Pflugzeit (Ende Monat 3)
Im dritten Monat des Jahres, Pflugzeit, erreichten die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Fraktionen in den Düsterlanden ihren momentanen Zenit. Es war ein Monat der ruhmreichen Schlachten, aber auch der schmachvollen Niederlagen, und es war ein Monat, der durch den heldenhaften Einsatz legendärer Einheiten geprägt war, deren Ruf sich dadurch weit über die eigene Fraktion verbreitete.
Die Grünhäute waren fest entschlossen die Gebietsverluste und Niederlagen des letzten Monats wieder wett zu machen. Der durchtriebene Nachtgoblin-Waaaghboss Stilton trieb seine Armee auf unterirdischen Wegen in das Hinterland des Gebirges des von den Ogerkönigreichen gehaltenen Territoriums. Stilton konnte die Armee des Oger-Tyrannen Gurrut Eisfelsen zwar vernichtend schlagen und sich somit für die Niederlage des Vormonats rächen, aber nach den ausschweifenden Feierlichkeiten mit reichlich Fungusbier, waren die Goblins nicht in der Lage gewesen dieses unwirtliche Territorium inklusive der ergiebigen Minen längerfristig für sich zu beanspruchen und zu nutzen.
Die Oger walzten in diesem Monat ebenfalls voran und meist in Richtung der Ebenen westlich der von ihnen gehaltenen Gebirgsregion. Der Fleischermeister Pein Schwackeheter attackierte eine Festung der Orks, konnte den Ork-Waaaghboss Gahrr XXX in einer von starker Magie geprägten Belagerung jedoch nicht besiegen und so zogen sich beide Kontrahenten schließlich mit ihren jeweiligen Armeen aus dem Territorium zurück und leckten ihre Wunden. Die Armee des Oger-Tyrannen Gornod Eisfelsen hingegen wurde beinahe gänzlich ausgelöscht, als sie in den Ebenen nahe der Sümpfe des Vergessens auf die untote Horde des Vampirfürsten Vigo Fariac traf. Die untote Horde wurde von den Ogern zwar auch bis auf den letzten Leichnam niedergemacht, konnte sich jedoch aufgrund der mächtigen Nekromantie ihres Anführers in kürzester Zeit wieder komplett regenerieren.
Neben dieser erwähnten Schlacht, in der die Armee von Vigo Fariac um groteske Geschöpfe in Form von Amalgamen aus wiedererweckten Gruftschrecken und Ogern verstärkt wurde, die sein loyaler Nekromant Frankenstein kreiert hatte, war auch der Ghul-König Urzen überaus aktiv gewesen. Entgegen der Vorgabe des Vampirfürsten Frantisec Fariac war Urzen aus den östlichen Sümpfen in das Gebiet der Grünhäute eingedrungen und hatte ohne größere Aufwände sowohl die dort angerückte Armee des Gruftkönigs Karitamen geschlagen und zurückgedrängt als auch die ansässige Ork-Horde des Schwarzork-Waaaghbosses Mormett Hackpeltz ohne größere Verluste in alle Winde zerstreut. Damit nicht genug, hatten Urzen und seine Nekromanten mehrere Beingruben auf dem Schlachtfeld entdeckt, die unter anderem die Überreste der legendären Blutschwerter, der Leibwache Ushorans, des Vaters der Strigoi-Blutline, beinhaltete. Diese wurden schließlich mit Hilfe mächtiger Nekromantie aus ihren zerfallenen Gräbern erweckt und schlossen sich Urzen als legitimen Nachfahren und Blutsverwandten Ushorans an.
Beinahe zeitgleich zu dieser ereignisreichen Dreiparteienschlacht zog Gruftkönig Amenemhetum an der Spitze seiner ruhmreichen Goldenen Garde in die westlichen Bereiche der Sümpfe des Vergessens, doch keine feindliche Armee stellte sich ihnen entgegen oder hinderte sie am Eindringen. Die wenigen Ghule, die die Legion des Geierfürsten bemerkten, flohen augenblicklich tiefer in den Sumpf hinein. Letztlich war es aber auch diesen gegenüber Umwelteinflüssen verhältnismäßig resistenten Untoten nicht möglich, in dieser überaus unwirtlichen Gegend wirklich Fuß zu fassen und das Gebiet für sich zu beanspruchen. Womöglich würden es die Trockenperioden des nahenden Sommer für die Gruftkönige einfacher machen diesen Gebietsanspruch schließlich umzusetzen. Die Hohepriesterin des Todes Eutra’ta wiederum zog aus der Gebirgsregion namens Drachenrücken weiter im Norden direkt in das küstennahe Gebiet der Dunkelelfen und traf dort auf die Dunkelelfenstreitmacht von Ardulaz Kemsha. In einer überaus blutigen Auseinandersetzung konnte sich Eutra’tas Legion schließlich gegen die Elfenplünderer durchsetzen und die Reste der feindlichen Armee vom Schlachtfeld vertreiben. Eine vollständige Inbesitznahme des Territoriums blieb jedoch auch ihr verwehrt und so begnügte sich Eutra’ta mit der Plünderung des dortigen Magierturmes.
Auch weiter im Osten hatten die Dunkelelfen kein Schlachtenglück. In die Zange genommen von gleich zwei Armeen des Imperiums wurden die Sklavenjäger der Dunkelelfen schließlich aufgerieben und zur Flucht gezwungen, nachdem ihre Kommandantin Erzzauberin Nathrae Kemsha von imprialen Truppen gefangengenommen wurde. Nur durch den späteren Einsatz einer khainitischen Todeshexe und ihrem Gefolge im Aufrag ihres Vaters Ardulaz, konnte Nathrae wieder aus den Händen des Imperiums gerettet werden, bevor ihr ein unrühmliches Schicksal zuteil geworden wäre.
Das Imperium konnte somit seine Grenzen verteidigen und die Gebiete weiter konsolidieren. Großmeister Breithoff und Meisterzauberer Melitius trugen ihren Teil hierzu im Kampf gegen die Sklavenjäger der Dunkelelfen bei. Dazu gehörte, neben dem von Erz-Lektor Hassenstein angewiesenen Bau weiterer Minen, auch ein fortgesetzter Pakt mit den Zwergen von Barak Varr. König Logan Trotzberg konzentrierte sich mit seinem Wehrhaufen zwar zukünftig wieder alleinig auf den Krieg unterhalb der Düsterlande, aber das Imperium durfte von nun an mit seinen Armeen auf Ressourcen der Wehrstadt Barak Varr zugreifen.
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| Ende - Runde 3 |
Blau: Imperium
Grün: Ogerkönigreiche
Rot: Orks & Goblins
Türkis: Vampirfürsten
Gelb: Gruftkönige
Lila: Dunkelelfen

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