks entlang, um die störenden Todesgeier zu rupfen, waren aber nicht im Stande die fliegenden Kreaturen zu erreichen, und kamen schließlich genau vor den Schwarzorks zum Stehen. Diese versuchten weiterhin die aus dem Boden hervorbrechenden Skeletthände zu zertreten, welche unentwegt erneut zum Vorschein kamen. Dem Wildork-Mob an seiner Seite signalisierte Mormett zu deren Verwunderung stehen zu bleiben und sich nicht auf die Todesgeier vor sich zu stürzen, denn der Schwarzork-Waaaghboss wollte nicht, dass sie ihm in gleicher Manier vor die Nase rannten oder sich alleine auf die Schlachtlinie der Gruftkönige stürzten. Die Ork-Krieger auf der Brücke verharrten ebenfalls an Ort und Stelle und brüllten wüste Beleidigungen zu den unbeeindruckten Skelettbogenschützen herüber. Der einsame Goblin-Gargboss auf seinem Riesenwolf schloss währenddessen zur Hauptlinie der verlangsamten Grünhäute auf, ebenso wie die letzten verbliebenen Squighoppaz…





Zufrieden erblickte Gruftkönig Karitamen die beinahe gänzlich zum Erliegen gekommene Schlachtlinie der Orks. Mit einem wortlosen Wink seines mit goldenen Armschienen verzierten Armes signalisierte der Todesskarabäus den Kriegssphinxen weiter auf den Feind vorzurücken und mit steten Schritten bewegten sich die steinernen Kolosse, ohne inne zu halten, auf die vor ihnen befindlichen Wildorks zu. Mit flüsternden Worten die dennoch selbst für die Grünhäute gut hörbar über der Schlucht hingen, befahl Karitamen zudem den mit Symbolen des Todes verzierten Priester aus der Einheit der Skelettbogenschützen seine mächtigste Anrufung zu wirken. Eine winzige, schakalsköpfige Statue vor sich haltend schritt der besagte Priester des Todes einige Meter vorwärts und mit lauter werdenden Silben der Beschwörung manifestierte er eine in eine violette Aura gehüllte Darstellung des Gotes Djaf direkt vor sich. Diese Manifestation des Schakalsgottes schoss plötzlich einer purpurnen Sonne gleich vorwärts auf die Schwarzorks zu, die noch immer von den unentwegt aus dem Boden hervorbrechenden Skeletthänden malträtiert wurden. Mormett sah wie die schakalsköpfige Erscheinung auf ihn und seine Einheit zuschoss und die beiden Trolle vor seiner Einheit sich in purpurnen Staub verwandelten in dem Moment, als die Erscheinung sie erreicht und umschlungen hatte. Der Schwarzork-Waaaghboss sprang für ein Lebewesen seiner Größe und Masse erstaunlich geschickt zur Seite und sah zu seinem Unmut, wie mehrere seiner schlagkräftigsten Krieger das gleiche staubige Schicksal ereilte, wie die Trolle vor ihnen. Der Hierophant und Hohepriester des Todes begann ebenfalls mit Anrufungen an die Götter Nehekharas und erfüllte seine ihn umgebene Einheit mit dem Segen Ptras, so dass ihre leeren Augenhöhlen in hellem Licht erstrahlten. Die so gesegneten Bogenschützen schossen Salve um Salve auf die auf der Brücke befindlichen Ork-Krieger und eine Vielzahl von ihnen fand von bronzenen Pfeilspitzen durchbohrt den Tod…




Mormett Hackpelz bemerkte in einem unerwarteten Anflug von Umsicht wie der Sturmangriff die Passstraße hinauf an Fahrt verloren hatte. Auf Verstärkungen von weiter Talwärts konnte er aktuell nicht hoffen. Die nächsten Kolonnen der Orks waren noch zu weit entfernt, um in nächster Zeit direkt in den Kampf eingreifen zu können. Mormett wusste, dass er selber agieren musste, um nicht wieder den Unmut seiner Untergebenen auf sich zu ziehen, und so brüllte er in seiner tief gutturalen Stimme zum Angriff auf die noch immer tief umher flatternden Todesgeier. Die noch immer an ihnen zerrenden Skeletthände ignorierend stürzten sich die Schwarzorks auf die untoten Flieger, die noch kurz zuvor von einem verirrten flammenden Projektil abgeschossen durch die Schädelkatapulte ausgedünnt worden waren. Einige der schwer gepanzerten Schwarzorks kamen durch die nach ihnen greifenden Skeletthände jedoch ins Straucheln und manche von ihnen wurden gar in den durch die eingesetzte Schneeschmelze aufgeweichten Boden gezerrt, aber eine Mehrzahl von ihnen erreichte schließlich die sich ihnen zuwendenden Todesgeier. Mormett Hackpelz selbst hackte einen der halbverwesten Geier in Stücke, bevor seine Gefolgsleute es mit einem weiteren Geier gleichtaten. Dieser hackte jedoch zuvor einem unglücklichen Schwarzorks seinen stahlharten Schnabel ins Genick, bevor dieser seinen zweihändigen Spalta überhaupt schwingen konnte. Von den Todesgeiern nur umherfliegende Federn übriglassend, stürzten die kampfeswütigen Schwarzorks weiter voran und prallten schließlich in die Flanke einer der stetig voranschreitenden, gigantischen Kriegssphinxen. Die Wildorks formierten sich derweil überraschend diszipliniert um, um auf den bevorstehenden Angriff der zweiten Kriegssphinx vorbereitet zu sein. Die Ork-Krieger auf der Brücke liefen trotz ihrer großen Verluste weiter bedächtig auf die Reihen der Gruftkönige zu, darauf achtend sich den Streitwagen nicht zu sehr zu nähern und zunächst im bedingten Schutz der Brücke selbst zu bleiben. Auch der Goblin-Gargboss auf seinem Riesenwolf schloss weiter zu den Wildorks auf und selbst die Squighoppaz hüpften als Nachhut weiter voran…

 



Die Erde bebte und von den nahen Steilhängen rieselten mannsgroße Steine herab, als eine der Kriegssphinxen geradewegs auf die wild schreienden Wildorks zu stampfte, während die andere Kriegssphinx sich im Nahkampf mit den Schwarzorks wiederfand und ihren Marsch somit zumindest vorläufig unterbrach. Die Nekropolenritter stürzten sich getragen auf ihren steinernen Wächterschlangen in die exponierte Flanke der herangestürzten Schwarzorks, um die Khemrische Kriegssphinx zu unterstützen. Karitamen und seine Einheit Streitwagen hingegen setzten wenige Meter zurück, um eine größere Distanz zu den sich von der Brücke her nähernden Ork-Kriegern zu bekommen. Der Priester des Djaf schritt nur wenige Meter zur Seite und begann erneut seine mächtigste Anrufung zu intonieren. Es dauerte nicht lange und eine weitere purpurne Manifestation des schakalsköpfigen Todesgottes schoss durch die überraschten Ork-Krieger auf der nahen Brücke. Eine Vielzahl der beengt stehenden Orks wurde in violetten Staub verwandelt, der prunklos in den unter ihnen befindlichen Bergbach rieselte oder schlicht vom Winde verweht wurde. Als die Überlebenden Orks auch noch von einem Hagel Pfeile überschüttet wurde, war dies war zu viel für die jungen Ork-Krieger und sie flohen rückwärtig über die Brücke. Der Hohepriester des Todes nutzte diese vielen Tode und die Gunst, die ihnen der Gott des Todes dadurch zukommen ließ, so dass er durch angemessene Anrufungen die Waffen der nahen Nekropolenritter mit einem Teil der Macht Djafs erfüllen ließ. Im Nahkampf auf dem gegenüberliegenden Hügel schoss der goldmaskierte Hauptmann der Nekropolenritter vorwärts und flüsterte eine Herausforderung, ohne dabei die nicht existenten Lippen zu bewegen. Mormett Hackpelz zögerte nicht lange und schob sich durch die Reihen seines ausgedünnten Schwarzork-Mobs, um sich diesem Zweikampf selbst zu widmen. Der Nekropolenritter-Hauptmann glitt auf seinem steinernen Reittier stehend zielgerichtet auf den Schwarzork-Waaaghboss zu und senkte seinen bronzenen Speer geradewegs auf die Brust der Grünhaut gerichtet. Im letzten Moment schlug Mormett den Speer ausgesprochen behände mit einem seiner immensen Spalta beiseite und trieb den anderen massiv anmutenden Spalta durch den steinernen Leib der Wächterschlange, so dass dieser kurzerhand entzwei brach. Der Hauptmann der Nekropolenritter überschlug sich in der Luft und kam rücklings vor Mormetts Füßen krachend zum Liegen. Der Schwarzork-Waaaghboss hob einen seiner massiven stahlummantelten Füße und zerquetschte den Schädel und die goldene Maske des Nekropolenritter-Hauptmannes kurzerhand und schmucklos unter seiner Sohle. „Wer ist der Nächstä!“, brüllte Mormett und hieb sich herausfordernd die stumpfe Seite seines einen Spaltas auf die Brust. Die verbliebenen Nekropolenritter erschlugen währenddessen vereinzelte Schwarorks in ihrer Nähe und schlossen langsam einen Kreis um den kampfeswütigen Schwarork-Waaghboss. Die Hauptzahl der angreifenden Schwarzorks stürzte sich mit ihren immensen zweihändig geführten Spaltas auf die Kriesgsphinx und schlug einige tiefe Kerben in die marmorne Flanke des belebten Konstrukts. Die hoch aufragende Kriegssphinx selbst zerquetschte einen Schwarzork in ihren gewaltigen Kiefern und stampfte einige weitere unter ihren massigen Gliedmaßen zu Tode, während die Gruftwachen auf ihr erfolglos versuchten, mit ihren langen Speeren den Träger des Armeebanners der Grünhäte zu erwischen. Die Anzahl der Schwarzorks schwand langsam dahin, aber unter dem steten Gebrüll ihres Anführers und im Schatten ihres Stammesbanners hielten sie stand und bedrängten weiterhin die Flanke der angeschlagenen Kriegssphinx. Die zweite Kriegssphinx war mittlerweile in die Reihen der Wildorks gekracht und spie Feuer in die Reihen der halbnackten Grünhäute. Ihre primitiven steinernen Waffen erwiesen sich als nicht sehr effektiv gegen den massiven marmornen Leib des gewaltigen, sich aufbäumenden Ungetüms. Eine Vielzahl Wildorks wurde unter den tonnenschweren Vorderläufen zerschmettert oder wurde achtlos links und rechts zur Seite geschleudert. Dennoch schlossen sich die Reihen der Grünhäute, die Erfahrung im Angriff gewaltiger Ungetüme aus den Urwäldern der Südlande hatten. Die Gruftwachen auf der Kriegssphinx versuchten unentwegt, die sich der Flanke nähernden und Lianen anbringenden Orks mit Speeren auszuschalten, was ihnen auch zumeist gelang…




Die fliehenden Ork-Krieger auf der Brücke sammelten sich, nachdem sie die horrenden Verluste nur Augenblicke zuvor überwunden hatten, und begannen erneut vulgäre Beschimpfungen in Richtung der Reihen der Gruftkönige zu brüllen. Der Goblin-Gargboss auf seinem Riesenwolf, der nun beinahe schon das gesamte Schlachtfeld überbrückt hatte, näherte sich mit weiten Sätzen der Kriegssphinx, die sich im Nahkampf mit den Wildorks befand, und sprang ihr schließlich beherzt auf die hocherhobene Schulter. Während der Riesenwolf versuchte, mit seinen Krallen am steinernen Körper der Khemrischen Kriegssphinx halt zu fassen, beugte sich der drahtige Goblin-Gargboss im Sattel vor und rammte seine verzauberte Klinge in das granitharte Schultergelenk des titanischen Geschöpfes, bevor ihn die Gruftwachen hinab befördern konnten und die Sphinx ihn daraufhin mit ihrem klingenbewehrten Schwanz in der Luft zerteilte. Diese Ablenkung sollte jedoch reichen und es gelang den Wildorks schließlich die Kriegsphinx unter Zuhilfenahme von Lianen und einem zum Hebel umfunktionierten Spießa umzustürzen. Die Gruftwächter auf und einige Wildorks neben ihr wurden dabei unter dem tonnenschweren Gestein zu Knochenmehl und grüner Ork-Paste zerrieben. Weiter vor ihnen kämpften weiterhin die Schwarzorks gegen die belebten Konstrukte der Gruftkönige. Mormett Hackpelz schlug mit weiten Schwüngen seine Spaltas gegen die ihn umkreisenden Nekropolenritter und hackte dabei einen Teil des steinernen Rückenschildes einer der angreifenden Wächterschlangen in Stücke. Diese ließen sich dadurch aber kaum in Schach halten und, erfüllt durch die göttliche Macht des Schakalsgottes Djaf und der Anrufung der verfluchten Klingen, stürzten sie sich mit ihren Reitern auf den unbeugsamen Schwarzork-Waaghboss. Im Sonnenlicht bedrohlich funkelnde, bronzene Klingen fuhren herab, jede einzelne auf die breite Brust von Mormett Hackpelz gerichtet. Die ersten paar Speere konnte Mormett noch beiseite schlagen oder prallten von seiner massiven Rüstung ab, aber eine einzelne der verfluchten Klingen durchdrang alle Verteidigungen und brach schließlich tief in seiner Brust steckend ab. Der Schwarzork-Waaghboss taumelte vor Schmerz und Frust wild brüllend rückwärts. Jede andere sterbliche Kreatur wäre auf der Stelle tot gewesen und selbst Mormett merkte, wie er unter diesen Bedingungen nicht weiter kämpfen konnte. Er stürzte und rutschte den Hügelkamm zu seiner rechten hinab. Er sah gerade noch wie die scheinbar aus schieren, belebten Steinen bestehende Kriegssphinx ihre kolossale Schnauze öffnete und bläuliche Flammen auf die wenigen verbliebenen Schwarzorks ausspie und schließlich alle bis auf den Schwarzork-Gargboss mit dem Stammesbanner niedertrampelte. Der Gargboss hielt stand und Mormett sah noch wie die verfluchten Speerspitzen der untoten Krieger auf der Kampfplattform des steinernen Monsters erfolglos von der schweren Rüstung des Armeestandartenträgers abprallten. Schließlich jedoch konnte er dem Ansturm der belebten Konstrukte um ihn rum nicht mehr standhalten und wurde zusammen mit seinem Banner von ihnen zermalmt…

   


Karitamen sah mit Zufriedenheit, wie der letzte Widerstand der Grünhäute zerbrach und ihr Vormarsch gänzlich zum Erliegen kam. So etwas wie Stolz schwelte in seiner mumifizierten Brust und des Todesskarabäus wusste, dass sein Herr und Meister, Amenemhetum, zufrieden sein würde mit dem, was die todgeweihte Bronzene Legion erreicht hatte. Oberhalb der Steilhänge an den Rändern der Schlucht sah Karitamen wie mehrere von Nekrotekten angewiesene Skelettriesen nun schwere Felsen hinab in die Schlucht warfen und somit den Pass für eine absehbare Zeit blockierten. Dies würde den Legionen der Gruftkönige Zeit verschaffen, vor den Grünhäuten die Wehranlagen der alten Zwergenfestung Ekrund zu erreichen und ihre Verteidigung vorzubereiten. Mit diesen Gedanken wendete Gruftkönig Karitamen seinen königlichen Streitwagen und fuhr an der Spitze seiner glorreichen Bronzenen Legion den Pass hinauf in Richtung Gipfel…

 



Eigentlich waren Mormett Hackpelz Schmerzen bislang unbekannt, aber das brennende Stechen in seiner Brust war schon irgendwie störend für den Schwarzork-Waaaghboss. Er gab den dezimierten Mobs der Ork-Krieger und Wildorks einen Schwenk mit seiner zur Faust geballten Klaue und beorderte sie zu sich, während zwischen ihnen und den immer noch an Ort und Stelle befindlichen Truppen der Gruftkönige schwere Felsbrocken in die Senke des Passes krachten. Mormett spuckte angewidert aus, während er mit einem schwieligen Daumen über die scharfkantige Speerspitze fuhr, die in seiner Brust steckte. Ein dicker Tropfen Blut bildete sich auf der Daumeninnenseite und entlang der Schneide des bronzenen Klingenfragmentes. Ein paar Steine im Tal und eine kleine Fleischwunde in der Brust würden Mormett Hackpelz und seinen Waaagh nicht aufhalten und ihnen auch nicht auf lang den Weg zum Berg Grimmzahn verwehren…

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